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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein ALG 1 läuft aus


Natascha2
04.07.2006, 14:18
Hallo

nun ist es also soweit. Mein ALG 1 läuft aus. Weitere Leistungen werde ich, da ich immer viel gespart habe, nicht bekommen.

Nun meine Frage: Was mache ich nun am besten und geschicktesten ?
Ich habe viel gehört, irgendwas mit "melde sich weiter an, da bleibste rentenversichert" oder "besser Du meldest dich ganz ab dann kann dir keiner was" usw.

Soll ich also einen Antrag mit allem Pipapo stellen und abgelehnt werden, oder gibts auch eine Möglichkeit, einfach weiter arbeitssuchend zu gelten ohne alles offenzulegen ? Was ist vorteilhafter ?

Ich will ja auf jeden Fall weiter nach Arbeit suchen.
Wenn ich nun z.B. einen Job weit weg annehme kann ich dann trotzdem Unterstützung bekommen bzgl. der Fahrtkosten oder so ?

Danke

pille42
13.08.2006, 19:00
Hallo Natascha2,
mir geht es genauso, mein ALG 1 läuft im September aus und ich habe ebenfalls keinen Anspruch auf ALG 2.
Auf alle Fälle werde ich mich weiter arbeitssuchend melden (alle drei Monate) da dies der Rentenversicherung gemeldet wird.
In dieser Zeit bleiben die Renten - Beiträge beitragsfrei.
Über Deinen Partner kannst Du dich krankenversichern (Familienversicherung).
Weitere Antworten findest du vielleicht in diesem Thread:
http://www.arbeitslosennetz.de/forum/viewtopic.php?t=102583

Natascha2
15.08.2006, 00:28
hm ja danke

mir wurde es so erklärt, die zeit wird "angerechnet" mit der rentenversicherung, aber "erhöhen" tut sich diese nicht.

was heisst das nun ? also isz es doch jacke ob ich mich anbelde oder nicht oder verstehe ich hier das amtsdeutsch wieder nicht ?

danke sehr

natti

Betroffener
15.08.2006, 01:43
Natascha,

das ist eigentlich ganz einfach - aber nicht Jacke wie Hose.

Der Rentenanspruch setzt sich aus einer Zeitschiene und Geldschiene zusammen (dazu kommen dann noch div. Parameter).

Für einen Rentenanspruch brauchst Du also die Erfüllung der Zeitschiene - und da ist die Anrechnung z.B. der Arbeitslosenzeiten oder z.B. Mutterschaften und Kindererziehungszeiten extrem wichtig.

Aktuell erwirbt man nach 35 Jahren Arbeit einen Rentenanspruch. Wenn keine Anrechnung bei Arbeitslosigkeit als Ersatzzeit erfolgt, fehlt Dir diese Zeit für den Rentenanspruch. Derzeit werden auch noch einige Ausbildungszeiten angerechnet, was irgendwann leider wegfällt.

Die Anrechnung sorgt dafür, dass Du nicht z.B. 35 Jahre später keinen Anspruch hast, weil Du z.B. 5 Jahre Arbeitslos, 3 Jahre Mutter und Kindererziehungszeiten hattest, die Anwartsschaftzeiten nicht erfüllt sind, weil z.B. 8 Jahre fehlen und Du gar keinen Anspruch auf eine Rente hättest - und diese Zeiten sozusagen "nacharbeiten" musst, bevor ein Rentenanspruch entsteht.

Mit der Höhe der Rente hat das erstmal nicht viel zu tun - obwohl die Anzahl der Jahre da auch einen Einfluß hat.

Diese Anrechnungszeiten sind also extrem wichtig als Formalie - auch wenn kein Geld fliesst.

Alles klar?

Natascha2
15.08.2006, 02:16
alles klar

super

perfekt