PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage nach möglichen Sanktionen


Dune_Lord
24.05.2008, 11:31
Erst einmal ein Hallo in die Runde!

Falls ich hier in der falschen Rubrik bin, bitte ich darum, meine Frage zu verschieben.
Jetzt aber zum Thema: Ich bin seit zwei Wochen über eine Zeitarbeitsfirma - nennen wir sie X - bei einem großen Versandhandel - den ich mal Y nenne - tätig. Als Call Center Agent für Bestellannahme und Kundenservice. Vorher hatte ich ALG 2 bezogen. So weit, so gut. Alles kein Problem. Bis gestern zumindest, denn da wurde meinen Kollegen und mir (wir sind 7 und sozusagen die Neuen) eröffnet, daß wir ab Montag den Kunden bei der Bestellung oder der Serviceanfrage noch ein Gewinnspielabo verkaufen sollen. Dabei, so wurde uns mitgeteilt, sollten wir unser Augenmerk verstärkt aus ältere Menschen richten. Schon klar, leichter zu beeinflussen und so...
Wir wurden geschult (gestern), genau solche Fragen zu stellen, die dem Kunden am Ende nur noch eine Antwort offen lassen: 'Ja, ich mach das mal.'
Daraufhin äußerten wir mehrfach unsere Bedenken und die Absicht, dieses Produkt nicht anzubieten. was von dem Schulungsleiter abgewiegelt bzw. nicht beachtet wurde.
Nun meine Frage: Mit welchen Sanktionen des Jobcenters müßte ich rechnen
wenn ich bei meinem 'Nein' bleibe und dieses Abo nicht anbiete? Im Prinzip ist es ja Arbeitsverweigerung (wenn auch nur zum Teil, die Bestellannahme und den Service mache ich ja trotzdem) und dieses hat ja die Kündigung zur Folge?
Oder, als zweite Möglichkeit: Womit müßte ich rechnen, wenn ich am Montag meine Kündigung auf den Tisch lege? Ist in diesem Fall - ich bin ja in der Probezeit - eine Sperrfrist unvermeidbar?
Für Hinweise oder auch Links zu entsprechenden Seiten bin ich sehr dankbar.

P. S. Ich habe nichts gegen das Gewinnspielabo als solches, nur gegen die Verkaufsmethoden. Wenn der Kunde danach fragt, bekommt er es auch. Überhaupt kein Problem. Es geht einzig und allein um die Tatsache des aktiven Anbietens und um die Tatsache, daß dieses Produkt bevorzugt älteren - und damit auch leichter zu beinflussenden - Menschen angeboten werden soll.

Es ist jetzt leider etwas länger geworden als geplant. Ich hoffe, ich habe euch mit meinem Text nicht zu sehr ermüdet und ihr könnt mir irgendwie weiterhelfen.
Vielen Dank schon mal im Voraus.

restart
24.05.2008, 12:06
Hallo Dune_Lord,

hast du dich mal an deine Zeitarbeitsfirma gewandt, ob sie dich nicht woanders einsetzen können?

Über die Aufforderung zum unseriösen Verkauf der Abo's müsstest du dir Beweise besorgen. Zum anderen, wenn du einfach deine Arbeit machst und keine Abschlüsse kommen, dann könnte dir keiner an Bein .... Du wirst dann nur ggf. gekündigt. Ich glaube kaum, dass sie in die Kündigung schreiben: "Er weigerte sich älteren Damen ein Gewinnspielabo zu verkaufen". :confused:

Dune_Lord
24.05.2008, 12:40
Hallo Dune_Lord,

hast du dich mal an deine Zeitarbeitsfirma gewandt, ob sie dich nicht woanders einsetzen können?

Über die Aufforderung zum unseriösen Verkauf der Abo's müsstest du dir Beweise besorgen. Zum anderen, wenn du einfach deine Arbeit machst und keine Abschlüsse kommen, dann könnte dir keiner an Bein .... Du wirst dann nur ggf. gekündigt. Ich glaube kaum, dass sie in die Kündigung schreiben: "Er weigerte sich älteren Damen ein Gewinnspielabo zu verkaufen". :confused:

Genau das ist mein Plan. Ich biete den Kram einfach nicht an und fertig. Mal sehen was passiert.
Mit der Zeitarbeitsfirma rede ich am Montag persönlich. Im Augenblick - am Wochenende ist da ja keiner - habe ich nur eine E-Mail geschickt.
Tja, die Beweise. Die Schulungsunterlagen sind im Grunde ziemlich harmlos, eben der übliche Kram. So nach dem Motto 'positive Grundstimmung beim Kunden schaffen' und dieses Zeug. Alles andere, also auch die Passage mit der alten Oma und die "richtigen" Fragen, existiert nur mündlich bzw. in meinen Aufzeichnungen. Da wird es mit dem Beweisen schwierig.

Jedenfalls erst einmal Danke für deine Antwort. Das baut mich wieder etwas auf. Am Montag rede ich, wie gesagt, mit der Zeitarbeitsfirma und dann sehe ich weiter.
Ist halt nur seltsam, daß ein großes Versandhaus zu solchen Methoden greift. Ich dachte bisher, die hätten einen Ruf zu verlieren. Es kann natürlich auch nach dem Motto ablaufen: "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert."
Sonst macht die Arbeit sogar richtig Spaß und die Kollegen sind auch in Ordnung. Also alles so, wie man es sich wünscht. Das Gehalt könnte höher sein, aber das ist ja immer so:)