Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hartz-IV: Söder will Urlaub für Arbeitslose streichen
ALN - Robot
03.08.2006, 18:43
CSU-Generalsekretär Markus Söder hat weitergehende Reformen am Arbeitsmarkt gefordert.
Er sprach sich unter anderem dafür aus, den Hartz-IV-Empfängern den Urlaub zu streichen.
Berlin -
"So gibt es heute einen dreiwöchigen Urlaubsanspruch für ALG II-Empfänger. Das kann nicht sein",
sagte Söder der "B.Z.".
Zudem sollten "jugendliche Migranten, die keine Stelle finden, weil sie nicht Deutsch lernen wollen, künftig verpflichtend in Sprachkurse gehen".
Wer das verweigere, könne nicht mehr mit den vollen Sozialleistungen rechnen.
Der Artikel zur Meldung hier... (http://www.zeit.de/news/artikel/2006/08/03/69769.xml)
In den 2 Aussagen kann ich dem Herrn "Politiker" mal Recht geben. Für mich ist es auch unklar warum ein Arbeitsloser einen mehrwöchigen Urlaubsanspruch braucht und mit wie man es sich als in Deutschland lebender Ausländer leisten darf die deutsche Sprache nicht zu lernen.
HAllo Zusammen,
jeder Mensch hat einen Urlaubsanspruch unabhängig davon ob arbeitslos oder arbeitend, denn jeder Mensch hat ein Anrecht auf Entspannung und Erholung.
Übrigens zweite Klasse sind wir schon, aber (noch)nicht rechtlos!
Meine Meinung!
MfG
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HAllo Zusammen,
jeder Mensch hat einen Urlaubsanspruch unabhängig davon ob arbeitslos oder arbeitend, denn jeder Mensch hat ein Anrecht auf Entspannung und Erholung.
Übrigens zweite Klasse sind wir schon, aber (noch)nicht rechtlos!
Meine Meinung!
MfG
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Aha, dann frage ich dich wo mein Urlaubsansruch ist? Ich bin selbständig, habe eine Firma mit mehreren Büros und Angestellten und kann es mir trotzdem, sowohl auch zeitichen als auch aus ökonomischen Gründen, nicht leisten in Urlaub zu gehen... Und das obwohl ich meist über 12 Stunden am Tag arbeite, auch Samstags und meist am Sonntag.
Es hat auch niemand gesagt, daß Arbeitslose rechtlos bzw. zweiter Klasse sind... Aber auch du solltest den Sinn für die Realität bewahren. :shock:
...aus zeitlichen...
SORRY :oops:
Hallo AMüller,
meine Meinung ist meine Meinung, und meine Meinung ist es auch wenn ein Selbständiger es nicht schafft sich Zeit für einen Urlaub rauszuschaufeln, oder für eine passende Vertetung in dieser Zeit sorgen kann dann ist es sein persönliches Pech.
und das ist meine Meinung und die kann von Deiner Meinung abweichen.
MfG
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Für mich ist es auch unklar warum ein Arbeitsloser einen mehrwöchigen Urlaubsanspruch braucht ...
Vielleicht ein kurzes aber anschauliches Beispiel:
Sicher ist es mir, als "Arbeitslosem", klar, dass ich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen sollte - keine Frage, dass ich dies auch will.
Nun gibt es aber z.B. familiäre Situationen, die eine Abwesenheit vom Wohnort unabdingbar werden lassen ... und da ließe ich mir auch von keinem "Fallmanager" der Welt hineinreden.
Gegenwärtige Praxis der ARGEn sieht dann so aus, dass man als Belohnung für seinen Familiensinn sofort sanktioniert, d.h. finanziell bestraft wird. Das Wunschdenken der ARGEn sieht da teilweise so aus, dass man auch zu geschäftsunüblichen Zeiten für eine Bewerbung auf der Matte zu stehen hat.
Ich denke, eine Selbständigkeit, bei der man eventuell schon vor Jahren den Schlussstrich mit der Familie gezogen hat, ist hier in keinster Weise zu vergleichen.
Wir reden ja auch nicht unbedingt von "Urlaub", wo man sech Wochen am Strand in der Karibik liegt ... sondern eben davon, dass man auch als alleinstehender Arbeitsloser sich gerne mal ein paar Tage (vielleicht zu Weihnachten) zusammen mit dem Rest der Familie den Bauch voll schlägt ... und wer dafür kein Verständnis hat, dem ist vermutlich nicht mehr zu helfen.
Schöne Grüße.
Ich denke auch am Urlaubsanspruch sollte nicht geknabbert werden. Für mich wären sonst keine Familienbesuche mehr drin. Knapp 800 Kilometer bis 1000 Km trennen meine Frau und mich von unseren Verwandten und die schafft man nicht an einem Wochenende!
Das
weil sie nicht Deutsch lernen wollen werte ich mal als gezielte Unterstellung und Verallgemeinerung.
Hallo Stupido,
Zitat:
weil sie nicht Deutsch lernen wollen
werte ich mal als gezielte Unterstellung und Verallgemeinerung
Recht hast Du!
MfG
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Das Thema „Urlaubsanspruch für Arbeitslose“ hat GofX anschaulich beschrieben und ich kann auch nur hinzufügen, dass ich diesen „Urlaub“ nutze um Freunde und Verwandte zu besuchen. Vorausgesetzt, dass ich eine kostenlose oder günstige Mitfahrgelegenheit bekomme.
Aber auch du solltest den Sinn für die Realität bewahren.
Ich bin mir sicher, dass der Großteil der Arbeitslosen und Geringverdiener dies tut, denn was bleibt ihnen sonst übrig? Über den Schatten des Abgrunds springen bzw. das ALG II oder ergänzendes ALG II in den nächsten Konsumtempel schleppen und sofort verplempern?
Es tut mir leid, wenn Du aufgrund Deiner beruflichen Situation anscheinend nicht in der Lage bist einen Urlaub zu machen bzw. zu finanzieren. Ich kenne in meinem Bekanntenkreis jedoch etliche Selbstständige die dies trotz allem können.
Unabhängig ob beschäftigt, selbstständig oder arbeitslos halte ich eine „Auszeit“ vom ganzen Driss des täglichen Ungemachs auch für zwingend erforderlich. Ob zuhause, im Kreis der Familie oder (wer es sich leisten kann und über Umweltthematik wenig nachdenkt) auch in der Karibik.
Hier jedoch einen Schauplatz zum Thema Sozialneid aufzubauen, halte ich für kontraproduktiv, denn es gibt weder etwas zu „neiden“, noch können wir ernsthaft über „sozial“ reden.
Betroffener
03.08.2006, 21:19
Der gute Herr Söder weiß es ganz genau:
Es gibt keinen Urlaubsanspruch!
Was er da abläßt in der B**d ist nur populistisches Stammtischgequatsche.
Es gibt einzig die Regelung, dass auf Antrag der Zwang zur ortsnahen Verfügbarkeit temporär aufgehoben wird.
Urlaubsanspruch ist etwas ganz anderes - aber so wird halt Politik gemacht.
In dem ganzen Tumult rund um Hartz IV gerät in der Tat etwas in Vergessenheit: Die „Angemessenheit“ und die „Kann-Bestimmung“.
Beispiel: Das SGB II sieht die Übernahme für „angemessene“ Kosten der Unterkunft vor. Wie hoch diese „angemessenen“ Kosten sind legt jedoch jede Kommune oder Landkreis für sich selbst fest. Und dabei müssen die Betroffenen noch höllisch aufpassen, ob sie (und hier jetzt nur exemplarisch) nach der linken oder rechten Spalte der Wohngeldtabelle eingestuft werden. Da hilft dann nur ein Widerspruch und als nächster Schritt ein „Gang“ vor das Sozialgericht.
Ein „Urlaub“ kann gewährt werden, und dabei „spielen“ viele Faktoren eine Rolle, u.a. der Beginn der Arbeitslosigkeit/Bedürftigkeit oder „einfach“ nur die „Einsicht“ des Fallmanagers. Wie geschrieben, es kann, muss aber nicht.
So kann dann ein Besuch bei Verwandten/Freunden zum „Gang nach Kanossa“ werden.
Stimmt! Von Urlaub ist eigentlich nicht die Rede. Genehmigungspflichtige Ortsabwesenheit wäre sicherlich treffender und läßt auch keine Erwartungen aufkeimen, a la Karibik. 8)
Betroffener
04.08.2006, 11:21
In der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 04.08.06 wird der Herr Söder sogar so zitiert, dass es einen drei-monatigen Urlaubsanspruch gäbe.
Fangen die jetzt alle an zu spinnen?
StephanK
04.08.2006, 11:38
Wenn man nur polemisieren und Stimmung machen will, hält man sich doch nicht lange mit der Wahrheit auf oder gar mit so "bürokratischen Hemmnissen" wie einem Blick in's Gesetz... :kotz:
Hallo AMüller,
DU schriebst:
Aber auch du solltest den Sinn für die Realität bewahren.
_________________
- ich denke gerade den Sinn für Realität habe ich mir sehr wohl erhalten, und deshalb den von Dir gemachten Ausspruch in meiner ersten Antwort nicht kommentiert.
Realität bei Selbständigkeit ist das es sich hierbei um eine Tätigkeit handelt die aus intrinsischen Willen heraus gemacht wird, die man also auch so will. Ableitend ist hieraus zu folgern daß der nicht mögliche Urlaub eines Selbständigen, aus dem eigenem Unvermögen heraus entsteht sich selber diesen zu verschaffen.
Realität ist dies bei Angestelltenverhältnissen eher nicht, denn hier wird eher von extrinsischer Motivation gesprochen, nämlich einzig dazu dienend was auf dem Brot und noch etwas Geld für LuxusGüter übrig zu haben, und evtl. einmal im Jahr in Urlaub fahren zu können. Auch dient dieser Urlaub dazu mal einen freien Kopf haben zu können und sich mit der Familie, wenn man denn eine hat, zu beschäftigen.
Realität bei Arbeistslosen ist das es sich hierbei meist um Menschen handelt deren intrinsche Motivation es ist eine gute Arbeitstelle zu bekommen, die sich häufig bewerben, und noch häufiger von den Betrieben wegen obskurer Gründe oder unhaltbaren Einstellungsvoraussetzungen eine Absage bekommen.
Dazu kommt der wachsende psychische Druck, der meist, mit der immer länger werdenden Zeit der Arbeitslosigkeit, und dem Unvermögen der Politik anwächst.
-also ich finde auch Arbeitslose können sagen wir bewerben uns, wir haben Stress, dann haben wir auch Urlaubsanspruch.
(- Urlaubsanspruch den es so ja gar nicht gibt)
MfG
border
Wer is Söder, Harz4 is doch immer gut damit ein noname Politiker in die presse kommt wegen Sinnlosen Gestammel
Und es hat doch nur ein Ziel so zu tun als wenn alle Arbeitslosen ein geiles leben führen und rum zu lügen und der Welt falsche Tatsachen vorspiegeln
Oder hab ihr mal folgende Nachricht gelesen
Söder gibt bekannt ich brauche keine steuern zahlen weil ich armer Politker bin, weiterhin gibt Söder bekannt das er weil er ja ach so hart arbeitet nach wenigen jahren vollen Anspruch auf Rente hat
Das hat doch alles nur einen Sinn den leuten mt arbeit ein falsches bild zu vermitteln
Tommi NRW
04.08.2006, 22:15
Border schrieb folgendes:
Realität bei Selbständigkeit ist das es sich hierbei um eine Tätigkeit handelt die aus intrinsischen Willen heraus gemacht wird, die man also auch so will. Ableitend ist hieraus zu folgern daß der nicht mögliche Urlaub eines Selbständigen, aus dem eigenem Unvermögen heraus entsteht sich selber diesen zu verschaffen.
Realität ist dies bei Angestelltenverhältnissen eher nicht, denn hier wird eher von extrinsischer Motivation gesprochen, nämlich einzig dazu dienend was auf dem Brot und noch etwas Geld für LuxusGüter übrig zu haben, und evtl. einmal im Jahr in Urlaub fahren zu können. Auch dient dieser Urlaub dazu mal einen freien Kopf haben zu können und sich mit der Familie, wenn man denn eine hat, zu beschäftigen.
Realität bei Arbeistslosen ist das es sich hierbei meist um Menschen handelt deren intrinsche Motivation es ist eine gute Arbeitstelle zu bekommen, die sich häufig bewerben, und noch häufiger von den Betrieben wegen obskurer Gründe oder unhaltbaren Einstellungsvoraussetzungen eine Absage bekommen.
Dazu kommt der wachsende psychische Druck, der meist, mit der immer länger werdenden Zeit der Arbeitslosigkeit, und dem Unvermögen der Politik anwächst.
-also ich finde auch Arbeitslose können sagen wir bewerben uns, wir haben Stress, dann haben wir auch Urlaubsanspruch.
(- Urlaubsanspruch den es so ja gar nicht gibt)
Das kann ich nur unterstreichen, Border :applaus:
Den sog. "Urlaub" für Arbeitslose streichen...kein Problem. Hätte man für jeden Arbeitslosen einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz, könnte man sich mit diesem Gedanken anfreunden. Hat man aber nicht - tägliche Entlassungen haben wir statt dessen.
Hartz IV wäre dann und nur dann ein angebrachtes Mittel, hätten wir Arbeitsplätze im Überfluss und die Firmen nicht produzieren könnten, weil niemand die nach Tarif gezahlten Vollzeitstellen annehmen will. Da wir keine Arbeit haben, sind jegliche Forderungen zu Lasten von ALG 2-Empfängern lächerlich und stellen alles Andere als eine Problemlösung dar.
Das wir solche Politiker, die sich durch diese miese Art profilieren wollen, auch noch mit satten Diäten entlohnen, stösst mir bitter auf.
Bei derartigen Politikern kann man nicht mehr von Volksvertretern reden, sondern muss von Volksvernichtern sprechen.
Darüberhinaus sehe sowieso nicht, wo sich diese horrenden Diäten für Politiker rechtfertigen.
Erst recht nicht dann, wenn Politiker(innen) ihre Hausaufgaben nicht machen und beispielsweise Gesetze fordern, die es schon lange gibt.
Wäre die Diätenhöhe Leistungsbezogen, hätte manch ein Politiker einen EEJ.
Würde ich in meinem Beruf derart blind durch den Betrieb laufen, wie einige unserer Politiker, wäre mir die Kündigung gewiss.
Jeder Arbeitnehmer und auch Kleinunternehmer sollte sich mal genauestens überlegen, ob ihn arbeitslosenverhetzende Parteien weiterbringen, oder ihn gar selber restlos in den Ruin treiben.
Gruß Tommi
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