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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eigenkündigung aus psychischen Gründen


Jana1977
26.05.2008, 21:42
Hallo liebe Forums-Mitglieder,

bestimmt bin ich nicht die erste mit diesem Thema, aber bisher habe ich die "richtigen" Antworten für meine Situation einfach nicht gefunden (ich hoffe auch, mein Beitrag ist im richtigen Unterforum!). Mir geht es mittlerweile in meinem aktuellen Job überhaupt nicht mehr gut. Ich bin psychisch (und sogar physisch) stark angeschlagen und habe das auch bereits von "offizieller" Seite bestätigt bekommen (u.a. Arzt).

Ich habe nun beschlossen, bei meinem jetzigen Arbeitgeber zu kündigen, will aber auf keinen Fall einen Fehler machen. Vielleicht kann mir ja jemand bei meinen Fragen weiterhelfen:

1. Ich habe länger mit meinem Hausarzt gesprochen und er wird mir die
psychischen und physischen Probleme bestätigen. Reicht das aus um etwaige Sperrzeiten zu umgehen? Wie detailliert muss das Arztschreiben denn ausfallen (reicht hier eine allgemeine Aussage oder müssen die Probleme genau umschrieben werden)?

2. muss das Schreiben vom Arzt in diesem Fall "Attest" heißen oder einfach nur "Empfehlungsschreiben" oder "ärztlicher Bericht"?

3. Ich würde gerne eine Weiterbildung/Qualifizierungsmaßnahme machen und mir in einem anderen Bereich eine neue Tätigkeit suchen. Kann es sein, dass mich das Arbeitsamt bei der Weiterbildung bzw. der Vermittlung nicht unterstützt, da ich aufgrund meiner Erkrankung dort als vorübergehend nicht vermittelbar gelte (auch wenn es ein anderer als mein jetziger Bereich ist)?

4. Einen Tag nach dem Arztbesuch habe ich vor, meine Kündigung bei der Firma einzureichen. Tags darauf würde ich das Arbeitsamt aufsuchen und den Fragebogen zur Selbstkündigung ausfüllen. Wäre es sinnvoll, mit einem Arzt vom Arbeitsamt vorher zu sprechen oder ist mein Hausarzt, der mich seit Jahren kennt, ausreichend?

Vielen lieben Dank für Eure Hilfe!!! :confused:

Jana

Codeman
27.05.2008, 11:52
Hallo Jana,

1. Ich habe länger mit meinem Hausarzt gesprochen und er wird mir die
psychischen und physischen Probleme bestätigen. Reicht das aus um etwaige Sperrzeiten zu umgehen? Wie detailliert muss das Arztschreiben denn ausfallen (reicht hier eine allgemeine Aussage oder müssen die Probleme genau umschrieben werden)?

Ich würde sagen ein einfaches Attest (damit haben wir auch gleich deine zweite Frage beantwortet ; siehst du so schnell geht das :wink: ) wo drauf steht,dass der Arzt es befürwortet wenn du dort aufhörst auf grund deiner gesundheitlichen Probleme , dürfte ausreichend sein.
Wenn die Agentur f. Arbeit weitere Info´s haben will,können sie sich ja die Unterlagen ,nach vorheriger Schweigepflichtsentbindung von dir,bei deinen Hausarzt anfordern.

3. Ich würde gerne eine Weiterbildung/Qualifizierungsmaßnahme machen und mir in einem anderen Bereich eine neue Tätigkeit suchen. Kann es sein, dass mich das Arbeitsamt bei der Weiterbildung bzw. der Vermittlung nicht unterstützt, da ich aufgrund meiner Erkrankung dort als vorübergehend nicht vermittelbar gelte (auch wenn es ein anderer als mein jetziger Bereich ist)?

Wenn du zur Zeit nicht vermittelbar bist,dann wird das Arbeitsamt gar keine Möglichkeiten haben,dich in eine Weiterbildung unterzubringen.Es wird wohl besser sein,wenn du dich erstmal auskuriert hast und dann dort mit den Leuten darüber sprichst

4. Einen Tag nach dem Arztbesuch habe ich vor, meine Kündigung bei der Firma einzureichen. Tags darauf würde ich das Arbeitsamt aufsuchen und den Fragebogen zur Selbstkündigung ausfüllen. Wäre es sinnvoll, mit einem Arzt vom Arbeitsamt vorher zu sprechen oder ist mein Hausarzt, der mich seit Jahren kennt, ausreichend?

Es ist ausreichend dieses Protokoll mit deinen Hausarzt zusammen aufzufüllen.Idealerweise legt ihr noch sein ärztliches Statement mit bei.

Mfg
Codeman