Betroffener
27.03.2008, 01:21
Das ist ja nun der Oberhammer, was die Regierung nunmehr zugeben muss bezüglich der verfälschten Arbeitslosenzahlen (was den eingeweihten immer schon bekannt war) aufgrund einer Anfrage der FDP-Fraktion.
Durchschnittlich in 2007:
6,348 Millionen Bezieher von Alg I und Alg II
0,686 Millionen Arbeitslose ohne Leistungsbezug
----------------------------------------------------
7,070 Millionen erfaßte echte Arbeitslose (ohne Dunkelziffer!)
Hinzu kommen noch rund 2 Millionen Sozialhilfeempfänger, die schon aufgrund ihres Status nicht als arbeitslos erfaßt sind. Macht dann aus amtlichten Zahlen resultierend 9,070 Millionen arbeitslose Menschen, davon 540.000 so prekär beschäftigt, dass sie noch mit Hartz IV aufstocken müssen.
Was bleibt, sind weitere Hundertausende Menschen, die keine Arbeit haben, kein ALG I (mehr) bekommen, aber aufgrund von Partnerschaften auch keine ALG II bekommen (wollen) und/oder von den Eltern durchgefüttert werden.
Insgesamt also eine Arbeitslosenquote von 12,5% bezogen auf die gesamte Bevölkerung oder jeder achte ist arbeitslos - was regional noch viel schlimmer ausschaut.
Oh Gott - was für ein Aufschwung und Erfolg der Agenda 2010 im Gegensatz zu 2005 und zu 2003. Es hat sich nämlich praktisch nichts verändert ausser der statistischen Bewertung.
Hier die originale Meldung:
__________________________________________________ _______________
hib-Meldung 088/2008 Datum: 26.03.2008
heute im Bundestag
Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert
Arbeit und Soziales/Antwort
Berlin: (hib/MPI) Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert. Dagegen seien insgesamt 3,213 Millionen (51 Prozent) arbeitslos gemeldet gewesen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/8458 (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/084/1608458.pdf)) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131 (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/081/1608131.pdf)).
Außer den Leistungsempfängern habe es noch 686.000 Arbeitslose gegeben, die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen hätten 82 Prozent Leistungen erhalten. Von den durchschnittlich 1,092 Millionen Alg-I-Empfängern im Jahr 2007 seien 26 Prozent nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgetaucht, schreibt die Regierung. 225.000 der Alg-I-Bezieher fielen unter die so genannte 58er-Regel, 25.000 der nicht als arbeitslos geführten Personen hätten an einer Trainingsmaßnahme teilgenommen, 26.000 seien arbeitsunfähig erkrankt und 16.000 seien vermindert leistungsfähig gewesen.
Kriterien für die Aufnahme in die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit seien die Arbeitslosmeldung, die Beschäftigungslosigkeit und die Verfügbarkeit. Danach würden etwa Personen, die arbeitsunfähig erkrankt oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, nicht als arbeitslos gezählt, "weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen".
Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren von den im Jahr 2007 durchschnittlich 5,329 Millionen Alg II-Empfängern 2,473 Millionen (46 Prozent) als arbeitslos registriert und 2,856 Millionen (54 Prozent) nicht als arbeitslos registriert.
Eine Zuordnung zu bestimmten Gruppen sei bisher statistisch nur annäherungsweise möglich. Zur Gruppe der erwerbstätigen Hilfebedürftigen ("Aufstocker") mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 400 Euro zählten demnach 524.000 Personen.
Der Gruppe der "Ein-Euro-Jobber" und Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen wurden demnach 418.000 der als nicht arbeitslos registrierten Alg-II-Bezieher zugeordnet. Ferner seien 484.000 unter-20-jährige und 312.000 über-58-jährige Alg-II-Empfänger statistisch nicht als arbeitslos geführt worden.
Quelle (http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2008/2008_088/02.html)
Durchschnittlich in 2007:
6,348 Millionen Bezieher von Alg I und Alg II
0,686 Millionen Arbeitslose ohne Leistungsbezug
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7,070 Millionen erfaßte echte Arbeitslose (ohne Dunkelziffer!)
Hinzu kommen noch rund 2 Millionen Sozialhilfeempfänger, die schon aufgrund ihres Status nicht als arbeitslos erfaßt sind. Macht dann aus amtlichten Zahlen resultierend 9,070 Millionen arbeitslose Menschen, davon 540.000 so prekär beschäftigt, dass sie noch mit Hartz IV aufstocken müssen.
Was bleibt, sind weitere Hundertausende Menschen, die keine Arbeit haben, kein ALG I (mehr) bekommen, aber aufgrund von Partnerschaften auch keine ALG II bekommen (wollen) und/oder von den Eltern durchgefüttert werden.
Insgesamt also eine Arbeitslosenquote von 12,5% bezogen auf die gesamte Bevölkerung oder jeder achte ist arbeitslos - was regional noch viel schlimmer ausschaut.
Oh Gott - was für ein Aufschwung und Erfolg der Agenda 2010 im Gegensatz zu 2005 und zu 2003. Es hat sich nämlich praktisch nichts verändert ausser der statistischen Bewertung.
Hier die originale Meldung:
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hib-Meldung 088/2008 Datum: 26.03.2008
heute im Bundestag
Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert
Arbeit und Soziales/Antwort
Berlin: (hib/MPI) Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert. Dagegen seien insgesamt 3,213 Millionen (51 Prozent) arbeitslos gemeldet gewesen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/8458 (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/084/1608458.pdf)) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131 (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/081/1608131.pdf)).
Außer den Leistungsempfängern habe es noch 686.000 Arbeitslose gegeben, die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen hätten 82 Prozent Leistungen erhalten. Von den durchschnittlich 1,092 Millionen Alg-I-Empfängern im Jahr 2007 seien 26 Prozent nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgetaucht, schreibt die Regierung. 225.000 der Alg-I-Bezieher fielen unter die so genannte 58er-Regel, 25.000 der nicht als arbeitslos geführten Personen hätten an einer Trainingsmaßnahme teilgenommen, 26.000 seien arbeitsunfähig erkrankt und 16.000 seien vermindert leistungsfähig gewesen.
Kriterien für die Aufnahme in die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit seien die Arbeitslosmeldung, die Beschäftigungslosigkeit und die Verfügbarkeit. Danach würden etwa Personen, die arbeitsunfähig erkrankt oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, nicht als arbeitslos gezählt, "weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen".
Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren von den im Jahr 2007 durchschnittlich 5,329 Millionen Alg II-Empfängern 2,473 Millionen (46 Prozent) als arbeitslos registriert und 2,856 Millionen (54 Prozent) nicht als arbeitslos registriert.
Eine Zuordnung zu bestimmten Gruppen sei bisher statistisch nur annäherungsweise möglich. Zur Gruppe der erwerbstätigen Hilfebedürftigen ("Aufstocker") mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 400 Euro zählten demnach 524.000 Personen.
Der Gruppe der "Ein-Euro-Jobber" und Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen wurden demnach 418.000 der als nicht arbeitslos registrierten Alg-II-Bezieher zugeordnet. Ferner seien 484.000 unter-20-jährige und 312.000 über-58-jährige Alg-II-Empfänger statistisch nicht als arbeitslos geführt worden.
Quelle (http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2008/2008_088/02.html)