ALN - Robot
07.08.2006, 10:59
GEW NRW fordert Notprogramm zur Anschaffung von Lernmitteln
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) NRW befürchtet, dass zu Schuljahresbeginn etliche Schülerinnen und Schüler ohne Schulbücher und Lernmittel zum Unterricht erscheinen.
Viele Schulen in NRW stünden vor unlösbaren Problemen, hier Abhilfe zu schaffen und für einen guten Schulstart aller Schülerinnen und Schüler zu sorgen.
Die GEW fordert die Landesregierung auf, gemeinsam mit den Kommunen kurzfristig ein Notprogramm zur Kostenerstattung der Lernmittel aufzulegen.
Die Finanzierung wäre für das Land problemlos aus den erwarteten Steuermehreinnahmen zu bewältigen.
„Mit dem neuen Schulgesetz ist auch die Lernmittelfreiheit neu geregelt. Für Empfänger von Hartz IV-Leistungen gibt es künftig keine Befreiung mehr bei den Schulbuchkosten. Wenn hier nicht sofort nachgebessert wird, haben wir eine pädagogisch fatale Situation in den Schulen“, erklärt GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber.
Gab es im letzten Jahr noch eine Übergangslösung,
so sollen jetzt die Bezieher von Arbeitslosengeld II künftig den Elternanteil beim Schulbuchkauf selbst voll übernehmen.
Laut Gesetz bleibt es aber den Kommunen überlassen, für diese Familien einzuspringen.
Das können und wollen sich viele Kommunen angesichts ihrer Haushaltslage aber nicht mehr leisten.
Aber auch vergleichsweise wohlhabende Städte wie etwa Münster zahlen bei den Schulbuchkosten nicht mehr hinzu.
Andere Städte wie Bochum versuchen den Betroffenen entgegen zu kommen:
Bei Vorlage der Bücherquittungen und der ALG II-Bescheinigung wird die Hälfte der Kosten über die Schulsekretariate erstattet.
Die Lehrergewerkschaft sieht dennoch akute pädagogische Probleme. Viele Eltern würden die nötigen Schulbücher nicht beschaffen können, man könne sie auch nicht dazu zwingen.
GEW-Chef Meyer-Lauber mahnt abschließend: „Ohne die nötigen Unterrichtsmaterialien werden sich bei den Kindern, die es sowieso schon schwer genug haben, schnell Lernrückstände ergeben.
Der pädagogische Grundsatz, kein Kind zu beschämen, wird ernsthaft in Zweifel gezogen..“
Quelle:
Mitteilung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) NRW v.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) NRW befürchtet, dass zu Schuljahresbeginn etliche Schülerinnen und Schüler ohne Schulbücher und Lernmittel zum Unterricht erscheinen.
Viele Schulen in NRW stünden vor unlösbaren Problemen, hier Abhilfe zu schaffen und für einen guten Schulstart aller Schülerinnen und Schüler zu sorgen.
Die GEW fordert die Landesregierung auf, gemeinsam mit den Kommunen kurzfristig ein Notprogramm zur Kostenerstattung der Lernmittel aufzulegen.
Die Finanzierung wäre für das Land problemlos aus den erwarteten Steuermehreinnahmen zu bewältigen.
„Mit dem neuen Schulgesetz ist auch die Lernmittelfreiheit neu geregelt. Für Empfänger von Hartz IV-Leistungen gibt es künftig keine Befreiung mehr bei den Schulbuchkosten. Wenn hier nicht sofort nachgebessert wird, haben wir eine pädagogisch fatale Situation in den Schulen“, erklärt GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber.
Gab es im letzten Jahr noch eine Übergangslösung,
so sollen jetzt die Bezieher von Arbeitslosengeld II künftig den Elternanteil beim Schulbuchkauf selbst voll übernehmen.
Laut Gesetz bleibt es aber den Kommunen überlassen, für diese Familien einzuspringen.
Das können und wollen sich viele Kommunen angesichts ihrer Haushaltslage aber nicht mehr leisten.
Aber auch vergleichsweise wohlhabende Städte wie etwa Münster zahlen bei den Schulbuchkosten nicht mehr hinzu.
Andere Städte wie Bochum versuchen den Betroffenen entgegen zu kommen:
Bei Vorlage der Bücherquittungen und der ALG II-Bescheinigung wird die Hälfte der Kosten über die Schulsekretariate erstattet.
Die Lehrergewerkschaft sieht dennoch akute pädagogische Probleme. Viele Eltern würden die nötigen Schulbücher nicht beschaffen können, man könne sie auch nicht dazu zwingen.
GEW-Chef Meyer-Lauber mahnt abschließend: „Ohne die nötigen Unterrichtsmaterialien werden sich bei den Kindern, die es sowieso schon schwer genug haben, schnell Lernrückstände ergeben.
Der pädagogische Grundsatz, kein Kind zu beschämen, wird ernsthaft in Zweifel gezogen..“
Quelle:
Mitteilung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) NRW v.