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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eine Zeitarbeitsfirma in Essen - Erlebnisbericht


She-ra
16.07.2008, 08:16
Hallo, liebe Leidensgenossen,

vor kurzem hat hier jemand nach Erfahrungen mit der Zeitarbeitsfirma XXX gefragt.

Diesesr Beitrag ist mittlerweile im Archiv, so daß ich nicht mehr direkt drauf antworten kann.

Auch von dieser Firma kann ich nur dringend abraten.
Ich habe mich dort irgendwann im Juni vorgestellt. Nachdem ich einige Formulare mit meinen persönlichen Daten und Joberfahrungen ausgefüllt hatte, wurde ich ins Büro gerufen, wo man mir erstmal meinen Personalausweis abnahm. Die Dame nannte mir ein Festgehalt bei einer bestimmten Stundenzahl, was mir im Verhältnis wenig vorkam, nannte aber keinen Stundenlohn. Den Personalausweis bekam ich zum Glück wieder.

Letzten Donnerstag erhielt ich dann einen Anruf mit der Bitte, sofort nach Essen ins Büro zu fahren, sie hätten Arbeit für mich. Über die Art der Arbeit und den Stundenlohn schwieg sich der Mitarbeiter jedoch aus. Als ich am selben Tag noch mal anrief, meinte er, er könne am Telefon keine Auskunft dazu geben. Es käme auf die Art der Arbeit und auf den Vertrag an.

Dann erschien ich am Freitag bei XXX, mußte wieder reichlich Zettel ausfüllen und bereits Sachen unterschreiben, die ich mit nicht mal durchlesen konnte.
Ich sollte am Montag um 5:45 in der Niederlassung erscheine und würde von da aus mit nem Bus nach Velbert gefahren. Wieder nichts über Stundenlohn und Arbeitsbedingungen geschweige denn ein Arbeitsvertrag.
Noch vor Fahrtantriit wies der Fahrer dem Mitarbeiter auf die verschlissenen Bremsen am Bus hin, worauf letzterer nur antortete, er werde es nach oben weitergeben.

Erst am Einsatzort erfuhr ich was über die Tätigkeit, die an sich nicht zu beklagen war, bei nem vernünftigen Stundenlohn, versteht sich.
Eine von den dreien Kolleginnen, die mitgefahren war, hatte das Festgehalt noch im Kopf, es waren ca 590€ bei 160 h/Monat, was umgerechnet in Stundenlohn 3,68 € sind. Schon da war mir klar, daß ich am nächsten Tag nicht wiederkommen würde.

Auf der Rückfahrt erhielt ich wieder einen Anruf von XXX.

Ich sagte, die Arbeit sei ok, fragte wieder nach Vertrag und Stundenlohn. Die Dame sagte mir, am Telefon würde sie zum Lohn grundsätzlich nichts sagen, ich solle morgen wiederkommen, und ich könne morgen, nach Schichtende also zwei unbezahlten Arbeitstagen wohlgemerkt, den Arbeitsvertrag unterschreiben.
NAch 10 Minuten rief sie mich wieder an und erzählte mir wieder das gleiche.
Gestern rief mich die Dame wieder an, fragte mich in nem ziemlich frechen Ton, was das denn solle, einfach nicht zur Arbeit zur erscheinen. Ich machte ihr nochmals klar, daß ich ohne den Lohn zu kennen nicht arbeiten würde und schon gar nicht ohne Vertrag.
Daraufhin schnauzte sie mich an: "Was Sie da machen, ist Vertragsbruch". Ich:"Wie soll das denn gehen ohne Vertrag?"

Mit der Bitte, mich nicht mehr telefonisch zu belästigen, legte ich auf.
Noch nie bin ich mir so verraten und verkauft vorgekommen. Froh, doch noch rechtzeitig den Absprung geschafft zu haben,
werde ich in Zukunft seeeehr vorsichtig sein, was Zeitarbeitsfirmen betriftt.

stefanX
06.01.2009, 12:07
Hallo She-ra
Ja das ist mir alles soweit bekannt.
Also erstmal - gebe niemals deine Personalausweis heraus.
Das wollte man von mir ebenfalls haben (auch Zeitarbeit).
Was ich aber verweigerte - die anderen (zumeist ungelernte jünger Frauen und Männer) machten dieses ohne mal "nachzufragen".
Es war eh eine Massanabfertigung was da stattfand...alle kammen zu einem gleichen termin für die gleiche Uhrzeit...waren aber nach 2 stunden immer noch dort um auf die Gespräche zu warten.
Nun ja,...auch ohne Personalausweiss kam es zu einem Gespräch da.
Ausgeschrieben war: Fachkraft für Lagerwirtschaft mit Erfahrung bei der Mitarbeiterführung zu festanstellung....
Zu hören bekam ich:Komissionierungshelfer in der Nachtschicht für 6,31€+Zulagen.
Von der Ausgeschriebenen Stelle wusste da niemand was.
Auch als ich das Angebot vorgelegt habe (Ausdruck vom Arbeitsamt mit Referenz Nr.) war immer noch "unwissenheid" darüber.
Konfrontiert mit meinen fragen wie ich den von 6,31€ leben sollte (geschweige den wie ich zur Arbeit kommen sollte ca 60 km von mir entferntden fahrkosten zuschuss war dort ein Fremdwort) kam der Rauswurf...und zwar ein richtiger mit gebrülle etc.
Recht Amüsiert darüber Informierte ich meinen Arbeitsvermittler bei der ARGE darüber.
Der hatte wohl von dieser Firma schon einiges gehört und das ab sofort dort auch nichts mehr vermittelt wird.

Ja She-ra...Ich kenne den druck den das Amt ausüben kann...keine frage.
Aber gehe nicht immer sofort zum "erstbesten" Stellenangebot.
Informiere dich erstmal was für Vertrage die anbieten..was für einen Stundenlohn die zahlen..und dann erst fange überhaupt an da zu Arbeiten.

Das sind eigentlich Selbstverständlichkeiten!:(
Ohne einen Vebindlichen Arbeitsvertrag keine keine Arbeit!
Auch wenn es schnell gehen soll,immer auf einen Arbeitsvertrag vor dem ersten "Handschlag" verlangen.