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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ba bombadiert uns mit Änderungs/Neuberechnungsbescheiden


caförs
27.03.2008, 21:07
Hallo Ihr da draussen!
Wer hat ähnliches erlebt?Wer weiss Rat?
Mein Mann hat Ende Juni 07 Arbeit in der Schweiz+ich einen Minijob auf 165 € Basis
gefunden.Haben dies auch ordentlich gemeldet. 2 Tage später kamen 3 briefe.
Im ersten Brief stand,daß mein ALG I , wegen Arbeitsaufnahme gestrichen wird.Im 2.:
ALG I wird weiter gezahlt.Ich soll den Ersten ignorieren.Der 3.Brief sagt, daß die ARGE unser ALG II vorsorglich einstellt.Nächster Monat, neues Glück,also auch wieder ALG II auf dem Konto.Dieses zahlen wir auch inzwischen zurück.
Nun kam im Januar 08 ein Schreiben,ich hätte unrechtmäßig ALG I bezogen.
Im Februar 08 flatterte der Aufhebungs-und Bestattungsbescheid ins Haus.
Dort wurde mein ALG I in ALG II umgerechnet.
Nun werden wir mit Neuberechnungen und Bescheiden bombardiert.Wir verlieren all-
mählich den Überblick.Haben persönlich bei der ARGE vorgesprochen.Kein Erfolg!
Wir haben gegen alle Bescheide Widerspruch eingelegt und hoffen auf ein positives
Ergebnis. MFG caförs

fragi
27.03.2008, 21:19
Hallo caförs,

ich denke dazu wirst du in einem Forum auch keine weitere Hilfe erhalten können... wenn du über die vielen Bescheide keine Übersicht hast, wird es schwer uns das vermitteln zu können dass wir die Situation und den chronologischen Zusammenhang erstmal verstehen.

Ich empfehle dir daher entweder die direkte Vorsprache bei einer örtlichen Arbeitsloseninitiative (Adressen gibts hier (http://www.my-sozialberatung.de/cgi-bin/baseportal.pl?htx=/my-sozialberatung.de/adressen&localparams=1&cmd=do_search)) oder gleich direkt den Gang zu einem Anwalt mit der Fachrichtung Sozialrecht.

Hoffe dir damit erstmal geholfen zu haben!

caförs
27.03.2008, 21:27
Erst einmal dankeschön,daß mich jemand gehört hat.Wir bereiten uns nicht nur seelisch+moralisch auf einen Gang zum Sozialgericht vor.
Trotz alledem müssen wir erstmal das Widerspruchsverfahren abwarten.
Vielleicht habt Ihr dazu noch ein paar Tips.
Viele Grüße caförs

fragi
27.03.2008, 21:35
Erst einmal dankeschön,daß mich jemand gehört hat.Wir bereiten uns nicht nur seelisch+moralisch auf einen Gang zum Sozialgericht vor.
Trotz alledem müssen wir erstmal das Widerspruchsverfahren abwarten.
Vielleicht habt Ihr dazu noch ein paar Tips.

Schau mal:

Klick mich (http://www.arbeitslosennetz.de/forum/faq.php?faq=abchnittsueberschrift_allgemeines#faq_ sozialgerichtsverfahren)

Ich hoffe das hilft dir weiter, da steht alles mal grob zusammengefasst drin.

As Hinweis:

Das Widerspruchsverfahren darf höchstens 3 Monate dauern, sonst könnt ihr vor Gericht auf Vornahme des Verwaltungsaktes klagen (Gericht nimmt Behörde die Entscheidung ab, §88 Abs.2 SGG (http://bundesrecht.juris.de/sgg/__88.html))

Wenn sie von euch was erstattet haben wollen, können sie das soweit ich weiß auch erst Vollstrecken, wenn der Bescheid rechtswirksam geworden ist, also der komplette Weg erschöpft ist! (§86a Abs.1 SGG (http://bundesrecht.juris.de/sgg/__86a.html))

caförs
29.03.2008, 21:36
Hallo Ihr da draußen!
Ich bins nochmal mit meinem Problemchen.Habe nun nochmal meine ganzen
Bescheide durch gearbeitet :confused:
Ich versuche es euch mal zu erklären:Mein Mann hat Ende Juni 07 in der Schweiz Arbeit gefunden.Ich im selben Zeitraum nen Minijob, auf 165 € Basis.
Beide haben wir dieses beim Amt gemeldet. Kurz darauf kamen 3 Briefe.
(ich bekomme noch ALG I, aber auch wir als Bedarfsgemeinschaft ALG II)
1.Aufhebungsbescheid ALG I, wegen Arbeitsaufnahme
2.Änderungsbescheid ALG I. ( Ihr Anspruch endet nicht...ALG I wird weitergezahlt.)
3.Erstattungsbescheid ALG II
Im Januar 08 kam der Anhörungsbogen mit der Aufforderung Geld zurück zu zahlen. Genau die Summe ALG I hat die ARGE auf ALG II umgerechnet.
Dürfen die das überhaupt?
Dadurch entstand eine andere Regelleistung, dem zufolge eine andere Grundberechnung und daraus folgten neue Bescheide...
Wir haben persönlich bei der ARGE vorgesprochen.Dabei stellte sich heraus, daß die Veränderungsmitteilung, von der Annahme bis in die 2. Etage ganze 6 Wochen gebraucht hat ! Und daß die den neuen Bewilligungsbescheid für ALG I von Ende Juni garnicht hatten. :patsch:
Die Widersprüche liegen vor Ort, das Verfahren läuft.

Ich habe mich bemüht es verständlich zu erklären, was garnicht so einfach
ist. Ach noch was: Habe bei euch mein Baujahr falsch eingegeben(nicht 86
sondern 68).Kann man dies ändern?
Was meint Ihr zu der ganzen Sache? Ganz schön schräg , nicht wahr!
Viele grüße caförs

caförs
19.07.2009, 20:31
Hallo Ihr !
Wir haben zu diesem Thema Widerspruch eingelegt. Nach nun fast 1 1/2
Jahren haben wir Antwort bekommen.
Wir haben sang und klanglos gewonnen !:-P
Der Bescheid sagt nur aus, daß der Widerspruch zu unseren Gunsten
aus gefallen ist.
Wir müssen auch nichts zurückbezahlen.Einfach toll.
Liebe ALG II -Gebeutelten :
Laßt den Kopf nicht hängen. Es gibt immer noch Hoffnung !

Viele Grüße caförs

trinity4
19.07.2009, 20:41
Hallo caförs

Einfach nur "geil"! Ich les' den Beitrag jetzt zum ersten Mal, aber ich schätze, "die" haben selbst nicht mehr durchgeblickt! *lach*

Glückwunsch, auch wenn's Nerven gekostet ... so lange Zeit! :confused:

*applaus*
von Trinity

efge
19.07.2009, 21:01
Wir haben sang und klanglos gewonnen !:-P


Stimmt ja gar nicht, denn Ihr habt mit langem Atem und sehr klangvoll gewonnen. :)