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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trotz Gehalt noch ein Freibetrag bei ALG II?


mitti
27.06.2005, 09:17
Hallo!
Ich habe ab 01.07. eine Stelle gefunden die auf 3 Monate befristet ist.
Mein netto Gehalt wird bei 700 Euro liegen. Steuerklasse I, also um die 1200 Euro brutto circa. wie man mir sagte.

Meine zukünftige Cheffin sagte, ich solle mich trotzdem beim AA erkundigen, da mir trotz des Gehaltes noch ein Freibetrag um die 170 Euro zusätzlich zustehen würde.
Sie hat mit einem Mitarbeiter des AA gesprochen und er meinte, dass sie selber noch nicht genau wissen würden wie das genau läuft. Von daher soll ich nochmal einen Termin bei Denen machen.
Ich bin aber sehr Amtsscheu und suche erstmal hier Hilfe damit ich einen Ansatzpunkt habe und nicht ganz Unwissend in das Gespräch gehen muss.

Weiss einer von euch Lieben etwas besser bescheid? Ich hab das nämlich nicht verstanden mit Hinzuverdienst und/oder Freibeträgen.

Über eine Antwort würde ich mich seeeeeehr freuen.
Vielen Dank!!

Betroffener
27.06.2005, 11:23
:welcome: mitti,

es wäre schön, wenn Du in Deinem Profil, den Wohnort ergänzen könntest.

Das ist wieder mal so eine Frage aufgrund von Auskünften von Leuten, die es eigentlich besser wissen müssten.

Du arbeitest vom 01.07.05 bis 30.09.05.

Was hier wahrscheinlich gemeint ist, ist die Erhöhung des nicht anzurechnenden Freibetrages für ALG II Empfänger, die ab dem 1. Oktober 2005 in Kraft tritt. BIs dahin gilt die alte Regelung:

Siehe auch hier: http://www.arbeitslosennetz.de/forum/viewtopic.php?p=25#25
Hier geht es zwar um Ein-Euro-JObs, aber die Anrechnungen sind identisch.

Dann sind Deine 3 Monate Arbeit eh gerade vorbei!

Weiterhin sollten bei einem Bruttoeinkommen von 1.200 € in etwa knapp 800 € übrig bleiben (nicht nur 700 €) - Ansatz: 35% Abzüge.

Frage: Hat man Dir Dein Nettogehalt angegeben oder Dein Bruttogehalt?

Mit all dem liegst Du wahrscheinlich über Deiner sogenannten Bedarfsgrenze von 345€ + Kosten der Unterkunft (von Kindern oder anderem Mehrbedarf hattest Du nichts geschrieben)

Allenfalls wenn Du hohe Absetzbeträge hast: Werbungskosten (lange Fahrtstrecken usw.) könnte hier ein Nachrechnen lohnen (allerdings ist das dann überwiegend steuerlich und führt bei einer Rückzahlung im nächsten Jahr wieder zur Absenkung von ALG II als Einkommen (wenn es die Bagatellgrenze von 50 € für Einmalzahlungen nicht übersteigt)

mitti
28.06.2005, 11:23
Hallo Betroffener!
Danke für die Antwort. Auf mein Profil hab ich ehrlich gesagt noch nie geschaut. Aber ok, vielleicht änder ich das noch gleich.
(Hat deine Spargelzone ne eigene PLZ? ;-) )
Hm. Ich hab mich ohnehin schon immer gewundert wo der Unterschied ist zwischen endlich nicht mehr arbeitslos und sie arbeiten wieder aber kriegen noch hartz IV. Also bekommt man den Zuschuss nur, wenn man sowas wie nen Minijob/1€ Job hat, also quasi nur diese 165 Euro Geschichten.
Ich würde quasi mit meinem Gehalt schon aus der Arbeitslosigkeit rausfallen, wenn ich das richtig verstehe...
Mit Zuschuss iss da nix. Also brauch ich mich auch nicht mehr um ein Beratungsgespräch zu kümmern um das erklärt zu kriegen. OK.


was das Gehalt angeht:
Ich habe mir eine Liste ausgedruckt wo Brutto/Netto Verhältnis verglichen wird. Du hast vollkommen recht, bei 700 netto bekäme ich ca. 900 Brutto.
Meine zukünftige Cheffin meint aber, dass sie mit ihrem Steuerberater irgendwas um 1200 raus hat, von wegen Lohnnebenkosten usw.
Ich selbst hab gesagt um irgendwie überleben zu können bräuchte ich eigentlich 800 Euro netto, 700 Euro gingen zur Not auch noch.
Also haben wir uns auf ein NETTO von 700 Euro Gehalt geeinigt.
Ich werde warscheinlich erst auf der Lohnabrechnung sehen wie viel das wirklich werden.
Aber verstanden hab ich die Aussage meiner Cheffin auch nicht.
Ich hoffe noch darauf, dass mein Brutto-Netto-Ausdruck richtig ist und ich im ersten Monat evtl. doch 800 Euro rauskriege.*hihihi* Aber wir werden sehen.

Heute hab ich die Veränderungsmitteilung eingeworfen. Weiss aber nicht, ob da meine persönlichen Daten draufstehen.
Ich bin aber auch doof!

Bis zur nächsten Frage,
Mitti

Betroffener
28.06.2005, 12:44
Hallo Mitti,

Hallo Betroffener!
Danke für die Antwort. Auf mein Profil hab ich ehrlich gesagt noch nie geschaut. Aber ok, vielleicht änder ich das noch gleich.
(Hat deine Spargelzone ne eigene PLZ? ;-) )
Das Land Brandenburg ist das Land Brandenburg :engel:

was das Gehalt angeht:
Ich habe mir eine Liste ausgedruckt wo Brutto/Netto Verhältnis verglichen wird. Du hast vollkommen recht, bei 700 netto bekäme ich ca. 900 Brutto.
Meine zukünftige Cheffin meint aber, dass sie mit ihrem Steuerberater irgendwas um 1200 raus hat, von wegen Lohnnebenkosten usw.
Ich selbst hab gesagt um irgendwie überleben zu können bräuchte ich eigentlich 800 Euro netto, 700 Euro gingen zur Not auch noch.
Also haben wir uns auf ein NETTO von 700 Euro Gehalt geeinigt.
Ich werde warscheinlich erst auf der Lohnabrechnung sehen wie viel das wirklich werden.
Aber verstanden hab ich die Aussage meiner Cheffin auch nicht.
Ich hoffe noch darauf, dass mein Brutto-Netto-Ausdruck richtig ist und ich im ersten Monat evtl. doch 800 Euro rauskriege.*hihihi* Aber wir werden sehen.
Die Dir angegebenen ca. 1200 Euro sind das, was Du Deine Chefin wirklich kostest.
Der Arbeitgeber bezahlt (zur Zeit noch) die gleichen Anteile für die Sozialversicherungen wie Du. Da erscheint mir allerdings die Differenz von 900 zu 700 Euro (inkl. Deiner Steuern) im Gegensatz von 900 zu 1200 Euro auf der Arbeitgeberseite etwas heftig verschoben zu sein.
Da dürfte also was nicht stimmen - wahrscheinlich hat sie das verbal gut aufgerundet.

Heute hab ich die Veränderungsmitteilung eingeworfen. Weiss aber nicht, ob da meine persönlichen Daten draufstehen.
Ich bin aber auch doof!
Als höflicher Mensch widerstrebt es mir, Dir da zu widersprechen :patsch:

Da Du dann wahrscheinlich auch keine Kopie von gemacht hast, würde ich das ganze nochmal und dann richtig machen inkl. Kopie und mir auch die Abgabe auf der Kopie bestätigen lassen.

So long und viel Erfolg im neuen Job.