Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 1,40 Euro! Rekord-Benzin-Preis
ALN - Robot
14.07.2006, 20:19
http://www.bild.t-online.de/BTO/System/Bilder/logo.gif (http://www.bild.t-online.de/)
Die Benzinpreise sind gestern auf einen Rekordstand gestiegen!
Marktführer Aral erhöhte den Preis für Super um 3 Cent auf 1,40 Euro je Liter im bundesweiten Schnitt.
Diesel kostete 1,18 Euro/Liter.
Der Artikel zur Meldung hier... (http://feeds.feedburner.com/~r/bild/~3/http%3A%2F%2Fwww.bild.t-online.de%2FBTO%2Ftips-trends%2Fgeld-job%2Faktuell%2F2006%2F07%2F14%2Fbenzin-preis-rekord%2Fbenzin-rekord-preis.html)
Hier kostet Super 1,42€ (Aral)
Betroffener
14.07.2006, 22:26
Toll,
und das für Ware, die vor 3 Monaten zu völlig anderen Preisen eingekauft wurde.
Laut ADAC dauert es durchschnittlich 3 Monate vom Hafen über die Weiterbearbeitung und Raffinade bis zur Tankstelle.
Zwar wäre auch ohne neues nahöstliches Debakel der Benzinpreis hochgegangen - es ist wie jedes Jahr Urlaubszeit mit dieser Erscheinung - aber nun haben die auch einen passenden Vorwand den Preis in der Urlaubszeit noch höher zu schaukeln.
Es ist und bleibt Abzocke
Denn die Ware im Tanklager oder im Tank der Tankstelle wird nun mal nicht teurer gerade wegen der langen Verarbeitungs- und Umschlagszeiten. Die ist schon lange bezahlt.
Und Vater Staat freut sich über die höheren Steuereinnahmen - wird also mit Sicherheit auch nichts dagegen tun - ausser sich möglicherweise mal populistisch zu äussern - aber die höhere Mehrwertsteuer freudig einkasssieren.
gazelleklaus
14.07.2006, 23:02
Bei mir kostet Diesel heute 1,19€.
Der gleiche Schmuh (für Hochdeutschversteher "beschiss") läuft doch auch beim Thema Tabak- und Alkoholwerbeverbot. Wird schon lange verlangt, weil es die Krankenkassen so belastet, aber von der Politik nur halbherzig verfolgt weil der Staat sich die enormen Steuerausfälle nicht leisten kann, die entstehen wenn die Verbraucher weniger Alkohol und/oder Tabakwaren konsumieren.
:-x
Wenn die Kasse stimmt, bleibt die Gesundheit hintenan stehen.
Das es sich um die reinste Abzocke handelt ist klar.
Aber ist eine Raffinade nicht ein veredelter Zucker und der teure Sprit eine Raffinage?
Ich glaube mitte der Achtziger vertrat man noch die Meinung, daß man aus heimischer Steinkohle ab einem Spritpreis von 2,50 DM günstiger Öl produzieren könnte als die, wer auch immer. Nur die Gruben hat man subventioniert absaufen lassen. Nun sind wir bei knapp 2,80 DM! Und? Nix! Nur die Autos werden immer dicker.
geradeaus
15.07.2006, 00:17
Da muss ich als 1.50 Euro Jobberin eine ganze Stunde arbeiten,damit ich 1 lt.Benzin tanken kann um zu diesem Ausbeuter - Job zu fahren.
Betroffener
15.07.2006, 01:53
@Stupido,
vielleicht hätte ich besser von "raffinieren" schreiben sollen ?
Denn raffiniert ist die ganze Chose in allen Begrifflichkeiten des Wortes :-)
Aber "raffinagiert" ist mir fremd und läßt bei mir eher Assoziationen von "raffiniert agieren" bis "raffgierig" aufsteigen.
Bis sich unsere Politiker zur Kohleverflüssigung aufraffen und Biosprit wirklich anschieben, muss wohl noch etwas mehr passieren.
Auch ist die Kohleverflüssigung umweltpolitisch nicht so ganz unproblematisch. Aber wenn es kaum anderes gibt, wird sicher auch das egal.
StephanK
15.07.2006, 08:21
Bis sich unsere Politiker zur Kohleverflüssigung aufraffen und Biosprit wirklich anschieben, muss wohl noch etwas mehr passieren.
Auch ist die Kohleverflüssigung umweltpolitisch nicht so ganz unproblematisch. Aber wenn es kaum anderes gibt, wird sicher auch das egal.Mit der Umweltproblematik spielst Du wahrscheinlich auf die Sauereien an, die einige "volkseigene" Betriebe hinterlassen hatten, in denen das stattfand. Das lag aber vor allem an Schlendrian und daran, dass man nicht ordentlich in Umweltschutztechnik investieren wollte oder konnte.
Trotzdem ist Kohleverflüssigung keine Lösung, weil der Nutzungsgrad der in der Kohle steckenden Primärenergie per saldo auch bei modernen Technologien furchtbar schlecht ist.
Biosprit ist nicht schlecht, aber ein Mengenproblem. Wir können schlecht alle Getreideäcker auf Raps umstellen...
Wir denken alle nicht gern daran, aber diese hohe (oft unfreiwillige) Mobilität können wir uns nicht mehr lange leisten. Die hohen Ölpreise sind für die davon Betroffenen natürlich problematisch, aber langfristig gedacht sind sie gut, weil sie uns zeigen, dass es sich um ein knappes Gut handelt. Wir werden die Zeiten noch erleben, in denen man Öl nur noch als Rohstoff für die chemische Synthese verwenden wird, nicht mehr zum Verfeuern in Heizungen und Motoren - einfach weil es nur noch ganz wenig davon gibt.
Die Erdöllager bei Wilhelmshaven sind noch proppevoll mit Erdöl zum „alten“ Einkaufspreis. Die Wortspiele von stupido und Betroffener sind daher sehr zutreffend.
Wir werden die Zeiten noch erleben, in denen man Öl nur noch als Rohstoff für die chemische Synthese verwenden wird, nicht mehr zum Verfeuern in Heizungen und Motoren - einfach weil es nur noch ganz wenig davon gibt.
Und dann wird sich auch die seit Jahrzehnten verfehlte Verkehrspolitik rächen. Weg vom preiswerten öffentlichen Verkehr, hin zum teuren sog. Individualverkehr und zur Privatisierung des Bahnnetzes. Das lässt hoffen. :evil:
Wie hieß der Slogan: „Freie Fahrt für freie Bürger.“ ;-)
Betroffener
15.07.2006, 12:53
Auch wenn es ein Mengenproblem ist (und bleiben wird) wären alternative Treibstoffe immerhin eine Entlastung vom Öl.
Auch die bei der Erdgas- und Ölförderung und Bearbeitung als Abfallprodukte anfallenden Gase (die leider immer noch vielfach sinnlos in die Luft abgefackelt werden) lassen sich gut als Brenn- und Kraftstoff verwenden.
Stichwort: Propane und Butane = LPG = Flüssiggas als Heizgas und AutoGas.
Ich fahre seit gut einem Jahr damit.
Das ändert zwar erst mal kaum etwas an der Ölabhängigkeit - aber die energetischen Inhalte der Ressourcen Öl und Erdgas mitsamt den anfallenden Nebenprodukten werden ingesamt breiter ausgenutzt statt diese sinnlos durch verbrennen zu vernichten an der Bohrstelle und in der Raffinerie.
Dazu ein erheblich größerer Anteil Biosprit (aber nicht von extra abgeholzten südamerikanischen Urwäldern!) sondern regional gepflanzt, gezogen und verarbeitet, verstärkte Ausnutzung der Sonnenenergie zur Erwärmung von Häusern u.v.a könnten deutliche Entlastungen bringen.
Leider steht sich die Politik hier - auch durch betreiben der Wirtschaft - wie auch bei anderen Gelegenheiten massiv selber im Weg und wartet offensichtlich auf die große Krise, um erst dann schreiend neue Wege - und neue Reglementierungen - einzuleiten, statt dies sanft über zu leiten.
bei uns in konstanz steht der spritpteis bei 144,9
angeblich sind die israelis daran schuld.
bei uns im süden beginnen sie sommerferien.
beiden preisen werden wohl viele zuhause bleiben.
Betroffener
15.07.2006, 16:16
Schuld ist immer jemand anderes - es sind aber alles nur Vorwände.
In der Urlaubszeit wäre der Sprit eh teurer geworden und dank der Nahostkrise gibt es sogar einen Grund dazu.
Aber in der Realität dürften die Preise erst Anfang September steigen - wenn es dann überhaupt noch einen Grund geben sollte.
War in der Schweiz beim Tanken 116,1 € Liter Normal Benzin
Wer denkt noch „umweltpolitisch“ oder an knappe Resourcen? :sad:
Autos müßten ja nicht auf „veredelter“ Ölbasis durch die Gegend düsen. Auch der Trend vom 3 Liter-Verbrauch geht doch eher in die Richtung 3 Liter-Hubraum (oder mehr). Dazu kommt eine enorme Gewichtszunahme durch ABS und Co, aber auch durch Schnickschnack, wie DVD und so. Aber man braucht sein Wohnzimmer auf Rädern, koste es was es wolle.
Für Arbeitslose geht der Trend natürlich in Richtung Tretauto oder Ochsenkarren, was letztlich umweltpolitisch ein Sprung nach vorn ist, aber verkehrspolitisch ein Hemmschuh. :?
Meine Meinung ist, dass hier die Weltkonzerne dahinter stecken, die ihre Macht erweitern und absahnen wollen und sonst gar nix (und der einzelne Mensch, der kooperiert...- Stichwort Sachzwang).
1. Der 3Liter Lupo wurde eingestellt, da aufgrund der hohen Produktionspreise zu wenig Nachfrage bestand. Frage: Warum wurde von Seiten des Staates der Kauf dieses PKWs nicht massiv subventioniert, um ordnungspolitisch in Richtung geringerer Ölverbrauch zu lenken?
Warum wird für Autos über, sagen wir mal, 70-80 PS, nicht eine massive Luxussteuer erhoben? Sich mit 130-150 km/h fortzubewegen genügt auch! Ausser in der BRD geht es in der gesamten EU nicht schneller! Untersuchungen belegen, dass durch die Raserei nur mehr Benzin verbraucht wird und keinerlei Zeitgewnn besteht. Der Staat verblödet den Bürger massiv, indem er das Ego von persönlichkeitsdefizitären Menschen anstachelt ("freie Fahrt für freie Bürger"), anstatt angesichts des Ozonlochs mit Vernunft einzugreifen. Massenhypnose, sonst gar nix ("Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber"). Warum wird der öffentliche Nahverkehr nicht massiv subventioniert und das Geld dafür von den Protzkisten der Superreichen kassiert?
2. Was ist mit der Entwicklung der emissionsfreien Wasserstofftechnologie? Wird (garantiert!) verzögert, da die Abhängigkeit von den Konzernen endet, wenn jedes Haus autark mit Brennstoffzelle heizt und Autos mit Wasser betankt werden! Verarschung, sonst nichts! Auch für den Preis der Zertörung des globalen Gleichgewichts der Natur.
3. Jemandem schonmal aufgefallen, dass keine Ozonwerte mehr veröffentlicht werden? Tja, sonst müsste man Fahrverbote verhängen...
4. Wo bleiben massive Subventionen zum Ausbau der Solarenergie, die von der Industrie kassiert werden nach dem wahren Index der Verschmutzung des Planeten durch Emissionen? Solarstrom ist kostenlos, brigt also den Konzernen keine Einnahmen und damit keine Macht.
5. Meiner Meinung nach ist ein "Krieg" im Gange (wenn es überhaupt noch erlaubt ist sowas hier noch zu äußern, da 1968 ja lange vorbei ist und die orwellsche Gedankenkontrolle bereits seit einigen Jahren kafkaesk durchgreift), bei dem es um Kontrolle der Menschen via Medien geht.
Vor 20 Jahren habe ich noch über Amerika gelacht, wie es seine Bevölkerung systematisch verblödet...
6. Wer der Meinung ist, ich sei paranoid, möge mir bitte die Punkte 1-3 beantworten...
7. Was tun? Tja, was konnte man beispielsweise gegen den verordneten menschenschädigenden staatlichen Wahnsinn wie z. B. die Hexenverbrennungen oder die Sklaverei (sage mir keiner, der Vergleich hinkt - siehe die Vernichtung des Lebensraumes diverser Ureinwohner durch die Ölindustrie oder die Massentierhaltung - auch das sind fühlende Lebewesen / bitte informieren!) damals tun - relativ wenig, denn dann war man selber dran... Der Rufer in der Wüste wird nie gehört.
Der einzige Ansatz ist m. E. das eigene Verhalten, d. h. spazieren gehen, Fahrrad fahren, kein Fleisch essen und viele andere Dinge, die Emissionen reduzieren, so weit einem das möglich ist und man dazu bereit ist. Wenn alles zusammen gebrochen ist, werden die Überlebenden wieder sagen: "Wenn wir das gewusst hätten, warum hat niemand etwas dagegen getan, das darf nie wieder passieren" etc. pp). Die Menschheit lernt, wenn überhaupt, erst wenn es sehr weh tut. Dann kommt eine neue Lernaufgabe ...
P.S: Ich komme mir keineswegs irgendwie besser oder weiter vor und bin auch kein Belehrer in irgend einer Form, um entstehenden Mißverständnissen vorzubeugen. Auch ich bin bei diversen Dingen immer noch nicht bereit zu lernen, auch wenns schon sehr weh tut (Motto: "Wird schon irgendwie gutgehen").
Sollte nur eine Zustandsbeschreibung in etwa der Fakten und der zum Tagen kommenden Mechanismen sein, wie ich sie sehe...
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