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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : SPD lobt Schröder für Arbeitsmarktreformen


ALN - Robot
03.08.2006, 10:42
http://www.netzeitung.de/image/nz-print.gif (http://www.netzeitung.de)

Die zurückgehenden Zahlen Arbeitsloser in Deutschland seien ein Verdienst Gerhard Schröders, sagen SPD-Politiker. Nicht die Union, sondern er habe als Kanzler die richtigen Reformen eingeleitet.

Der Artikel zur Meldung hier... (http://www.netzeitung.de/deutschland/429515.html)

StephanK
03.08.2006, 11:25
Der Sozialdemokratie ist ja wirklich nix mehr peinlich... :shock:

efge
03.08.2006, 11:45
Das nennt man auch Dachschaden! :-)

Oh, SPD, wie tief kann man noch sinken?

DrByte
03.08.2006, 12:07
Ja und vermutlich bekommt sein Busenfreund Peter Hartz bald das Bundesverdienstkreuz für seine genialen Hartz-Gesetze. Falls er sich nicht gerade wieder um seine Nutten kümmern muss.

Also ein dreifaches Hoch an die Hartz-Parteien, wir sind alle Stolz auf die Hartz-Agenda.

Trish
03.08.2006, 12:31
Vielleicht wurde ja die Legalisierung von "weichen Drogen", die von den Grünen gefordert wurde, SPD-Intern durchgeführt? :lol:

StephanK
03.08.2006, 12:59
Schreibst Du von Soft Political Drugs? :engel:
Auch wenn man meinen könnte, dass etliche Spezialdemokraten ständig stoned herumlaufen, ist nach meiner Menung an deren Politik leider überhaupt nix "soft", sondern es wird überwiegend knallharte Politik zugunsten der Konzerne gemacht... :shock:

Trish
03.08.2006, 13:28
Schreibst Du von Soft Political Drugs? :engel:


LOL
Geil kombiniert :Respekt:

Betroffener
03.08.2006, 18:04
Fakt ist jedenfalls, dass weder irgendeine Politik noch irgendein Reförmchen zu irgendwas zu dieser Vebesserung geführt hat - sondern dass das eher trotzdem geschieht.

Warten wir 2007 ab.

Egal, wer sich aus der Politik eines Erfolges zum "Aufschwüngchen" rühmt - er/sie verbreitet Lügen.

In diesem Zusammenhang sicher interessant, was auf den NachDenkSeiten von Albrecht Müller und Wolfgang Lieb zum Thema zu finden ist (es geht nicht ums "schlechtreden" - jeder wäre froh, wenn es wieder aufwärts ginge - aber die Zahlen müssen korrekt bewertet werden):

Arbeitsmarktzahlen im Juli: Kein Anlass zum Jubel – der Milliardenüberschuss der Bundesagentur ein Zeichen der Ohnmacht (http://www.nachdenkseiten.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=5&idart=1996)
Mit 4,386 Millionen registrierten Arbeitslosen weisen die „aktualisierten“ Datenbestände im Juli 12.000 Arbeitslose weniger als im Vormonat und 451.000 weniger als im Juli vorigen Jahres aus. Die Arbeitslosenquote betrug 10,5 Prozent. Im Mai habe es voraussichtlich 26,23 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gegeben - 54.000 mehr als im Jahr davor. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der arbeitslosen Hartz-IV-Empfänger um 39.000, dazu trugen die Ein-Euro-Jobs bei. In solchen „Arbeitsgelegenheiten“ waren laut BA im Juni etwa 300.000 Arbeitslosengeld-II-Bezieher beschäftigt, die dadurch nicht mehr als arbeitslos gezählt werden - 80.000 mehr als vor einem Jahr.
Zahlen, die offenbar für die meisten Medien Anlass zum Jubel sind. Die Schattenseiten werden ausgeblendet. (WL - Wolfgang Lieb - NachDenkSeiten)

Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise sprach von einer „Wende zum Besseren“. „Arbeitsmarkt überrascht im Juli positiv“ meldet Reuters. „Die konjunkturelle Erholung erreicht den Arbeitsmarkt“ titelt die FAZ. „Anlass zu Optimismus“ sehen die FinanzNachrichten oder „Die Trendwende ist erreicht“ jubelt der SPIEGEL. Auch wir freuen uns für jeden der 12.000 Arbeitslosen, die um Juli einen Job gefunden haben. Zum Jubel sehen wir jedoch keinen Anlass. Joachim Jahnke (http://www.jjahnke.net/rundbr12.html#arbeit) hat die Zahlen genauer angesehen und sieht noch viele Schattenseiten:

Die Zahl der der versicherungspflichtig Beschäftigten stagniert bei +0,2 % und das sind immer noch 221.000 weniger als vor zwei Jahren, so dass sich der Abbau an Arbeitslosigkeit bisher weitgehend in zusätzlichen Mini- und 1-Euro-Jobs erschöpft.
Die Zahl der älteren Arbeitslosen über 50 Jahre ist nur unterdurchschnittlich um 6,1 % zurückgegangen.
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt mit 42,9 % aller Arbeitslosen oder rund 1,9 Millionen immer noch um fast 9 % über dem Vorjahreswert.
300.000 Menschen befinden sich in so genannten Arbeitsgelegenheiten oder 1-Euro-Jobs, die die Arbeitslosenstatistik künstlich niedriger halten. Deren Zahl ist fast 70 % höher als vor einem Jahr. Zählt man sie zu den Arbeitslosen, so wären diese nur um 3,8 % statt 9,3 % weniger geworden.
Die Lehrstellenlücke dürfte Ende September noch etwas größer sein als im vergangenen Jahr.

Angesichts dieser ernüchternden Tatsachen, ist es gerade keine „gute Nachricht“, wie der SPIEGEL (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,429561,00.html) meint, dass bei der Bundesagentur bis Ende Juli ein Überschuss von 5,29 Milliarden Euro auflief. Es ist eher ein Zeichen ihrer Ohnmacht.
Arbeitsminister Müntefering hat Recht: "Im Juli 2006 gibt es am Arbeitsmarkt nichts zu feiern."
Quelle: NachDenkSeiten (http://www.nachdenkseiten.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=5&idart=1996)