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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ungerechtfertigte Kündigung abgeschmettert, was nun?


egon08
07.07.2008, 11:22
hallo,

im frühjahr 2005 bekam ich von einem gastronomen das angebot mich bei seiner gaststätte zu beteiligen, mit dem ziel, diese im

jahr 2010 komplett zu übernehmen. die bedingungen waren. kapitaleinlage von 20.000,-- euro und mitarbeit als geschäftsführer.

zu diesem zeitpunkt hatte der inhaber zwei betriebe.
- im august 2007 entstanden finanzielle schwierigkeiten bei dem inhaber.
- ich bin seit ende oktober 2007 wegen rheuma krankgeschrieben.
- im märz 2008 verkaufte er seine 2. gaststätte.
- ebenfalls im märz 2008 erfuhr ich durch die krankenkasse meine abmeldung zum 31.12.07 bei den gesetzlichen

sozialversicherungen (kündigung!!!)
- darauf suchte ich mir rat beim rechtsanwalt
- mai 2008 klage gegen meinen arbeitgeber wegen ungerechtfertigter kündigung
- anfang juli, endgültiger richterspruch zu meinem gunsten. die kündigung war nicht rechtens

mein dilemma ist nun,

der inhaber hat noch immer meine 20.000,--. er weigert sich (oder kann nicht) diese zurück zu geben. auch dagegen gehe ich

gerichtlich vor.
wegen meiner chron. krankheit kann ich meinen alten job nicht mehr ausüben. da ich auf einer ostfriesischen insel lebe ist

das stellenangebot sehr eingeschränkt. hauptsächlich gibt es stellen in gastronomischen bereich. ich habe industriekfm.

gelernt und in diesem segment gibt es so gut wie nichts. nun denke ich über einen wegzu und umschulung nach.


meine frage


- was muß ich bzgl. meines arbeitsgeber noch beachten. hab zwar den prozeß gewonnen aber das vertrauensverhältnis ist
zerstört

- erfülle ich die voraussetzungen oder ab wann erfüllt man die voraussetzung einer umschulung.
hab industriekfm. gelernt, bin seit ca. 15 jahren nicht mehr in dem beruf tätig


wer kann mir mit ein paar tipps weiterhelfen. da ich erst am anfang bin, mich mit meiner beruflichen situation

auseinanderzusetzen war dies sicherlich erst der anfang. ich bedanke mich jetzt schon, bei allen die sich die
zeit nehmen und mir schreiben

danke und noch einen schönen tag

egon

Rotkäppchen
07.07.2008, 12:53
Such dir einen anderen Job, denn da wirst du nicht mehr glücklich werden. Deine Ausbildung zum Industrie-Kaufmann kannst du durch Seminare wieder auffrischen. Damit hast du nämlich immernoch die besten Möglichkeiten. Und dann musst du wahrscheinlich weg von der Insel. Das sind viele Veränderungen; die kosten enorm viel Kraft. Du musst sie aber anpacken und dein Leben total umkrempeln.

Das was ich dir hier schrieb, das hast du doch sicher auch schon gewusst. Ich hoffe, diese Worte ermutigen dich ein wenig, es anzupacken und ein neues berufliches Leben zu beginnen. Es geht. Und danach läuft es wieder.

egon08
07.07.2008, 13:55
hallo,

danke für die antwort.

werden die seminare oder ähnliches vom arbeitsamt finanziert/teilweise.

ein anderes problem ist, daß durch mein rheuma auch die untere wirbelsäule betroffen ist. das heißt, zu gewissen zeiten ist leider nicht mit lange sitzen. meine erfahrung ist halt, als industriekfm. sitzt man vorzugsweise.

bedingt durch die chronische krankheit dachte ich an eine umschulung. sicherlich hab ich auch mal gute phasen, aber die letzten 3 jahre hatte ich stets schmerzen. mal weniger, mal mehr. die letzten 2 jahre waren die schmerzen sehr stark. hauptsächlich war das untere linke sprunggelenk betroffen. meistens zur kalten jahreszeit auch der beckenbereich. ich habe wegen der in aussicht gestellten lokalübernahme, trotz starker schmerzen, weitergearbeitet. jetzt ist schluß damit. hab mich übernommen und bin deswegen auch seit ende okt. 07 im krankenstand.

gruß
egon

Sammy1
07.07.2008, 14:46
ein anderes problem ist, daß durch mein rheuma auch die untere wirbelsäule betroffen ist. das heißt, zu gewissen zeiten ist leider nicht mit lange sitzen. meine erfahrung ist halt, als industriekfm. sitzt man vorzugsweise. Ich habe auch Rheuma und eine Umschulung zum Bürokaufmann gemacht.

Du wirst mit dieser Krankheit keinen anderen Beruf wie einen Kaufmännischen finden, wo du machen kannst. Da du schon Industriekaufmann bist, denke ich, dass du keine Umschulung bekommst, sondern vielleicht Kurse wo dich wieder in den Beruf des Industriekaufmannes bringen.

Oder den Rentenantrag stellen den sie mir damals vorgeschlagen haben aber ich habe es abgelehnt, weil ich mich zu jung fühlte und lieber arbeiten will. Heute würde ich mich nicht mehr so entscheiden.

Sammy1

egon08
08.07.2008, 10:33
hallo sammy,

danke für deine antwort. über einen rentenantrag hab ich auch schon nachgedacht. es ist ja nicht nur so, daß die gelenke schmerzen. mein schlaf leidet schon seit jahren und die konzentrationsfähigkeit hat darunter gelitten und vieles mehr. auch wetterumschwünge machen mir zu schaffen und und und etc. etc.... aber da kommt wieder das alte kämpferherz zum vorschein. es muß irgendetwas für mich geben. die aussicht von der rente zu leben, sprich existenzminimum, gefällt mir nicht. ich bin zwar schon 42j. möchte aber von meinem leben noch was haben. kann mir jemand sagen, obwohl ich kfm. lernt habe,wie ich dennoch eine umschulung bekommen kann. oder wer hat einen tipp, welche berufe ideal für rheumatiker sind.

lieben gruß

egon