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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie kann ich meinen Antrag in meinem Fall korrekt ausfüllen?


hard life
22.06.2005, 20:56
Hallo erstmal :-) ,

korrekt heißt in diesem Sinne natürlich, dass mein ALG II möglichst hoch
ausfällt, ohne dabei von der Wahrheit abzuweichen ;)
Schließlich ist mir schon genug Schlechtes widerfahren...

Hier sind die Fakten:

- Ich (20 Jahre, arbeitslos) wohne zurzeit bei meiner Mutter (62 Jahre, arbeitslos)
- Meine Mutter führt diesen Haushalt mit 541 € monatlich
- 300 € Miete und 100 € Heizkosten, was beides über meine Mutter läuft
- 43 m² Wohnfläche
- mein derzeitiger Kontostand meines Girrokontos beläuft sich zurzeit auf circa 250 € und der meines Sparkontos auf 1000 €
- zur Antragsstellung meiner Mutter war ich noch Zivi, der 550 € monatl.
verdiente, was jetzt nicht mehr der Fall ist; ich habe zurzeit keine
Einkünfte mehr
- da dieser Haushalt mit 541 € monatl. nicht über die Runden kam, wurde
ich des Öfteren im Monat von meiner Mutter und den äußeren Umständen
(kein Geld von mir, keine Lebensmittel mehr + Selbstmord meiner Mutter)
dazu genötigt, ihr Geld zu leihen.
- fragt mich ruhig, falls ihr noch was wissen müsst...

Ich will halt einfach nur, dass ich auch ALG II bewilligt bekomme, so dass
sich bei uns mindestens die Situation einstellt, dass meine Mutter
halt - wie jetzt auch schon - 540 € erhält, wärend ich circa 345 €
erhalte. Allerdings kenn ich mich nicht so recht damit aus, ob das
uns so auch zusteht, wenn man alles so niederschreibt, wie ich es
getan habe. Ich glaube, dass ich wohl nicht viel rumreden
kann, dass wir eine Bedarfs- oder Haushaltsgemeinschaft bilden (oder doch
nicht ?). Und ich habe Angst, dass das ALG II, was mir zugeschrieben
wird dann so niedrig ausfällt, dass wir somit monatl. beide zusammen
nur über 700 € oder weniger verfügen... alleine würden mir die
540 € locker ausreichen, aber zu zweit würd' sich bei unterm Strich
700 € sicherlich nichts daran ändern, dass ich auf kurz oder lang
regelmäßig als Ausgleichsbehälter wieder herhalten muss, was ich
unbedingt verhindern will...

Schneida
22.06.2005, 21:32
Bedarfsgemeinschaft

hallihallo,

:welcome:

ich vermute, Du hast noch keine Ausbildung. Somit sind Deine Erziehungsberechtigten Unterhaltspflichtig. (Gibt es noch einen Vater?)

Deine Mutter sollte mit Ihrem Bescheid zu ihrem Sachbearbeiter und dort die Einkommensänderung der Bedarfsgemeinschaft angeben. So schnell wie möglich also morgen früh. Papiere mitnehmen (Deine Unterlagen zum Ausscheiden aus dem Zivildienst)

Vermutlich wird sie aufgefordert Kindergeld für Dich zu beantragen, dass steht Dir bei Deinem Alter sowieso und ohne jede Bedingung zu. Wird aber dann wiederum bei der Gesamtberechnung des neuen Alg II abgezogen. Lt. neuesten Gerüchten gibt es da einen Freibetrag von 30 Euro, der nicht angerechnet würde. Da bin ich mir aber nicht sicher.

Eine eigene Bedarfsgemeinschaft bist Du als unter 25 - Jähriger ohne Ausbildung und im gemeinsamen Haushalt lebend mit Sicherheit nicht, wirst also den Satz von 345, - nicht kriegen. Und es kann sein, dass Du dann selbst - am Besten gehst Du mit Deiner Mutter gemeinsam, ist ohnehin besser wg. 4 Augen und 4 Ohren - eine Maßnahme vorgeschlagen bekommst, bzw. eine sogenannte eingliederungsvereinbarung abschließen sollst. Guck Dir alles genau an. Unterschreibe ggf. mit dem Vermerk " unter Vorbehalt" und mach Dich bitte richtig schlau. Z. B. hier im Forum oder auch bei Tacheles Wuppertal.

Es hat nämlich einiges an Tücken ....

Gutes Gelingen

E.Schneider

hard life
22.06.2005, 22:44
Erstmal vielen, vielen Dank für deinen Beitrag, E.Schneider.
Dein Beitrag wirft ein völlig anderes, "richtigeres" Licht auf unsere
Situation... das schmeißt meine ganze morgige Planung zwar über den
Haufen, aaaaaaaaber wenn ich dafür keinen Irrweg mehr nachlaufe,
war's das wert ;).
Morgen werd' ich als aller erstes mich bei dem U25-Büro des
Arbeitsamtes noch einmal gründlich über meine Situation und die
offen stehenden Perspektiven informieren und dann morgen
die Entlassungspapiere vom Zivildienst schnellst möglich abholen.
Das hat schon 23 Tage Verzug, ich weiß, das ist scheiße (sry *g*),
aber aus der Situation heraus wird man dafür auch Verständnis aufbringen
können. Kurzfassung: Mutter führt den Haushalt, öffnete jedoch seit
Monaten keine Post mehr und entleerte auch nicht mehr den Briefkasten;
Grund für dieses destruktive, merkwürdige Verhalten -> tiefe Depressionen ->
folglich erfuhr ich von dem Ablauf bezüglich der Entlassungspapiere
gegen den Zivildienstausweis auch erst vor ein paar Tagen.
Und selbst da, setzt man sich halt die Prioritäten in meiner Situation
anders, was sich jetzt als Denkfehler herausgestellt hat.