alles-wird-gut
26.06.2005, 22:52
Hallo,
da ich bis jetzt kein Thema in den anderen Foren mit einem ähnlichen Sachverhalt gefunden habe, versuche ich es hier mal ... :-)
Vor ca. 6 Monaten bin ich das erste Mal über Euer Forum gestossen (leider aus damals "akut-aktuellen" Anlass, mehr dazu s.u.), dem ich an dieser Stelle mal ein wirklich großes Lob aussprechen möchte: Viele Fragen bzgl. Hartz IV / ALG II / Soz.Hilfe etc., lassen sich hier relativ gut wiederfinden und eine Antwort darauf ermöglichen. Ganz im Gegensatz zu vielen - sündhaft teuren... - "Broschüren" und sonstigem, die einem seitens der Institutionen etc. ausgehändigt werden. Also: Dickes Lob für Eure tolle Arbeit hier!!!! :Respekt:
Warum ich heute hier schreibe, hat folgenden Grund (und eine längere Vorgeschichte... *räusper*):
Ich bin alleinerziehende Mutter von 2 Rackern, war bis Juli 2004 Soz.-Hilfe-Empfänger, habe dann zum 01.07.04 einen Teilzeit-Job bekommen und - weil das Einkommen zu wenig war - einen Teil Soz.-Hilfe dazu bekommen. Doch leider habe ich dann immer mehr feststellen müssen, daß man in veränderten Arbeitsmarktsituationen nicht nur mit verschärfter erschwerter Bürokratie, sondern auch mit neuerdings wiederkehrenden Formen des Sklaventums zu kämpfen hat. Nachdem mein damaliger Arbeitgeber mich mit fast schon klassischem Mobbing "bedacht" hat (was mir Dummdussel erst jetzt aufgeht!), und ich mich psychisch mehr als überfordert mit der Situation wiederfand, habe ich zum 01.04.05 gekündigt.
Davor allerdings habe ich diese Seiten hier nach Tipps durchforstet und habe zumindest eine positive Erfahrung gemacht, die ich bis dato so noch nicht hatte: BEschäftigungsverhältnisse in Zeiten von Hartz IV zu haben, bedeutet, immer auch in Angst & Druck zu leben, bis zu einem gewissen Grad. ABER: "Bange machen gilt nicht!" - und erst recht "güldet" nicht, sich klein und ängstlich und minderwertig fühlen zu müssen aufgrund dieser Situation, sich aufgrund dessen auch in unguten (Arbeits-)Verhältnissen bewegen zu müssen, die mehr schaden, als nutzen!
DANKE!!!! nochmal an dieser Stelle an die Initiatoren und "Mitstreiter" dieser Foren!
Meine Angst, daß ich überhaupt kein Geld mehr bekommen würde, wenn ich dieses "Sklaventum" meinerseits beenden würde, wurde nur teilweise bestätigt: Ich schilderte der zuständigen ARGE (die seit Januar 2005 für mich zuständig ist) den Fall, und stellte am 15. März 05 Anspruch auf Leistungen nach Soz.-Hilfe.
Gott sei Lob und Dank!, erhielt ich bereits vor 3 Tagen den Bescheid (also gut & gerne 3 Monate nach Antragstellung...!), daß ich nun ... Euro erhalten würde.
Mittlerweile aber hatte ich auf Eigeninitiative hin wieder einen neuen Teilzeitjob bekommen, den ich bereits im Mai 05 antrat (ich war also gerade mal knappe 5 Wochen ohne Anstellung).
Aber: Auch hier bin ich nicht wirklich glücklich. Bereits nach 3 Wochen (also in der vertraglichen Probezeit von 6 Monaten) stellte mir mein Chef eine Art "Unfähigkeitszeugnis" aus, erklärt mir jeden Tag "dann sind Sie nicht effizient!", oder "...dann stell' ich gleich 'nen Studenten ein!" oder "... so geht das aber nicht!" - sprich: EIne unterschwellige Kündigungsdrohung steht irgendwie immer im Raum; und sei es auch nur, wenn ich einen "Fehler" mache, der nicht wirklich gravierend ist, sondern einfach nur "mangelnde ÜBung mit einem Thema" spiegelt.
Seitdem werden meine Leistungen ständig nur kritisiert seitens meines Arbeitgebers, ich habe den Eindruck (klassisch...) "Egal wie ich es mache - es ist sowieso verkehrt".
Und im Gegenzug wird aber weder im Vorhin eine wirklich genaue und nachvollziehbare Arbeitsanweisung gegeben. Schlimmer noch: Ich hatte von Anfang an das Gefühl, daß er nur jemanden gesucht hat, der ihm einen Berg Arbeit erstmal wegschafft, und er jetzt mittels "rausekeln" mich dazu bringt, daß ich lieber selber kündige....
Ich bin auch kurz davor, weil ich es nicht einsehe oder länger ertragen kann, mich mittlerweile jeden Tag zur Schnecke machen zu lassen (seit 2 Wochen mit Magengekrampfe heimgehen und mit Magengekrampfe hingehen ist irgendwie nicht schön...) für "Fehler", die ich noch nicht mal begangen habe, und nicht verhindern kann, bloss, weil ich gewisse Dinge nicht weiß / noch nicht so gut weiß, aufgrund der erst knapp 8-wöchigen "Betriebszugehörigkeit".
Dass der dazugehörige "Ton" der Kritik sozusagen "unter aller Kanone" ist, möchte ich nur nebenbei erwähnen....
Was mich noch ein wenig zurückhält, vom Kündigen, sind folgende Fragen:
Was passiert, wenn ich wieder selbst kündige?
Erhalte ich dann ALG II (oder sogar I ??) od. Soz.-Hilfe ?
Gibt es denn auch beim ALG II eine Art "Frist" ( wie z.B. diese "12 Monate in einem Rahmen von 3 Jahren" , die ja auch beim ALG I greift), um ALGII/Soz.-Hilfe zu erhalten ?
Oder falle ich aufgrund einer noch kleinen Zuzahlung (laut neuestem Bescheid von vor 3 Tagen) nur unter Soz.-Hilfe?
Ich weiß: Bisschen viel auf einmal, und alles auch irgendwie so "verzwickt-verquickt" miteinander. Dennoch würde ich mich sehr freuen, und bedanke mich schon mal vorab ganz herzlich, wenn sich jemand finden mag, der mir Antworten (gerne auch mit §-Links o.ä.) geben kann-mag. :-)
Ich wünsche euch allen einen hoffentlich guten Start in eine hoffentlich glücklich machende Woche!
da ich bis jetzt kein Thema in den anderen Foren mit einem ähnlichen Sachverhalt gefunden habe, versuche ich es hier mal ... :-)
Vor ca. 6 Monaten bin ich das erste Mal über Euer Forum gestossen (leider aus damals "akut-aktuellen" Anlass, mehr dazu s.u.), dem ich an dieser Stelle mal ein wirklich großes Lob aussprechen möchte: Viele Fragen bzgl. Hartz IV / ALG II / Soz.Hilfe etc., lassen sich hier relativ gut wiederfinden und eine Antwort darauf ermöglichen. Ganz im Gegensatz zu vielen - sündhaft teuren... - "Broschüren" und sonstigem, die einem seitens der Institutionen etc. ausgehändigt werden. Also: Dickes Lob für Eure tolle Arbeit hier!!!! :Respekt:
Warum ich heute hier schreibe, hat folgenden Grund (und eine längere Vorgeschichte... *räusper*):
Ich bin alleinerziehende Mutter von 2 Rackern, war bis Juli 2004 Soz.-Hilfe-Empfänger, habe dann zum 01.07.04 einen Teilzeit-Job bekommen und - weil das Einkommen zu wenig war - einen Teil Soz.-Hilfe dazu bekommen. Doch leider habe ich dann immer mehr feststellen müssen, daß man in veränderten Arbeitsmarktsituationen nicht nur mit verschärfter erschwerter Bürokratie, sondern auch mit neuerdings wiederkehrenden Formen des Sklaventums zu kämpfen hat. Nachdem mein damaliger Arbeitgeber mich mit fast schon klassischem Mobbing "bedacht" hat (was mir Dummdussel erst jetzt aufgeht!), und ich mich psychisch mehr als überfordert mit der Situation wiederfand, habe ich zum 01.04.05 gekündigt.
Davor allerdings habe ich diese Seiten hier nach Tipps durchforstet und habe zumindest eine positive Erfahrung gemacht, die ich bis dato so noch nicht hatte: BEschäftigungsverhältnisse in Zeiten von Hartz IV zu haben, bedeutet, immer auch in Angst & Druck zu leben, bis zu einem gewissen Grad. ABER: "Bange machen gilt nicht!" - und erst recht "güldet" nicht, sich klein und ängstlich und minderwertig fühlen zu müssen aufgrund dieser Situation, sich aufgrund dessen auch in unguten (Arbeits-)Verhältnissen bewegen zu müssen, die mehr schaden, als nutzen!
DANKE!!!! nochmal an dieser Stelle an die Initiatoren und "Mitstreiter" dieser Foren!
Meine Angst, daß ich überhaupt kein Geld mehr bekommen würde, wenn ich dieses "Sklaventum" meinerseits beenden würde, wurde nur teilweise bestätigt: Ich schilderte der zuständigen ARGE (die seit Januar 2005 für mich zuständig ist) den Fall, und stellte am 15. März 05 Anspruch auf Leistungen nach Soz.-Hilfe.
Gott sei Lob und Dank!, erhielt ich bereits vor 3 Tagen den Bescheid (also gut & gerne 3 Monate nach Antragstellung...!), daß ich nun ... Euro erhalten würde.
Mittlerweile aber hatte ich auf Eigeninitiative hin wieder einen neuen Teilzeitjob bekommen, den ich bereits im Mai 05 antrat (ich war also gerade mal knappe 5 Wochen ohne Anstellung).
Aber: Auch hier bin ich nicht wirklich glücklich. Bereits nach 3 Wochen (also in der vertraglichen Probezeit von 6 Monaten) stellte mir mein Chef eine Art "Unfähigkeitszeugnis" aus, erklärt mir jeden Tag "dann sind Sie nicht effizient!", oder "...dann stell' ich gleich 'nen Studenten ein!" oder "... so geht das aber nicht!" - sprich: EIne unterschwellige Kündigungsdrohung steht irgendwie immer im Raum; und sei es auch nur, wenn ich einen "Fehler" mache, der nicht wirklich gravierend ist, sondern einfach nur "mangelnde ÜBung mit einem Thema" spiegelt.
Seitdem werden meine Leistungen ständig nur kritisiert seitens meines Arbeitgebers, ich habe den Eindruck (klassisch...) "Egal wie ich es mache - es ist sowieso verkehrt".
Und im Gegenzug wird aber weder im Vorhin eine wirklich genaue und nachvollziehbare Arbeitsanweisung gegeben. Schlimmer noch: Ich hatte von Anfang an das Gefühl, daß er nur jemanden gesucht hat, der ihm einen Berg Arbeit erstmal wegschafft, und er jetzt mittels "rausekeln" mich dazu bringt, daß ich lieber selber kündige....
Ich bin auch kurz davor, weil ich es nicht einsehe oder länger ertragen kann, mich mittlerweile jeden Tag zur Schnecke machen zu lassen (seit 2 Wochen mit Magengekrampfe heimgehen und mit Magengekrampfe hingehen ist irgendwie nicht schön...) für "Fehler", die ich noch nicht mal begangen habe, und nicht verhindern kann, bloss, weil ich gewisse Dinge nicht weiß / noch nicht so gut weiß, aufgrund der erst knapp 8-wöchigen "Betriebszugehörigkeit".
Dass der dazugehörige "Ton" der Kritik sozusagen "unter aller Kanone" ist, möchte ich nur nebenbei erwähnen....
Was mich noch ein wenig zurückhält, vom Kündigen, sind folgende Fragen:
Was passiert, wenn ich wieder selbst kündige?
Erhalte ich dann ALG II (oder sogar I ??) od. Soz.-Hilfe ?
Gibt es denn auch beim ALG II eine Art "Frist" ( wie z.B. diese "12 Monate in einem Rahmen von 3 Jahren" , die ja auch beim ALG I greift), um ALGII/Soz.-Hilfe zu erhalten ?
Oder falle ich aufgrund einer noch kleinen Zuzahlung (laut neuestem Bescheid von vor 3 Tagen) nur unter Soz.-Hilfe?
Ich weiß: Bisschen viel auf einmal, und alles auch irgendwie so "verzwickt-verquickt" miteinander. Dennoch würde ich mich sehr freuen, und bedanke mich schon mal vorab ganz herzlich, wenn sich jemand finden mag, der mir Antworten (gerne auch mit §-Links o.ä.) geben kann-mag. :-)
Ich wünsche euch allen einen hoffentlich guten Start in eine hoffentlich glücklich machende Woche!