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ALN - Robot
24.08.2006, 16:51
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Für Hartz-IV im Bundestag gestimmt
- SPD-Politikerin heute ohne Job-Chance

Lilo Friedrich saß zu Zeiten der Regierung Schröder im deutschen Bundestag.
Nach der Wahlniederlage der SPD erfuhr die 57-jährige Politikerin dann selber, dass die Arbeitgeber nicht auf sie warten.
Zu qualifiziert, zu selbstbewusst, zu alt,
winkten die Personalchefs ab.

Eine Versicherung hätte die ehemalige Abgeordnete zwar gerne als Türöffnerin in die Politik gehabt, aber das ist nicht Friedrichs Sache.

Letzter Ausweg für sie: die Selbständigkeit.
Am Aufbau ihrer eigenen kleinen Reinigungsfirma findet sie nach eigenen Angaben viel Freude.

Quelle: Süddeutsche Zeitung (http://www.sueddeutsche.de/,tt4m2/jobkarriere/erfolggeld/schwerpunkt/495/37458/index.html/jobkarriere/erfolggeld/artikel/453/83370/article.html)

Der Artikel zur Meldung hier... (http://shortnews.stern.de/shownews.cfm?id=635071&u_id=330694)

Survivor
24.08.2006, 17:42
Ja, welch Überraschung. Da hätte man eigentlich wetten können, dass die Leute die seinerzeit für Hartz IV gestimmt haben noch nie selbst arbeitslos waren. Nun kann sich die gute Frau endlich mal selbst ein Bild machen wie schön das ist. Besonders von allen Leuten als Sozialschmarotzer angesehen zu werden, obwohl man doch alles getan hat, um Arbeit zu bekommen.
Wo keine Jobs sind kann man auch keine bekommen. So einfach ist das.
Wie wäre es mit einer Zwangsmaßnahme für Politiker: Bevor es in den Bundestag geht muss man 3 Monate mit Hartz IV über die Runden kommen! Das wäre doch eine schöne Hürde und Einstiegsquali.

Trish
24.08.2006, 18:52
Hab einen Bericht über sie schon vor Wochen gesehen, sie wohnt ja gleich um die Ecke :D
Freut mich das es auch Politiker gibt die das "Leid" mal am eigenen Leib erfahren.
Wäre nur andersherum besser gewesen, erst mit der Thematik beschäftigen & dann in den Bundestag :engel:

Betroffener
24.08.2006, 23:44
Ja - späte Erkenntnis ist besser als gar keine - aber eben viel zu spät.

Interessant aber auch dieser Bericht:

Jobsuche mit 55: "Aufgeben ist das Letzte" (http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/erfolggeld/schwerpunkt/495/37458/index.html/jobkarriere/erfolggeld/artikel/394/83311/article.html)

Angeblich überqualifiziert oder zu flexibel: Der 55-jährige Klaus Rehn ist seit 2001 ohne festen Job. Seine 500. Bewerbung schmückte er mit einem Lorbeerkranz.

Zurück kommen meist Standardbriefe. Im Antwortschreiben eines Konzerns heißt es immerhin: "Ihr beiliegendes Bewerbungsschreiben bietet ein so breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten, dass eine klare Zuordnung zu den im Unternehmen offenen Stellen nur schwer nachvollziehbar ist."

Dem ist wohl kaum etwas nach zu setzen. :evil: