lollerl
17.07.2008, 02:36
Hallo zusammen!
Über Google bin ich auf dieses Forum gestoßen welches ich nun schon seid mehreren Monaten interessiert verfolge.
Allerdings weiß ich nicht genau ob meine Anfrage hier richtig ist, da ich zurzeit noch arbeite und kein ALG1 beziehe.
Mein Problem ist aber folgendes:
Ich absolvierte eine Lehre als Bäcker und bildete mich aus gesundheitlichen Gründen (habe sehr schwere Krampfadern, welche auch nicht durch Operation und tragen von Strümpfen besser wurden und kann deshalb nicht lange stehen.) 1999 – 2001 zum Lebensmittelverarbeitungstechnikertechniker weiter. Diese Maßnahme würde seinerzeit vom Arbeitsamt bezahlt.
Ich hätte auch eine Stelle als Techniker bekommen wenn nicht das Labor damals in den BSE-Skandal verwickelt gewesen wäre und von der Regierung dicht gemacht worden wäre. Also unzählige Bewerbungen geschrieben und es weiter versucht aber leider ohne Erfolg.
Nach einem halben Jahr etwa vermittelte mir das Arbeitsamt eine Art Probearbeiten in einem Betrieb als Techniker welches auf 6 Wochen beschränkt war. Nur leider hat mich der Betrieb als billigen Produktionshelfer angesehen und ich bin in der Verpackung gestanden und habe nichts anderes gemacht als Wurst in Kartons gepackt.
Nachdem ich diesen Umstand dem Arbeitsamt gemeldet hatte, meinte meine damalige Beraterin: „ So ist das halt!“ Auch ein Nachhaken brachte damals nichts. Geschweige die Möglichkeit einen anderen Berater zu bekommen oder den Teamleiter zu sprechen
Mittlerweile wurde aber meine Mutter schwer krank und brauchte Pflege. So habe ich in der Firma als Produktionsmitarbeiter etwa 2 Jahre gearbeitet um die Pflege meiner Mutter gewährleisten zu können. Aber da ich wieder den ganzen Tag eine überwiegend stehende Tätigkeit ausführte und sich deshalb meine alten Beschwerden wieder auftraten, empfahl mir mein Arzt zu kündigen.
Mittlerweile wurde meine Mutter in Pflegestufe 3 eingestuft und war deshalb damals nur eingeschränkt vermittelbar.
Obwohl dem Arbeitsamt Atteste und auch Gutachten meiner Reha vorlagen, sowie die Notwendigkeit der Pflege meiner Mutter wurde ich von meiner Vermittlerin schon fast genötigt die nächst beste Arbeit anzunehmen mit der Begründung ich hätte als Techniker keine Berufserfahrung und wäre deshalb nicht vermittelbar.
So landete ich bei einer Zeitarbeitsfirma welche mich wieder in eine Stelle als Produktionshelfer steckte. Ich wurde dann von der Firma, bei der ich über die Zeitarbeitsfirma eingesetzt wurde, übernommen und bin bis jetzt dort angestellt.
Nun hat sich aber zu meinen Krampfadern durch meine jetzige Tätigkeit noch eine chronische Sehnenscheidenentzündung gesellt und mein Arzt hat mir erneut empfohlen mir eine andere Arbeit zu suchen weil ich schließlich noch fast 30 Jahre arbeiten muss und die „Abnutzungserscheinungen“ immer schlimmer werden.
Da meine Ausbildung zum Techniker mittlerweile schon 7 Jahre zurück liegt und ich jetzt 38 bin, ist mir klar, dass ich nur schwer bzw. keine Anstellung als Lebensmitteltechniker bekommen werde.
Durch Gespräche mit Freunden und Bekannten, welche in Krankenhäusern, Apotheken und Fitnessstudios arbeiten, sowie durch mehrere Beratungen durch das Arbeitsförderungszentrum der Diakonie und Informationsanstalten mehrer Organisationen erfuhr ich, das in Zukunft zunehmend Stellen in der Ernährungsberatung speziell im Bereich der Diätetik benötigt werden.
Deshalb wäre ich an einer Ausbildung zum Diätassistenten interessiert um mich einerseits beruflich neu zu orientieren und andererseits meine Kenntnisse der Technikerschule und meiner Bäckerausbildung mit einbringen zu können. Auch erhoffe ich mir durch die Kenntnisse meines Technikers gesteigerte Chancen bei der späteren Stellen Suche.
Da auch Bafög und für diese Ausbildung Meisterbafög nicht in Frage kommen habe ich mich heute beim AA arbeitssuchend gemeldet und einen Termin für ein Beratungsgespräch ausgemacht.
Es ist zwar eine dreijährige Ausbildung, aber mir wurde durch die Schulen mitgeteilt dass eine Förderung über den Bildungsgutschein möglich ist.
(Ich werde die Ausbildung auf alle Fälle machen auch wenn ich sie selbst finanzieren müsste durch meine Ersparnisse und durch Wochenendarbeit.)
Beim Beratungsgespräch wegen des Bildungsgutscheines will ich mich auf meine Gesundheitlichen Einschränkungen berufen wie:
-kann nicht lange stehen, brauche also eine Arbeit in der sich sitzende und stehende Tätigkeiten abwechseln.
-Kann keine Arbeiten mehr ausüben bei denen schweres Heben erfordert ist.
Hier in diesem Forum stieß ich auf den § 77 SGB III (2).1:
(2) Anerkannt wird die Notwendigkeit der Weiterbildung bei Arbeitnehmern wegen
fehlenden Berufsabschlusses, wenn sie
1. über einen Berufsabschluss verfügen, jedoch auf Grund einer mehr als vier Jahre
ausgeübten Beschäftigung in an- oder ungelernter Tätigkeit eine entsprechende
Beschäftigung voraussichtlich nicht mehr ausüben können, …
Wie würdet Ihr meine Lage beurteilen und habe ich Chancen auf Förderung?
Vielen Dank schon mal im Voraus
Und Grüße aus Weiden
Lollerl
Über Google bin ich auf dieses Forum gestoßen welches ich nun schon seid mehreren Monaten interessiert verfolge.
Allerdings weiß ich nicht genau ob meine Anfrage hier richtig ist, da ich zurzeit noch arbeite und kein ALG1 beziehe.
Mein Problem ist aber folgendes:
Ich absolvierte eine Lehre als Bäcker und bildete mich aus gesundheitlichen Gründen (habe sehr schwere Krampfadern, welche auch nicht durch Operation und tragen von Strümpfen besser wurden und kann deshalb nicht lange stehen.) 1999 – 2001 zum Lebensmittelverarbeitungstechnikertechniker weiter. Diese Maßnahme würde seinerzeit vom Arbeitsamt bezahlt.
Ich hätte auch eine Stelle als Techniker bekommen wenn nicht das Labor damals in den BSE-Skandal verwickelt gewesen wäre und von der Regierung dicht gemacht worden wäre. Also unzählige Bewerbungen geschrieben und es weiter versucht aber leider ohne Erfolg.
Nach einem halben Jahr etwa vermittelte mir das Arbeitsamt eine Art Probearbeiten in einem Betrieb als Techniker welches auf 6 Wochen beschränkt war. Nur leider hat mich der Betrieb als billigen Produktionshelfer angesehen und ich bin in der Verpackung gestanden und habe nichts anderes gemacht als Wurst in Kartons gepackt.
Nachdem ich diesen Umstand dem Arbeitsamt gemeldet hatte, meinte meine damalige Beraterin: „ So ist das halt!“ Auch ein Nachhaken brachte damals nichts. Geschweige die Möglichkeit einen anderen Berater zu bekommen oder den Teamleiter zu sprechen
Mittlerweile wurde aber meine Mutter schwer krank und brauchte Pflege. So habe ich in der Firma als Produktionsmitarbeiter etwa 2 Jahre gearbeitet um die Pflege meiner Mutter gewährleisten zu können. Aber da ich wieder den ganzen Tag eine überwiegend stehende Tätigkeit ausführte und sich deshalb meine alten Beschwerden wieder auftraten, empfahl mir mein Arzt zu kündigen.
Mittlerweile wurde meine Mutter in Pflegestufe 3 eingestuft und war deshalb damals nur eingeschränkt vermittelbar.
Obwohl dem Arbeitsamt Atteste und auch Gutachten meiner Reha vorlagen, sowie die Notwendigkeit der Pflege meiner Mutter wurde ich von meiner Vermittlerin schon fast genötigt die nächst beste Arbeit anzunehmen mit der Begründung ich hätte als Techniker keine Berufserfahrung und wäre deshalb nicht vermittelbar.
So landete ich bei einer Zeitarbeitsfirma welche mich wieder in eine Stelle als Produktionshelfer steckte. Ich wurde dann von der Firma, bei der ich über die Zeitarbeitsfirma eingesetzt wurde, übernommen und bin bis jetzt dort angestellt.
Nun hat sich aber zu meinen Krampfadern durch meine jetzige Tätigkeit noch eine chronische Sehnenscheidenentzündung gesellt und mein Arzt hat mir erneut empfohlen mir eine andere Arbeit zu suchen weil ich schließlich noch fast 30 Jahre arbeiten muss und die „Abnutzungserscheinungen“ immer schlimmer werden.
Da meine Ausbildung zum Techniker mittlerweile schon 7 Jahre zurück liegt und ich jetzt 38 bin, ist mir klar, dass ich nur schwer bzw. keine Anstellung als Lebensmitteltechniker bekommen werde.
Durch Gespräche mit Freunden und Bekannten, welche in Krankenhäusern, Apotheken und Fitnessstudios arbeiten, sowie durch mehrere Beratungen durch das Arbeitsförderungszentrum der Diakonie und Informationsanstalten mehrer Organisationen erfuhr ich, das in Zukunft zunehmend Stellen in der Ernährungsberatung speziell im Bereich der Diätetik benötigt werden.
Deshalb wäre ich an einer Ausbildung zum Diätassistenten interessiert um mich einerseits beruflich neu zu orientieren und andererseits meine Kenntnisse der Technikerschule und meiner Bäckerausbildung mit einbringen zu können. Auch erhoffe ich mir durch die Kenntnisse meines Technikers gesteigerte Chancen bei der späteren Stellen Suche.
Da auch Bafög und für diese Ausbildung Meisterbafög nicht in Frage kommen habe ich mich heute beim AA arbeitssuchend gemeldet und einen Termin für ein Beratungsgespräch ausgemacht.
Es ist zwar eine dreijährige Ausbildung, aber mir wurde durch die Schulen mitgeteilt dass eine Förderung über den Bildungsgutschein möglich ist.
(Ich werde die Ausbildung auf alle Fälle machen auch wenn ich sie selbst finanzieren müsste durch meine Ersparnisse und durch Wochenendarbeit.)
Beim Beratungsgespräch wegen des Bildungsgutscheines will ich mich auf meine Gesundheitlichen Einschränkungen berufen wie:
-kann nicht lange stehen, brauche also eine Arbeit in der sich sitzende und stehende Tätigkeiten abwechseln.
-Kann keine Arbeiten mehr ausüben bei denen schweres Heben erfordert ist.
Hier in diesem Forum stieß ich auf den § 77 SGB III (2).1:
(2) Anerkannt wird die Notwendigkeit der Weiterbildung bei Arbeitnehmern wegen
fehlenden Berufsabschlusses, wenn sie
1. über einen Berufsabschluss verfügen, jedoch auf Grund einer mehr als vier Jahre
ausgeübten Beschäftigung in an- oder ungelernter Tätigkeit eine entsprechende
Beschäftigung voraussichtlich nicht mehr ausüben können, …
Wie würdet Ihr meine Lage beurteilen und habe ich Chancen auf Förderung?
Vielen Dank schon mal im Voraus
Und Grüße aus Weiden
Lollerl