Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Arbeitslose sollen Demenzkranke betreuen" HAZ 18.08.2008
Hallo Zusammen,
ich bins mal wieder nach langer Abstinenz wollt ich mal wieder meinen Senf abgeben:).
-nachdem ich heute diese Überschrift in der HAZ vom 18.08.2008 lesen durfte "Arbeitslose sollen Demenzkranke betreuen" dürstete es mich danach mal wieder einen Leserbrief zu schreiben.
aber hier erst mal der Artikel:
Arbeitslose sollen Demenzkranke betreuen
Von Alexander Dahl «Berlin».
10 000 Arbeitslose sollen bereits vom Spätsommer an für die Betreuung von Demenzkranken in Pflegeheimen eingesetzt werden. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) bestätigte am Wochenende, derzeit würden Bewerber gesucht. Das Programm soll bereits am 1. September starten. Nach dem neuen Pflegegesetz dürfen Heime für je 25 Demenzkranke eine zusätzliche Kraft einstellen. Die Kosten, deren Höhe noch unklar ist, werden von den Pflegekassen getragen. Durch die Mitarbeit der Arbeitslosen solle den Demenzkranken ein „humanerer Alltag“ ermöglicht werden, sagte Klaus Vater, Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. Die Hilfskräfte, betonte Vater, würden nicht zu Pflegeleistungen herangezogen, da dafür eine spezielle Ausbildung nötig sei, sondern ihnen würden nur Betreuungsaufgaben zugewiesen. Klaus Theo Schröder, Staatssekretär im Gesundheitsministerium, sicherte zu, dass „es keine Billigpflege geben wird“. Ein Entwurf des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sieht vor, dass die Arbeitslosen 160 Stunden Unterricht und einige Praktika absolvieren müssen. Kritik an der Ausbildung kam umgehend von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: Vergleichbare Lehrgänge hätten sonst 900 Stunden umfasst. In der Politik war das Sonderprogramm umstritten. „Die Qualität der Pflege ist oberstes Gebot. Das können nur Fachkräfte leisten“, warnte Niedersachsens Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) im Gespräch mit dieser Zeitung. Sie schränkte aber ein: „Aber alles, was Pflegebedürftigen darüber hinaus noch mehr Zuwendung bringt und was heute schon Ehrenamtliche leisten, das müssen wir ergebnisoffen diskutieren.“ Die Pflegeexpertin der Grünen im Bundestag, Elisabeth Scharfenberg, sagte, dass „man sich für diesen Beruf entscheiden muss und nicht hineinentschieden werden darf“. Karl-Josef Laumann (CDU), Arbeitsminister von Nordrhein-Westfalen, forderte, „bei dieser Rekrutierungsaktion muss die menschliche Eignung der Bewerber und nicht ihre schwere Vermittelbarkeit im Vordergrund stehen“. Und der Generalsekretär der Bundes-FDP, Dirk Niebel, nannte das Vorhaben gar eine „arbeitsmarktpolitische Scharlatanerie“. Die Pflege alter und kranker Menschen sei dafür zu wichtig. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, lobte den Vorschlag. „Wenn die Menschen für diese Aufgabe qualifiziert sind, ist das in Ordnung“, sagte er. Die BA hat bereits damit begonnen, bundesweit Bewerberpools zu bilden. Bewerben könne sich jeder, der sich für die Arbeit im Heim interessiere und für eine Weiterbildung infrage komme, sagte eine Sprecherin. Laut Bundesgesundheitsministerium sind derzeit etwa 15 000 Pfleger arbeitslos gemeldet. Helmut Wallrafen-Dreisow aus dem Vorstand des Kuratoriums Deutsche Altenhilfe blieb dennoch bei seiner Kritik: „Demenz gleichzusetzen mit Basteln, Vorlesen und Spazierengehen, ist eine Unverschämtheit.“ P Kommentar Seite 2
18.08.2008 / HAZ Seite 1 Ressort: POLI
nun der von mir an die HAZ geschickte Leserbrief, ich hoffe das er abgedruckt wird.
Nun wird erneut nach einer Tätigkeit gesucht die Erwerbslose (nicht Arbeitslose, denn auch Menschen ohne Arbeit haben Arbeit genug) ausführen können, -ein wenig sieht es danach aus als ob jetzt seitens der BA eine Alternative zum Spargelstechprogramm gefunden wurde.
Mich verwundert zudem das dieses neue "Programm" anscheinend in Zusammenarbeit von BA und Bundesgesundheitsministerium "entwickelt" wurde, um dieses dann als "Lösung" in Sachen Erwerbslosenabbau zu präsentieren. Oder geht es hier vielleicht nicht doch vielmehr darum die angeblich explorierenden Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen?
Wie es auch immer sein mag, der Staat versucht hierdurch Kosten einzusparen, Beteuerungen wie die von Klaus Theo Schröder wie "dass es keine Billigpfege geben wirkt" wirken da wenig glaubhaft.
Da ich beruflich selber auch mit Demenzkranken gearbeitet habe, und weiß wovon ich spreche, kann ich nur sagen dass bei der Behandlung und Betreuung dieser Klientel selbst gestandene Pfegefachkräfte Fehler machen. Ein Großteil der in "Blitzausbildung" geschulten Erwerbslosen könnten dieser Aufgabe dann wohl auch nicht gewachsen sein.
Wäre es da nicht ein besserer Weg den Pflegesatz für Demenzkranke zu erhöhen um es somit den Pfegeheimleitungen zu ermöglichen neue Fachkräfte einzustellen? Dieser Bedarf könnte dann ja aus dem Pool von angeblich 15000 erwerbslos gemeldeten Pflegern gedeckt werden. Aber die BA und der Staat haben anscheinend noch immer nicht begriffen, dass "Beschäftigungsprogramme" eher regulären Arbeitsplätzen entgegenstehen als diese zu schaffen. Aber wahrscheinlich wird es lohnender für den Staat sein sich auf dem Rücken der Demenzkranken einige Euro einzusparen denn Widerstand von dieser Seite ist nicht zu erwarten, -ich hoffe umso mehr das sich die Angehörigen, Pflegeheime und Verbände gegen dieses Vorhaben wehren, denn es könnte nur ein Anfang sein, denn es gibt sicher noch viele Krankheiten bei deren Behandlung und Betreuung Mangel herrscht......
da wird mal wieder auf Teufel komm raus versucht Kohle einzusparen und verhindert reguläre neue Arbeitskräfte zu schaffen, armes Deutschland.:wut:.
Gruß und schönen Tag noch
der border
Ahoi border, alte Socke ;-)
schön mal wieder etwas von Dir zu hören bzw. zu lesen.
Kennst Du denn auch diese Äußerungen?
Bundesgesundheitsministerin Schmidt wies die Kritik von Fachverbänden und aus der FDP zurück. Dabei schwinge auch "viel Arroganz gegenüber Arbeitslosen mit", sagte sie: "Viele Arbeitslose zeigen sich ausgesprochen engagiert, wenn es um soziales Engagement im Pflegebereich geht."
Quelle: tagesschau.de (http://www.tagesschau.de/inland/demenz106.html)
So schnell wird man vom "Sozialschmarotzer" zum "Engagierten" befördert, wenn es den eigenen Interessen dient.
"Aber wir sind ja keine Truppe von Verrückten"
Quelle: tagesschau.de (http://www.tagesschau.de/inland/demenz102.html)
Dem Behördensprecher Kurt Eikemeier (Bundesagentur für Arbeit) möchte ich jedoch widersprechen. ;-)
Hallo effge,
-wie DU sagst so wird er nutzlose "Parasit" plötzlich zum "Heilsbringer", Qualifikation ist aufgrund von Geldmangel nebensächlich.
und zu der Truppe von Verrückten (BA), wer sowas sagt:
In den Richtlinien stehen laut Eikemeier ausschließlich "weiche Faktoren". Pflegeerfahrung müssen die Bewerber nicht mitbringen. "Aber wir sind ja keine Truppe von Verrückten", so der Behördensprecher weiter. "Uns ist bewusst, wie schwierig die Betreuung Demenzkranker ist und dass das nicht jeder machen kann."
und das dann auch noch ernsthaft wirklich so meint stellt seinen eigene Aussage doch ad absurdum. (oder wie das heißt :))
-bei solchen Aussagen werden auch wohl "weiche Faktoren" in der Rübe des aussprechenden vorhanden sein.
Gruß
border
Soll die ARGE es bei mir versuchen hi hi hi ... da gehe ich gleich am ersten "Arbeitstag" mit meiner verschreibungspflichtige Psychopharmaka hin und werfe mir demonstrativ ein paar in dem Mund (sowie Dr. House das immer macht) ... mal sehen wie lange ich da bleiben darf !!!
Die BA hat bis Ende des Jahres 15 Milliarden in der Kasse. Eine Weiterbildung oder Umschulung habe ich nicht bekommen: ist kein Geld da Frau Kaiser !!! Tja, nun "darf" ich eine machen? Da muss ich leider passen ... meine wohltätige Ader ist nach knapp 3 Jahren Arbeitsamt/ARGE wie weggeblasen !!!
LG,
Monika
erfreulich, was du da schreibst denn natürlich kann man niemanden zu so einer aufgabe zwingen. solange die menschen keine maschinen sind wird es schwierig werden die pflegemisere mit arbeitslosen zu stopfen. wenn es doch passiert, kann es sein, dass man einfach so mal umfällt, wenn man gerade wen betreut... überall in der BA wird eingespart, selbst die schönsten angebote werden eingestampft, aber die gmbhs, die das geld vom bund absahnen schiessen weiter wie pilze aus dem boden, um arbeitslose zu "qualifizieren" (für waS AUCH IMMER) :) wehrt euch endlich! uns will niemand qualifizieren, sonden wir sollen wie weihnachtsgänse ausgeschlachtet werden, um die geldsäcke der gmbhs weiter anschwillen zu lassen.
erfreulich, was du da schreibst denn natürlich kann man niemanden zu so einer aufgabe zwingen. solange die menschen keine maschinen sind wird es schwierig werden die pflegemisere mit arbeitslosen zu stopfen. wenn es doch passiert, kann es sein, dass man einfach so mal umfällt, wenn man gerade wen betreut... überall in der BA wird eingespart, selbst die schönsten angebote werden eingestampft, aber die gmbhs, die das geld vom bund absahnen schiessen weiter wie pilze aus dem boden, um arbeitslose zu "qualifizieren" (für waS AUCH IMMER) :) wehrt euch endlich! uns will niemand qualifizieren, sonden wir sollen wie weihnachtsgänse ausgeschlachtet werden, um die geldsäcke der gmbhs weiter anschwillen zu lassen.
Keine Sorge, schon seit langem reicht es mir, aber gestern kam bei WISO was total verrücktes, da war ich echt sprachlos ... einige Mitarbeitern einer Firma (die im Inslolvenzverfahren steckt) werden vom Insolvenzverwalter verklagt, weil Sie (also die Mitarbeiter) die letzten 3 Gehälter zurück geben müssen, um die Firma zu retten!!! Und das alles ganz legal (Insolvenzrecht)!!! Und es waren sowieso Niedriglöhne, was diese Firma bezahlt hat!!!
Ist das noch zu toppen??? Wo sind wir denn???
Hall ich bin nochmal,
am Ende bleibt zu hoffen dass nicht jeder Erwerbslose
diesen "Job" annimmt, und vor allem hoffe ich darauf das gewissenhafte Pflegeheime diesen "Service" ablehnen und sich bei Bedarf Fachkräfte in Voll- oder Teilzeit einstellen.
Die Kosten dieser "Maßnahme" werden wahrscheinlich immens hoch sein, ich denke die Heime werden dann abkassieren wie es bei 1Euro Jobbern üblich ist, d. h. mindestens 300 Euro pro Monat für zusätzliche Aufwendungen, und dazu dann noch zusätzlich 500 Euro pro Monat für innerhäusliche Trainingsmaßnahmen (wie auch immer geartet diese sind).
-wären dann 800 Euro pro Monat zusätzlich zur Alg 2 Leistung, an den Träger.
Was natürlich auch noch möglich wäre, ist dass Alg 2 Bezieher hier von vornherein ausgeschlossen sind, und nur die Erwerbslosen im ersten Jahr also Alg 1zu dieser Ehre kommen, -glaube ich aber eher nicht.
aber bald ist ja Herbst und dann wird die "Beschäftigungsoffensive" im Gesundheitsdienst ja angehen, bis dahin wird es wohl auch die ersten Erfahrungsberichte geben.
Gruß und schönen Abend
border
Ich lass mich überraschen, wenn meine FM mir so ne Maßnahme versucht aufs Auge zu drücken, darf sie sich hinterher von mir in solch einem Heim pflegen lassen.
Ich lass mich überraschen, wenn meine FM mir so ne Maßnahme versucht aufs Auge zu drücken, darf sie sich hinterher von mir in solch einem Heim pflegen lassen.
Meine SB ist auf jeden Fall ein Fall für ein Heim für Demenzkranke ... was die alles vergisst: ja, ich habe vergessen die Regelleistung zu überweisen, hatten wir das nicht so ausgemacht?
Marsleuchte
19.08.2008, 21:43
Kinners mal ganz sachte!
Ich selber hatte im letzten Jahr einen solchen EEJ begonnen und Ihn auch gerne gemacht, weil es die Menschen einem gedankt haben, besonders die Angehörigen der Bewohner!
Es ist halt immer die Frage in was man eingesetzt wird, in der Pflege ist unmöglich weil ein Laie weder spritzen noch Essen reichen darf!
Was meine Aufgabe gewesen war, sind Spiele zu machen, spazieren mit den Bewohnern zu gehen usw. usw., das andere war immer Aufgabe des Pflegepersonals.
Also ich musste weder :kotz:, noch Urin weg machen und musste auch nicht mit den Bewohner aufs WC gehen.
Ich denke das diese Grundidee nicht einmal schlecht ist, allerdings in der Umsetzung nicht möglich, weil das Pflegepersonal gerne die EEJ´s voll mit in die Pflege einbeziehen will um sich selber zu entlasten.
@ Roady und Monika Kaiser, wäre vielleicht hilfreich wenn man sich mal in so einem Altenheim umsieht bevor man hier sein bestes gibt.
Nur von Öffentlichkeitsmeldungen alleine hat keiner Erfahrungen gemacht die so eine Art der Wortwahl in diesen Thread rechtfertigen!
MfG
Marslicht
Kinners mal ganz sachte!
Ich selber hatte im letzten Jahr einen solchen EEJ begonnen und Ihn auch gerne gemacht, weil es die Menschen einem gedankt haben, besonders die Angehörigen der Bewohner!
Es ist halt immer die Frage in was man eingesetzt wird, in der Pflege ist unmöglich weil ein Laie weder spritzen noch Essen reichen darf!
Was meine Aufgabe gewesen war, sind Spiele zu machen, spazieren mit den Bewohnern zu gehen usw. usw., das andere war immer Aufgabe des Pflegepersonals.
Also ich musste weder :kotz:, noch Urin weg machen und musste auch nicht mit den Bewohner aufs WC gehen.
Ich denke das diese Grundidee nicht einmal schlecht ist, allerdings in der Umsetzung nicht möglich, weil das Pflegepersonal gerne die EEJ´s voll mit in die Pflege einbeziehen will um sich selber zu entlasten.
@ Roady und Monika Kaiser, wäre vielleicht hilfreich wenn man sich mal in so einem Altenheim umsieht bevor man hier sein bestes gibt.
Nur von Öffentlichkeitsmeldungen alleine hat keiner Erfahrungen gemacht die so eine Art der Wortwahl in diesen Thread rechtfertigen!
MfG
Marslicht
@ Hallo Marslicht,
Ich war mal schon in die Psychiatrie (als Patient), und glaube nicht, dass ich noch was lernen muss im Umgang mit kranken Menschen, weil ich ja selbst eins bin.
Fakt ist: wieso sollen Arbeitslose einen Beruf erlernen, in dem schon 15.000 arbeitslose gibt?
Marsleuchte
19.08.2008, 21:59
Soll die ARGE es bei mir versuchen hi hi hi ... da gehe ich gleich am ersten "Arbeitstag" mit meiner verschreibungspflichtige Psychopharmaka hin und werfe mir demonstrativ ein paar in dem Mund (sowie Dr. House das immer macht) ... mal sehen wie lange ich da bleiben darf !!!
Die BA hat bis Ende des Jahres 15 Milliarden in der Kasse. Eine Weiterbildung oder Umschulung habe ich nicht bekommen: ist kein Geld da Frau Kaiser !!! Tja, nun "darf" ich eine machen? Da muss ich leider passen ... meine wohltätige Ader ist nach knapp 3 Jahren Arbeitsamt/ARGE wie weggeblasen !!!
LG,
Monika
Das klingt in diesen Beitrag aber ganz anderst!
Ich werde mich nicht dazu äußern wie sich das für mich liest!
Ich persönlich vertrete dazu noch die Meinung das zuviel TV für eine klare und normale Denkweise eher hinderlich ist.
Wer ist eigentlich Dr. House?
Eine Figur aus einer Serie, wobei ich das kürzlich erschiene Buch von Hugh Laurie "
Bockmist " wesdentlich interessanter finde als die Person die er in der Serie verkörpert!
MfG
Marslicht
Das klingt in diesen Beitrag aber ganz anderst!
Ich werde mich nicht dazu äußern wie sich das für mich liest!
Ich persönlich vertrete dazu noch die Meinung das zuviel TV für eine klare und normale Denkweise eher hinderlich ist.
Wer ist eigentlich Dr. House?
Eine Figur aus einer Serie, wobei ich das kürzlich erschiene Buch von Hugh Laurie "
Bockmist " wesdentlich interessanter finde als die Person die er in der Serie verkörpert!
MfG
Marslicht
Oje, jetzt reichen die Vorschriften der ARGE nicht mehr,jetzt kriegt man ins Forum gesagt, was man zu tun hat oder nicht, nämlich Fersehen.
Ich verstehe das ganze nicht: wenn es für dich ok ist, als ALG II Empfänger mit Demenzkranken Menschen zu arbeiten, kannst du es tun.
Es sollte eben nur freiwillig sein. Zwangsarbeit ist nicht mein Ding.
Ich kann das nicht und will es auch nicht und ich schäme mich nicht dafür.
Mir reichen eben die Probleme, die ich schon habe.
Grüße,
Monika
Marsleuchte
20.08.2008, 07:05
Oje, jetzt reichen die Vorschriften der ARGE nicht mehr,jetzt kriegt man ins Forum gesagt, was man zu tun hat oder nicht, nämlich Fersehen.
Ich habe jetzt diesen Thread 3 X gelesen und kann Deinen Vorwurf nicht so recht verstehen das man Dir hier im Forum was vorschreibt bezüglich Fernsehen.
Es handelt sich dabei um meine eigene Meinung und um keine Vorschrift.
Bezüglich der Zwangsarbeit, bin ich der Meinung, dass Du aufgrund Deiner Vorgeschichte diesbezüglich so oder so rausfallen wirst und garnicht in den Kreis kommen würdest das man es Dir anbietet.
Nur zum klaren Verständniss : Das ist auch meine Meinung !
Mein Denkanstoß ging mehr in die Richtung, dass meinen keinen Menschen in die Demensecke stellen sollte wenn man garnicht eigens sich ein Bild über diese Erkrankung gemacht hat.
Oder würde es Dir gefallen das man Dich aufgrund Deiner Vorgeschichte in irgend eine Ecke abstellt weil sich einfach jemand mal so ganz pauschal seine Meinung gebildet hat aufgrund von Medienberichten?
MfG
Marslicht
MfG
Marslicht
@ Roady und Monika Kaiser, wäre vielleicht hilfreich wenn man sich mal in so einem Altenheim umsieht bevor man hier sein bestes gibt.
MfG
Marslicht
@ Marslicht, hätte ich Bettpfannen schubsen wollen, dann hätte ich mich vor 15 Jahren gedrückt und hätte Zivi gespielt.
Habe ich aber nicht und zwar aus dem Grund, dass ich keine Gelüste verspüre Bettpfannen zu schubsen.
Können ja dafür die ganzen ehemaligen Drückeberger antreten lassen, die haben schließlich schon Erfahrung auf dem Gebiet.
Mich kann man höchsten in der aktiven Sterbehilfe einsetzen, mehr hat mir der Staat leider nicht beigebracht.
Außerdem weiß ich nicht was Du überhaupt von mir willst, ich hatte lediglich geschrieben, dass wenn meine FMin mir solch einen Job zuweisen würde, sie hinterher selbst Pflege nötig hätte, sie ist schließlich jetzt schon nur 2 Handgriffe von diesem Status entfernt.
In diesem Sinne - Glück ab !!!
Sommerblumen
20.08.2008, 08:59
Mein Denkanstoß ging mehr in die Richtung, dass meinen keinen Menschen in die Demensecke stellen sollte wenn man garnicht eigens sich ein Bild über diese Erkrankung gemacht hat.
So wie ich den Vorschlag verstanden habe, geht es darum, das ALG II-Empfänger als Hilfskräfte bei Dementen eingesetzt werden sollen. Da stellt niemand jemanden in eine Demenzecke. Demenzkranke sollen natürlich ein würdiges Leben führen - dazu gehört aber auch eine kompetente Pflege. Denn es sind halt nicht ein paar "schusselige alte Leutchen", sondern die GESCHULTEN Pflegekräfte kommen teilweise selbst nicht mit dem psychischen Druck klar. Dazu gehören (als mögliche Auswirkungen der Erkrankung) z. B. Paranoia, Weglaufen, Beschuldigen (Vergewaltigung, Klauen), Vergesslichkeit, Depressionen etc. Es erfordert ein hohes Maß an psychischer Belastbarkeit (natürlich neben der Ausbildung), dies zu bewältigen. Wenn der Spardruck in den Heimen usw. aber weitergeht, dann kann eine Krankenschwester Schicht schieben für 20 Menschen und dann laufen noch 1-3 Hilfskräfte um sie herum (solche Beispiele kenne ich, deshalb wurde u.a. bei uns in der Stadt ein Heim ENDLICH geschlossen).
Ich bin also zutiefst misstrauisch, wenn ALG II-Empfänger "freiwillig" dort arbeiten sollen, aber - wiedermal - nicht oder wenig kontrolliert wird, wozu eigentlich. Auf dem Papier sollen sie möglicherweise Gesellschafter sein, spielen, erzählen, mit den alten Herrschaften spazieren gehen etc. Das finde ich - an sich - eine schöne Idee! Dafür gibt es aber meist schon Ehrenamtliche (wobei zusätzliches Engagement ja nie schaden kann!).
Gleichzeitig herrscht aber ein deutlicher Pflegenotstand. Somit ist zu befürchten, dass die 1-Euro-Jobber dort wieder Arbeitsplätze vernichten, wo jede Menge arbeitslose Pfleger und Krankenhauspersonal dringend auf einen (menschlich bezahlten) Job warten!
Angesichts dessen würde ich eine solche Maßnahme nur mit entsprechend scharfer Kontrolle und empfindlichen Strafen für Heim UND Arge befürworten, sofern die die ALGII-ler doch etwas "intensiver" nutzen möchten.
Alternativ könnte sich die ARGE oder der Staat ja dafür einsetzen, dass "Besuchsservice-Agenturen" gegründet werden und mehrere Arbeitslose gegen ein Anerkennungsentgelt oder sonstige Vergünstigungen Heime besuchen. Und damit eben ganz deutlich von dem Pflegepersonal getrennt sind. Gibt ja schon "Mobile Engel", Bring-und-Besuchs-Dienste etc. Sollen sie doch sowas unterstützen.
Ich kann mir durchaus leichte Pflegetätigkeiten vorstellen, denn meinen Zivildienst habe ich im Krankenhaus recht ordentlich gemacht.
Mit Händen und Füßen wehre ich mich jedoch gegen dahingeschnodderte "Arbeitsangebote" die den Betroffenen nicht gerecht werden können.
Abgesehen von dem arbeitsmarktpolitischen Irrfug kann m.E. eine verantwortungsvolle Betreuung nicht gewährleistet werden. Hier bedarf es gut ausgebildeter Pflegekräfte.
Vielleicht sollten sich die politisch Verantwortlichen ein wenig mehr mit Demenz und Pflege (http://www.altenpflegeschueler.de/krankheiten/demenz-2.php) auseinandersetzen. :engel:
du schreibst: "Bezüglich der Zwangsarbeit, bin ich der Meinung, dass Du aufgrund Deiner Vorgeschichte diesbezüglich so oder so rausfallen wirst und garnicht in den Kreis kommen würdest das man es Dir anbietet."
sag mal marslicht: kannst du dir denn gar nicht vorstellen, dass psychische krankheit auch "eine art taktik" des arbeitslosen sein kann? bei dir hört es sich so an, als seist du stolz darauf zum kreis der "normalen" zu gehören, wenn du für so eine arbeit eingespannt wirst. noch einmal zu deinem besseren verständnis: du sollst 1. den pflegenotstand beheben, keiner will dich einfach nur so beschäftigen
2. sollst du dem krankenhaus (meist der gmbh) 300-500euro monatl. einbringen, du bist also "eine gans" die ausgeschlachtet werden soll, verstehst du das nicht????
wenn DU demenzkranke pflegen willst und das auch völlig ok findest, finde ich das löblich und gut. aber warum machst du sowas dann nicht einfach ehrenamtlich, also ohne die hilfe der ARGE ? (wahrscheinlich würdest du niemanden finden, der deine hilfe annimmt) im übrigen finde ich das mit der pflege-hetze z.zt. auch alles übertrieben und polemisch...
die arge will mit deiner person grundsätzlich geld verteilen, das genug vorhanden ist. von wegen: leere kassen! nur wer in diesem land "psychisch krank" ist, kann sich dem staat noch quer entgegenstellen, die anderen sind selber schuld und lassen sich von der BILDZEITUNG und den FERNSEHEN ein schlechtes gewissen machen! bei dir hat das ja schon geklappt.:patsch:
Ich bin ja eifriger Radiohörer und habe vorhin dieses Interview mit Professor Elisabeth-Steinhagen-Thiessen, Gerontologin der Berliner Charité gehört: "Hartz-IV-Empfänger sollen Demenzkranke unterstützen"
(...) Eine Krankenschwester lernt drei Jahre lang, ein Altenpfleger oder eine Altenpflegerin auch. Nun sitzen die ja nicht drei Jahre herum und drehen Däumchen. Wenn sie dann fertig ausgebildet sind, muss man oft sagen, sind sie noch nicht mal gut ausgebildet für das Thema Demenz, was ein immer größeres Problem bei uns wird und immer drängender. (...)
Zum gesamten Interview des DLF (http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/834066/)
@ Marslicht
Kannst du mir wirklich ein Vorwurf mchen, wenn ich das hier lese
Ich persönlich vertrete dazu noch die Meinung das zuviel TV für eine klare und normale Denkweise eher hinderlich ist.
und mich angegriffen fühle? Natürlich kannst du eine Meinung haben und diese auch äußern, aber darfst dudich nicht wundern, wenn deine Meinung als "Abgriff" interpretiert wird. Insgesamt hatte dein Beitrag etwa von einer "Moralpauke" an sich, so nach dem Motto Ach-was-seid-ihr-für-schlechte-Menschen-ich-setzte-mich-für-Demenzkranke-ein-und-ihr-nicht.
Falls du es so verstanden hast, dass wir uns über Kranke lustig machen, dann hast du das komplett falsch verstanden. Es ging vielmehr darum sich über die ARGE und ihre dumme Vorschläge durch den Kakao zu ziehen ...
und meine Frage hast du leider auch nicht beantwortet: wieso neue Kräfte für ein Beruf auszubilden, wenn in diesem Beruf 15.000 schon arbeitslose sind?
LG,
Monika
du schreibst: "Bezüglich der Zwangsarbeit, bin ich der Meinung, dass Du aufgrund Deiner Vorgeschichte diesbezüglich so oder so rausfallen wirst und garnicht in den Kreis kommen würdest das man es Dir anbietet."
sag mal marslicht: kannst du dir denn gar nicht vorstellen, dass psychische krankheit auch "eine art taktik" des arbeitslosen sein kann? bei dir hört es sich so an, als seist du stolz darauf zum kreis der "normalen" zu gehören, wenn du für so eine arbeit eingespannt wirst. noch einmal zu deinem besseren verständnis: du sollst 1. den pflegenotstand beheben, keiner will dich einfach nur so beschäftigen
2. sollst du dem krankenhaus (meist der gmbh) 300-500euro monatl. einbringen, du bist also "eine gans" die ausgeschlachtet werden soll, verstehst du das nicht????
wenn DU demenzkranke pflegen willst und das auch völlig ok findest, finde ich das löblich und gut. aber warum machst du sowas dann nicht einfach ehrenamtlich, also ohne die hilfe der ARGE ? (wahrscheinlich würdest du niemanden finden, der deine hilfe annimmt) im übrigen finde ich das mit der pflege-hetze z.zt. auch alles übertrieben und polemisch...
die arge will mit deiner person grundsätzlich geld verteilen, das genug vorhanden ist. von wegen: leere kassen! nur wer in diesem land "psychisch krank" ist, kann sich dem staat noch quer entgegenstellen, die anderen sind selber schuld und lassen sich von der BILDZEITUNG und den FERNSEHEN ein schlechtes gewissen machen! bei dir hat das ja schon geklappt.:patsch:
Wir arbeitslose sollten eine Gemeinschaft bilden, statt uns gegenseitig anzugreifen ... 8 Millionen Menschen sollten eine starke Stimme sein und in der Lage sein, sich gegen solchen "Massnahmen" zu wehren.
Stattdessen lassen wir uns vom Politikern beleidigen, und uns alle in einen Topf werfen, als seien wir Kartoffelsäcke.
Politiker sagt: oje, wohin damit jetzt? Ach lass sie uns in der Pflege stecken! Was? Wollen Sie nicht? Ist mir egal, sie haben gar nichts zu melden, sie sind Hartz IV Empfänger und tun was ich sage!!!
Und die ganze Nation meldet sich zu Wort um zu entscheiden was mit uns geschehen soll ... was sollen wir mit Hartz IV Leute mache?
Aber auf dem Gedanke uns zu fragen kommt ja keiner. Wozu auch? Wir haen ja nichts zu melden ...
Jede darf sein Senf dazu geben, nur ich nicht! Ja, dafür schäme ich mich.
LG,
Monika
Marsleuchte
20.08.2008, 15:49
du schreibst: "Bezüglich der Zwangsarbeit, bin ich der Meinung, dass Du aufgrund Deiner Vorgeschichte diesbezüglich so oder so rausfallen wirst und garnicht in den Kreis kommen würdest das man es Dir anbietet."
sag mal marslicht: kannst du dir denn gar nicht vorstellen, dass psychische krankheit auch "eine art taktik" des arbeitslosen sein kann? bei dir hört es sich so an, als seist du stolz darauf zum kreis der "normalen" zu gehören, wenn du für so eine arbeit eingespannt wirst. noch einmal zu deinem besseren verständnis: du sollst 1. den pflegenotstand beheben, keiner will dich einfach nur so beschäftigen
2. sollst du dem krankenhaus (meist der gmbh) 300-500euro monatl. einbringen, du bist also "eine gans" die ausgeschlachtet werden soll, verstehst du das nicht????
wenn DU demenzkranke pflegen willst und das auch völlig ok findest, finde ich das löblich und gut. aber warum machst du sowas dann nicht einfach ehrenamtlich, also ohne die hilfe der ARGE ? (wahrscheinlich würdest du niemanden finden, der deine hilfe annimmt) im übrigen finde ich das mit der pflege-hetze z.zt. auch alles übertrieben und polemisch...
die arge will mit deiner person grundsätzlich geld verteilen, das genug vorhanden ist. von wegen: leere kassen! nur wer in diesem land "psychisch krank" ist, kann sich dem staat noch quer entgegenstellen, die anderen sind selber schuld und lassen sich von der BILDZEITUNG und den FERNSEHEN ein schlechtes gewissen machen! bei dir hat das ja schon geklappt.:patsch:
Ich denke bevor Du hier einfach so los ballerst, solltest Du mal eine kleine Zeitreise in meinen Beiträgen antreten und ich denke somit sollten sich Deine Fragen auch fix beantwortet haben!
Und was bei mir geklappt oder nicht steht auf einem anderem Blatt und ich hoffe das Dein :patsch: Dir jetzt keine Kopfschmerzen bereitet!
MfG
Marslicht
Marsleuchte
20.08.2008, 15:57
@ Marslicht
Kannst du mir wirklich ein Vorwurf mchen, wenn ich das hier lese
und mich angegriffen fühle? Natürlich kannst du eine Meinung haben und diese auch äußern, aber darfst dudich nicht wundern, wenn deine Meinung als "Abgriff" interpretiert wird. Insgesamt hatte dein Beitrag etwa von einer "Moralpauke" an sich, so nach dem Motto Ach-was-seid-ihr-für-schlechte-Menschen-ich-setzte-mich-für-Demenzkranke-ein-und-ihr-nicht.
Klar kann ich das verstehen und deswegen bewegen wir uns ja hier in einem öffentlichen Forum wo jeder seine Meinung kund geben kann.
Der Punkt das Du Dich angegriffen fühlst ist bestimmt nicht meine Äußerung, das Grundproblem ist das viele den Status Moderator als was weiß ich ansehen und sich dann durch abweichende Äußerungen angegriffen fühlen.
Es ging hier ausschließlich um meine meinung was ich auch in meinen Beträgen deutlich hervorhebe.
Und wenn Du meine Beiträge sorgfälltig liest, sollte Dir auffallen das darin steht ich hatte auch mal in so einem Altenheim gearbeitet und es steht nicht ich arbeite in einen Altenheim.
So dann will ich auch noch Deinen Willen befriedigen wegen der 15.000!
Woher Du die Zahl der 15.000 hast ist mir ein Rätsel.
Es mag sein das es vielleicht in Deiner Region oder in anderen der Fall ist, hier bei uns gibt es eher einen Notstand an Pflegepersonal ect pp.
Frage somit beantwortet?
MfG
Marslicht
Klar kann ich das verstehen und deswegen bewegen wir uns ja hier in einem öffentlichen Forum wo jeder seine Meinung kund geben kann.
Der Punkt das Du Dich angegriffen fühlst ist bestimmt nicht meine Äußerung, das Grundproblem ist das viele den Status Moderator als was weiß ich ansehen und sich dann durch abweichende Äußerungen angegriffen fühlen.
Es ging hier ausschließlich um meine meinung was ich auch in meinen Beträgen deutlich hervorhebe.
Und wenn Du meine Beiträge sorgfälltig liest, sollte Dir auffallen das darin steht ich hatte auch mal in so einem Altenheim gearbeitet und es steht nicht ich arbeite in einen Altenheim.
So dann will ich auch noch Deinen Willen befriedigen wegen der 15.000!
Woher Du die Zahl der 15.000 hast ist mir ein Rätsel.
Es mag sein das es vielleicht in Deiner Region oder in anderen der Fall ist, hier bei uns gibt es eher einen Notstand an Pflegepersonal ect pp.
Frage somit beantwortet?
MfG
Marslicht
Dein Status als Moderator hhat für mich keine Auswirkung auf meine Antworten, keine Sorge :razz:
"hier bei uns gibt es eher einen Notstand an Pflegepersonal ect pp."
Und du findest das in Ordnung, dass der "Notstand" mit Hartz IV Empfänger behoben wird?
Denn das ist worüber wir hier die ganze Zeit reden ...
Wer ist Schuld an dem Notstand? Dann sollen die, die den Notstand verursacht habe, wieder in Ordnung bringen!!!
LG,
Monika
Marsleuchte
20.08.2008, 16:20
Und du findest das in Ordnung, dass der "Notstand" mit Hartz IV Empfänger behoben wird?
Denn das ist worüber wir hier die ganze Zeit reden ...
Wer ist Schuld an dem Notstand? Dann sollen die, die den Notstand verursacht habe, wieder in Ordnung bringen!!!
Ich sagte nicht das ich es in Ordnung finde, aber was spricht dagegen einen Langzeitarbeitslosen mit der Hinsicht auf Jobaussicht umzuschulen?
Anderst gesehen ging es hier nicht um Pflegerrische Tätigkeiten, vielmehr um die Betreung so in der Form wie ich es beschrieben habe. Was spricht Deines Erachtens dagegen das man sich hinsetzt Spiele macht, sich das der Leid der Alten und deren Kinder anzuhören und ein wenig vermittelt zwischen Pflegepersonal / Heimleitung?
Ich bin jetzt aus gesundheitlichen Gründen seit 2003 Zuhause und habe nicht ein einziges Umschulungsangebot erhalten bis auf diesen EEJ im letzten Jahr.
Für mich war es angenehm mal unter Menschen zu kommen als in meinen eigenen 4 Wänden zu verblöden.
MfG
Marslicht
Ich sagte nicht das ich es in Ordnung finde, aber was spricht dagegen einen Langzeitarbeitslosen mit der Hinsicht auf Jobaussicht umzuschulen?
Anderst gesehen ging es hier nicht um Pflegerrische Tätigkeiten, vielmehr um die Betreung so in der Form wie ich es beschrieben habe. Was spricht Deines Erachtens dagegen das man sich hinsetzt Spiele macht, sich das der Leid der Alten und deren Kinder anzuhören und ein wenig vermittelt zwischen Pflegepersonal / Heimleitung?
Ich bin jetzt aus gesundheitlichen Gründen seit 2003 Zuhause und habe nicht ein einziges Umschulungsangebot erhalten bis auf diesen EEJ im letzten Jahr.
Für mich war es angenehm mal unter Menschen zu kommen als in meinen eigenen 4 Wänden zu verblöden.
MfG
Marslicht
Siehst du? Soviel Lärm um nichts :-P denn im Prinzip gehen unsere Gedanken (fast) in die eine Richtung ... es spricht absolut nichts dagegen, Langzeitarbeitslose umzuschulen, das ist ok solange es freiwillig passiert ... wie z.B. Frau Kaiser, hätten Sie Lust eine Umschulung als Pfleger zu besuchen? Und Frau Kaiser darf antworten: Nett, das sie fragen, aber nein, ich kann nicht und will nicht, weil ich eigentlich schon eine Ausbildung habe und lange Zeit habe ich nachgefragt, ob ich eine Witerbildung in dem Beruf machen kann (wofür ich in Frankfurt am Main mit Sicherheit eine Arbeit gekriegt hätte) aber sie sagten mir immer: nein, Frau Kaiser, dafür ist kein Geld da. Deswegen bin ich jetzt eine Langzeitarbeitslose ohne nicht mal eine Weiterbildung, was auf meinen Lebenslauf gar kein guten Eindruck macht (und dafür hatte ich beinahe 3 Jahren Zeit).
Verstehst du jetzt was ich meine?
LG,
Monika
Marsleuchte
20.08.2008, 16:33
Klar verstehe ich was du meinst, aber wie gesagt es gibt eine vielzahl wo planlos durchs Leben schreiten die am Morgen vor dem Aldi stehen und sich eine Pulle Bier rein ziehen.
Ich denke genau diesen Kreis würde es gut tun auf diesem Weg die Möglichkeit zu erhalten sich wieder auf den nächsten Tag zu freuen der eine Aufgabe mitsich bringt.
MfG
Marslicht
Klar verstehe ich was du meinst, aber wie gesagt es gibt eine vielzahl wo planlos durchs Leben schreiten die am Morgen vor dem Aldi stehen und sich eine Pulle Bier rein ziehen.
Ich denke genau diesen Kreis würde es gut tun auf diesem Weg die Möglichkeit zu erhalten sich wieder auf den nächsten Tag zu freuen der eine Aufgabe mitsich bringt.
MfG
Marslicht
Ja, ich weiß, es gibt ja auch in FFM viele davon und jeder davon ist ein trauriger Fall, aber genauso wie man Psychichkranke nur in Ausnahmefälle eingesperrt werden können, hat niemand das Recht, absolut niemand, einzugreifen und jemand "zu seinem Glück" zwingen.
Selbst wenn es gut gemeint ist.
Sorry, nenn mich jetzt utopisch oder was auch immer, aber das ist für mich Demokratie.
LG,
Monika
Klar verstehe ich was du meinst, aber wie gesagt es gibt eine vielzahl wo planlos durchs Leben schreiten die am Morgen vor dem Aldi stehen und sich eine Pulle Bier rein ziehen.
Ich denke genau diesen Kreis würde es gut tun auf diesem Weg die Möglichkeit zu erhalten sich wieder auf den nächsten Tag zu freuen der eine Aufgabe mitsich bringt.
MfG
Marslicht
:sdagegen: "vorm aldi stehn mit ner pulle bier", "planlos durchs leben schreiten". du kannst einen wirklich sehr wütend machen mit deinen klischees von arbeitslosen. ich glaube du liest zuviel bild zeitung oder glaubst solchen sendungen wie ANNEWILL oder MaybrittIllner??? ich finde es erstaunlich, wie gut es die fernsehsender hinbekommen haben, leute wie dich zu manipulieren! hast du vielleicht mal überlegt, dass es -angeblich- nur solche (wie du sie beschreibst) geben darf, damit das volk weiter verdummt werden kann? nein, als arbeitsloser kann man durchaus auch goethe und schiller lesen und kann durchaus auch zinsrechnung oder dreisatz rechnen, ebenso hat manch arbeitsloser auch schon mal was von differentialrechnung gehört. noch einmal und jetzt reichts mir wirklich: wenn du alte und kranke menschen betreuen möchtest ist das eine ehrenwerte sache!!!!! aber,--- bitte lass dich nicht von der ARGE vermitteln, denn die wollen letztlich die gmbhs mit geld zuschütten, das du ihnen monatlich einbringst. nach dem motto: "wenn sie hier arbeiten wollen: gerne, aber bringen sie erst mal das säckchen geld von der arge mit!" und ab jetzt werde ich mich nicht mehr mit marslicht unterhalten !
:sdagegen: "vorm aldi stehn mit ner pulle bier", "planlos durchs leben schreiten". du kannst einen wirklich sehr wütend machen mit deinen klischees von arbeitslosen. ich glaube du liest zuviel bild zeitung oder glaubst solchen sendungen wie ANNEWILL oder MaybrittIllner??? ich finde es erstaunlich, wie gut es die fernsehsender hinbekommen haben, leute wie dich zu manipulieren! hast du vielleicht mal überlegt, dass es -angeblich- nur solche (wie du sie beschreibst) geben darf, damit das volk weiter verdummt werden kann? nein, als arbeitsloser kann man durchaus auch goethe und schiller lesen und kann durchaus auch zinsrechnung oder dreisatz rechnen, ebenso hat manch arbeitsloser auch schon mal was von differentialrechnung gehört. noch einmal und jetzt reichts mir wirklich: wenn du alte und kranke menschen betreuen möchtest ist das eine ehrenwerte sache!!!!! aber,--- bitte lass dich nicht von der ARGE vermitteln, denn die wollen letztlich die gmbhs mit geld zuschütten, das du ihnen monatlich einbringst. nach dem motto: "wenn sie hier arbeiten wollen: gerne, aber bringen sie erst mal das säckchen geld von der arge mit!" und ab jetzt werde ich mich nicht mehr mit marslicht unterhalten !
Dabei muss man nicht mal bis ALDI laufen um das zu sehen ... ich habe genügend Menschen erlerbt, die am Arbeitsplatz saufen (die haben aber eine braune Papiertüte um den Flachmann).
Gegen Planlosigkeit (richtig geschrieben?) sind sogar Politiker nicht immun :-P
Marsleuchte
20.08.2008, 19:06
@ Ona007,
ich denke es ist an der Zeit Dich mal ein wenig einzubremsen und Dich aufzufordern hier ein normales Level anzuschlagen, bevor Du hier noch mehr zu Deinem besten gibst und einen auf dicke Hose zum Punkt Allgemeinwissen und ich bin der Schlauste machst.
Du hast in keiner Weise einen Beitrag von mir richtig gelesen und verstanden!
Verweise ich Dich erst einmal in unsere Hilfe/FAQ (http://www.arbeitslosennetz.de/forum/faq.php) damit Du hier ein wenig über unseren Forenregel studieren kannst.
Ich empfehle Dir gleich mal auf diesen Weg folgende Regel:
Was erwarten wir von den Benutzern in diesem Forum:
* Unter Verwendung von Groß-/Kleinschreibung mit Interpunktion verfaßte klar
formulierte Fragen bzw. Antworten in normaler deutscher Umgangssprache.
Ich bedanke mich für Dein Verständniss!
MfG
Marslicht
Ich bin es nicht
20.08.2008, 19:12
ähhh marslicht ..
hier mal ein kleines Zitat aus einem von dir verfassten Beitrag / deine Meinung ..
Dann ist Dein Vermieter ein Depp und wie die meisten nur auf Kohle aus!..
fahren hier einige mit Sonderrechten ?
Marsleuchte
20.08.2008, 19:28
Ich würde sage ich habe hier jemanden in der 3. Person angegriffen oder war sein Vermieter auch in diesen Thread zugange?
Na Ich Bins, ich würde sagen hier hat wieder einmal jemand das Thema verfehlt?!
MfG
Marslicht
Ich bin es nicht
20.08.2008, 19:39
nöö ..
ich finde es nur recht anstrengend wenn man sich bei vielen Beiträgen fragen muss , warum die User so häufig angegriffen werden ?
stephanK schrieb mal vor längerer Zeit .... Moderator kommt von moderat ..
aber alles ändert sich ja leider in der heutigen Zeit .. warum nicht auch der Ursprung und Sinn eines Begriffs .. ..
sooo.. bin für heute mal aus diesem Chatroom ... äh sorry Forum raus ..
Marsleuchte
20.08.2008, 19:50
@ Ich bins,
ich merke gerade wieder das Du die Aufgaben eines Moderator nicht begriffen hast.
Es sind genauso User wie jeder andere auch die zusätzlich mit anderen Aufgaben betreut sind.
Achso und nicht zu vergessen, ein Moderator ist nicht allwissend und muß nicht gleichzeitig das NON PLUS ULTRA sein.
MfG
Marslicht
Also ich kann das ursprüngliche Thema "Arbeitslose sollen Demenzkranke betreuen" nicht mehr erkennen.
Wer betreut denn nun uns bzw. diesen Thread? :engel:
stephanK schrieb mal vor längerer Zeit .... Moderator kommt von moderat ....
Und das sollte Gültigkeit haben.
My five Cent.
Marsleuchte
20.08.2008, 19:59
Also ich kann das ursprüngliche Thema "Arbeitslose sollen Demenzkranke betreuen" nicht mehr erkennen.
Wer betreut denn nun uns bzw. diesen Thread? :engel:
Also Effge ich denke dieser Thread ist gut in Deinen Händen aufgehoben, immerhin bist ja vom alten Schlag und auch Profi.:engel:
Gruß Marslicht
Hier gehts ja richtig ab *lach*
Is man mal nen Nachmittag unterwegs, kommt zurück und hier ist der 3. Weltkrieg ausgebrochen.
Das ganze Thema gibts doch nur weil die Bundeswehr immer weniger junge Leute zur Musterung einlädt um sie hinterher ziehen zu können, weil sie nicht mehr das Potential benötigen wie früher.
Aus dem Grund kommen auch immer weniger junge Leute auf die Idee zu verweigern und Zivi zu machen, sind ja schließlich auch nicht dumm die Kids, wenn man garned gerufen wird is es immer noch 1000 mal besser als als Zivi. ;-)
Und genau an dem Punkt fangen die Probleme der Krankenhäuser, Pflegedienste, Pflegeheime, Altenheime, Caritas und Co. an ihnen gehen langsam aber sicher die preiswerten Sklaven aus.
Man könnte ja denken, die hätten sich inzwischen so gesund verdient am alten System, dass sie ohne Probleme Fachkräfte als Ersatz einstellen könnten, aber scheinbar ist die gesparte Kohle irgendwo anders versumpft.
Tja und jetzt kommt die große Rettung seitens der demenzerkrankten Politik und die ganzen Faulenzer (ALG II Bezieher) sind über Nacht eingeplant um diese schöne selbst gemachte Lücke nun zu füllen.
Und ich könnte fast schon wetten, es gibt unter uns so viele Leidensgenoßen, denen der Biss dafür fehlt, oder die so behördenhörig sind, dass sie das auch noch mit sich machen lassen, anstatt sich dagegen zu wehren.
Fällt mir grade ein, nachher soll um 21:15 Uhr auf SAT 1 ne neue Propaganda-Serie starten wo man sieht wie bösartig ALG II Bezieher sind, das was man im Vorspann sehen konnte, war so richtig fein an den Haaren beigezogen.
Hier gehts ja richtig ab *lach*
Is man mal nen Nachmittag unterwegs, kommt zurück und hier ist der 3. Weltkrieg ausgebrochen.
Das ganze Thema gibts doch nur weil die Bundeswehr immer weniger junge Leute zur Musterung einlädt um sie hinterher ziehen zu können, weil sie nicht mehr das Potential benötigen wie früher.
Aus dem Grund kommen auch immer weniger junge Leute auf die Idee zu verweigern und Zivi zu machen, sind ja schließlich auch nicht dumm die Kids, wenn man garned gerufen wird is es immer noch 1000 mal besser als als Zivi. ;-)
Und genau an dem Punkt fangen die Probleme der Krankenhäuser, Pflegedienste, Pflegeheime, Altenheime, Caritas und Co. an ihnen gehen langsam aber sicher die preiswerten Sklaven aus.
Man könnte ja denken, die hätten sich inzwischen so gesund verdient am alten System, dass sie ohne Probleme Fachkräfte als Ersatz einstellen könnten, aber scheinbar ist die gesparte Kohle irgendwo anders versumpft.
Tja und jetzt kommt die große Rettung seitens der demenzerkrankten Politik und die ganzen Faulenzer (ALG II Bezieher) sind über Nacht eingeplant um diese schöne selbst gemachte Lücke nun zu füllen.
Und ich könnte fast schon wetten, es gibt unter uns so viele Leidensgenoßen, denen der Biss dafür fehlt, oder die so behördenhörig sind, dass sie das auch noch mit sich machen lassen, anstatt sich dagegen zu wehren.
Fällt mir grade ein, nachher soll um 21:15 Uhr auf SAT 1 ne neue Propaganda-Serie starten wo man sieht wie bösartig ALG II Bezieher sind, das was man im Vorspann sehen konnte, war so richtig fein an den Haaren beigezogen.
Ich wollte das böse Wort mit Sklaverei nicht als Erste aufschreiben.
Danke dir, dass du das für mich gemacht hast :-P
LG,
Monika
Also Effge ich denke dieser Thread ist gut in Deinen Händen aufgehoben, immerhin bist ja vom alten Schlag und auch Profi.:engel:
Gruß Marslicht
Ich denke eher, dass Roady es auf den Punkt gebracht hat. :)
Betroffener
21.08.2008, 01:53
Jetzt - wo wir uns hoffentlich wieder alle "lieb" haben, sollten wir die Kriegsbeil wieder begraben und das eigentliche Thema diskutieren.
Meine Denke dazu ist die folgende:
Zum einen hat ja das IZA seit 2006 Pläne in der Schublade unter der verschleiernden Begrifflichkeit: Bürgerarbeit, wobei sich gar das Wirtschaftsministerium mitsamt Minister Glos und seinem Staatssekretär Otremba als Mentor aufspielen. Dieses mehr als nur zynische sogenannte Workfare-Modell könnte man durchaus auch als "(Reichs-)Arbeitsdienst reloaded" ansehen.
Zum anderen gibt es noch den bei den Kommunen ungeliebten Kommunalkombi, der zwar immerhin 1200 bis 1300 € Brutto ausschüttet (aber ohne AV ist).
Die Kommunen mögen den nicht, weil er sie trotz BA-, Bundes- und Landesförderung Geld kostet gegenüber EEJ, die Geld einbringen und etliche Arbeiten dazu umsonst erledigen.
Wie die vielfältigen Erfahrungen mit Zivis und EEJ in Krankenhaus- und Pflegebereich seit langem zeigen, werden diese in hohem Ausmaß als Billigkräfte genutzt, die neben den Zugaben von Bund und BA sozusagen kostenlos eine Unmenge von Leistungen erbringen, die auch finanziell gegenüber Krankenkassen, Pflegeversicherung und Angehörigen abgerechnet werden, aber diese Einnahmen eben nicht in Form von Lohn und Arbeitsvertrag an die Ausführenden weitergereicht werden (und auch nicht sollen).
Bei Vorlesen und spazieren führen wird es also mit Sicherheit nicht bleiben.
Diese "Jobs" führen also zu weiterem Anstieg der Arbeitslosigkeit bei real angestellten Fachkräften sowie zu weiteren Lohnabsenkungen.
Wenn es wirklich 15.000 arbeitslose Pflegekräfte gibt, dann nur weil gerade in diesem Bereich weitreichend rationalisiert wurde - sonst gäbe es auch gar keinen Bedarf für diese 10.000 "Hilfspfleger". Wenn wenigstens aus dem Fundus der 15.000 arbeitslosen Pfleger diese 10.000 Hilfskräfte ermittelt würden, denen dann eine Festanstellung ins Haus stünde, könnte man da noch etwas sinnhaftes darin erblicken. Aber genau das wird wohl nicht passieren.
Dies stellt aber die übliche Masche dar, wie eigentlich immer verfahren wird.
Erst wird ausgedünnt, Fluktuation nicht nachbesetzt und wenn es fast gar nicht mehr geht, nach solch schrägen fachfremden Lösungen gesucht, die die Träger selbst nichts oder weniger kosten, als richtige Kräfte.
Es bleibt immer gleich: Wenn eine Frau neun Monate für ein Kind braucht, werden es neun Frauen nicht auf einen Monat reduzieren können - weil sich der Prozess eben nicht abkürzen lässt. Und bei neun Männern wird da erst recht nichts draus ;-)
Sommerblumen
21.08.2008, 13:30
Diese "Jobs" führen also zu weiterem Anstieg der Arbeitslosigkeit bei real angestellten Fachkräften sowie zu weiteren Lohnabsenkungen.Und genau da sehe ich auch das Problem!
Wer das ausführliche Interview gelesen hat (danke für den Link + Hinweis), weiß, dass es nicht bei "ein bisschen erzählen, spielen und nettes Käffchentrinken mit den alten Leutchen" sein wird. Dazu ist schon mal das Erkrankungsbild Demenz nicht geeignet. Wenn nichtmal eine voll ausgebildete Krankenschwester diesen Job so ohne weiteres bewältigen kann und es vor allem auch psychische Belastungen sind (aggressive Bewohner z.B.)., wie soll das dann ein in einem Monat hau-ruck-Umgeschulter bewältigen??
Glaubt denn jemand allen Ernstes, dass diejenigen, die sich freiwillig melden, auch auf Eignung überprüft werden?
Und dafür wird dann Fachpersonal wegrationalisiert....ganz toll.
Wenn wir schon dabei sind:
In sämtlichen Krankenhäusern fehlt Personal: Also können Hartz 4-Empfänger dann demnächst im OP aushelfen oder halt die Pflege übernehmen. Natürlich für einen Bruchteil des Preises.
Im sozialen Sektor fehlt es auch an Billigarbeitskräften (das Fachpersonal ist sowas von unverschämt teuer!). Wie wäre es also mit Harz4- Empfängern, die in Integrationskindergärten arbeiten? Oder in Schulen als Lehrerersatz?
Wenn man länger darüber nachdenkt, findet man sicher genug Einsatzmöglichkeiten. Und wenn man keine Skrupel hat, Leute mit einem 6-8 Wochen-Crashkurs Menschenleben anzuvertrauen (oder so naiv denkt, dass die Leutchen das durch ihr "Engagement" und ihre "Menschlichkeit" wett machen werden), dann passt das schon. Ich bin mir sicher, die Toten, die so ein System fordert, sind sicher kalkulierbar und werden sich im Endeffekt billiger betriebswirtschaftlich auswirken als die ohnehin überschätzten Fachkräfte.
Ja, ich bin zynisch, wütend und habe übertrieben. Ich sehe aber, wie Kindergärten Sozialpädagogen und Erzieher durch Ein-Euro-Jobber ersetzen (die entweder jobfern oder im zynischten Fall arbeitslose Erzieher sind). Und gerade wenn so sensible Bereiche dann auch noch von einer anscheinend skrupellosen oder falschinformierten Gesundheitsministerin angetastet werden, fühle ich mich wie im falschen Film.
Ehrlich gesagt: Ich hoffe, ich werde in Deutschland nicht alt oder schaffe es, vorher auszuwandern. Ich wünsche niemanden mit den jetzigen inkompetenten und menschenverachtenden Politikern und Beteiligten alt und abhängig zu werden! (die Frau müsste man alleine für den Vorschlag schon zum Rücktritt auffordern...aber nein, sowas macht man nur bei Geldskandalen. Auch Bezeichnend für Deutschland: Bei Geldskandal wird man zum Rücktritt aufgefordert, fordert man aber unmenschliche Verhältnisse für alte Menschen oder Arbeitslose erntet man Beifall oder höchstens Kopfschütteln.)
Wenn wir schon dabei sind:
In sämtlichen Krankenhäusern fehlt Personal: Also können Hartz 4-Empfänger dann demnächst im OP aushelfen oder halt die Pflege übernehmen. Natürlich für einen Bruchteil des Preises.
Im sozialen Sektor fehlt es auch an Billigarbeitskräften (das Fachpersonal ist sowas von unverschämt teuer!). Wie wäre es also mit Harz4- Empfängern, die in Integrationskindergärten arbeiten? Oder in Schulen als Lehrerersatz?
Wenn man länger darüber nachdenkt, findet man sicher genug Einsatzmöglichkeiten.
Meinst du, die lassen mich auch als Gehirnchirurgin jobben?
Ich habe schon eine Kokosnuss aufgemacht. Ein Kopf aufzumachen ist bestimmt genauso einfach. Ich kann bestimmt in 4 Wochen lernen, wie man operiert :razz: und habe keine Angst vom Blut!!!
Bin ich geeignet oder bin ich geeignet?
Ich würde dann zuerst bei der Frau/dem Mann anfangen, die/der den Vorschlag gemacht hat ... mal sehen, was in diesem Kopf ist :patsch:
LG,
Monika
Sommerblumen
21.08.2008, 14:04
Meinst du, die lassen mich auch als Gehirnchirurgin jobben?
Ich habe schon eine Kokosnuss aufgemacht. Ein Kopf aufzumachen ist bestimmt genauso einfach. Ich kann bestimmt in 4 Wochen lernen, wie man operiert :razz: und habe keine Angst vom Blut!!!
Bin ich geeignet oder bin ich geeignet?
Ich würde dann zuerst bei der Frau/dem Mann anfangen, die/der den Vorschlag gemacht hat ... mal sehen, was in diesem Kopf ist :patsch:
LG,
MonikaNee, fang mal klein an. Wenn du Prozentrechnung beherrscht, könntest du ja erst als OP-Schwester anfangen. Kannst ja die Geräte zurreichen, is ja einfach. Dann kannst du als nächstes dann die OP-Vorbereitung des Patienten übernehmen...also wozu ein Aufklärungsgespräch. Ihr setzt euch beide hin, du liest eine Standardaufklärung vor und ...äh, in vielen Fällen wird es dann keine Komplikationen geben. Und wenn du dann Prozentrechnung kannst, kannst du ja Anästhesie-Aushilfe machen...musst halt das Gemisch richtig berechnen. Passt schon! :confused:
Im Ernst: Manche Sachen möchte man sich nicht vorstellen - schon gar nicht, wenn man Kassenpatient ist.
Im besten Neusprech wird uns frohe Kunde eingetrichtert: «Sozial ist, was Arbeit schafft«.
George Orwell lässt grüßen...
Unbenommen gibt es großen Personalbedarf in den Pflegeberufen, insbesondere in Alten- und Pflegeheimen. Es will nur keiner finanzieren.
So greift man lieber auf Langzeitarbeitslose zu - und *hokuspokus* - nennen sich diese dann nach 160 Stunden "Umschulung" Pflegeassistenten. Das diese Pflegeassistenten noch weniger verdienen, als die ohnehin schon unterbezahlten Pfleger wird geflissentlich unter den Teppich gekehrt.
Ein gutes Beispiel wie eine Billigkonkurrenz etabliert wird.
Auf der Strecke bleiben die Patienten bzw. die zu betreuenden Menschen, die Beschäftigten und letztlich auch die sog. Sozialkassen des Bundes (Renten, Arbeitslosenversicherung).
Dies ist aber politisch gewollt und ich befürchte, dass wir uns bald (nicht aufgrund des bevorstehenden Winters) recht warm anziehen müssen.
Dies ist aber politisch gewollt und ich befürchte, dass wir uns bald (nicht aufgrund des bevorstehenden Winters) recht warm anziehen müssen.
Na ja, ich vertraue auf dem Klimawandel :razz:
Mal im ernst, wieso? Wie könnte es noch schlimmer werden als jetzt?
LG,
Monika
Wenn nichtmal eine voll ausgebildete Krankenschwester diesen Job so ohne weiteres bewältigen kann und es vor allem auch psychische Belastungen sind (aggressive Bewohner z.B.)., wie soll das dann ein in einem Monat hau-ruck-Umgeschulter bewältigen??
Ach was, die machens dann wie die Zivis auch, wenn einer zu sehr nervt, warten bis keiner schaut und dann richtig eins auf die Kauleiste, oder wegen der Spuren besser mit dem dicken Telefonbuch an Stellen, wo sich nicht so schnell sichtbare Blutergüsse bilden.
Wie könnte es noch schlimmer werden als jetzt?
Das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen vom Mai 2008 wird wohl nicht gänzlich umsonst erstellt worden sein. :shock:
Quelle (http://www.harald-thome.de/media/files/Gesetzestexte%20SGB%20II%20+%20VO/Optimierungsgesetz/Existenzsicherung_und_Erwerbsanreiz.pdf) (PDF-Datei, 56 Seiten)
Ich möchte ja keinem die Laune verderben, aber die Lektüre - wenngleich sehr umfangreich - lohnt.
Das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen vom Mai 2008 wird wohl nicht gänzlich umsonst erstellt worden sein. :shock:
Quelle (http://www.harald-thome.de/media/files/Gesetzestexte%20SGB%20II%20+%20VO/Optimierungsgesetz/Existenzsicherung_und_Erwerbsanreiz.pdf) (PDF-Datei, 56 Seiten)
Ich möchte ja keinem die Laune verderben, aber die Lektüre - wenngleich sehr umfangreich - lohnt.
Danke für die Quelle, hoffe bis heute Abend damit durch zu sein :razz:
LG,
Monika
Ich hoffe, dass ich Dir den Abend nicht verhagelt habe. ;-)
Betroffener
25.08.2008, 13:08
Zum Thema möchte ich folgende "amtliche Ergänzung bieten.
Obwohl mir der Glaube fehlt, dass es überwiegend um die Reaktivierung der Berufsgruppe von Altenpflegern und Altenbetreuern geht. Laut BA-Angaben sind bei den Agenturen und ARGEn sind zur Zeit ca. 35.000 Altenpfleger und Altenpflegehelfer arbeitslos gemeldet, 63.000 Menschen aus diesen Berufen sind als arbeitsuchend registriert.
Doch hier der vollständige Text der BA-Pressemitteilung:
Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit vom 18. August 2008
__________________________________________________ ________________________
Zur aktuellen Berichterstattung „Langzeitarbeitslose sollen Demenzkranke pflegen“
In verschiedenen Medien wurde am Wochenende unter der Überschrift „Langzeitarbeitslose sollen Demenzkranke pflegen“ berichtet, die Bundesagentur für Arbeit (BA) wolle mit einem neuen Förderprogramm Langzeitarbeitslose in Pflegeheime vermitteln. Dazu stellt die Bundesagentur folgende Informationen zur Verfügung, um die Diskussion zu versachlichen.
Im Rahmen des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes soll die Betreuung von pflegebedürftigen Menschen - insbesondere mit Demenzerkrankung - verbessert werden. Das Bundesministerium für Gesundheit geht davon aus, dass bis zu 10.000 zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten in Pflegeeinrichtungen geschaffen werden könnten. Dabei handelt es sich um zusätzliche Betreuungskräfte, die die Pflegeheimbewohner aktivieren und betreuen sollen. Die Tätigkeiten, die ausgeführt werden sollen, sind nicht vorrangig Pflegetätigkeiten, sondern vielmehr Hilfsangebote, um die Erkrankten in ihrem Alltag zu begleiten, zu unterstützen und ihnen eine anregende Gesellschaft zu bieten. Die Betreuungskräfte sollen z.B. kreative Arbeiten anbieten, Vorlesen und Musizieren oder die Erkrankten bei Spaziergängen begleiten.
Es geht nicht darum, reguläre Arbeitsverhältnisse in der Pflege zu ersetzen oder zu verdrängen. Wie die zusätzlichen Kräfte ausgebildet werden können, soll in einer Betreuungskräfte-Richtlinie festgelegt werden, die vom GKV-Spitzenverband erarbeitet wurde und vom Bundesministerium für Gesundheit verabschiedet werden muss. Diese Richtlinie ist noch nicht in Kraft. Die BA hat an dieser Richtlinie nicht mitgewirkt. Die Bundesagentur wird nur die Inhalte der Richtlinie umsetzen, indem sie geeignete Qualifizierungsmaßnahmen für zusätzliche Betreuungskräfte über Bildungsträger anbietet.
Zurzeit geht die BA auf Pflegeeinrichtungen zu, um Stellenangebote für zusätzliche Betreuungskräfte einzuwerben. Bislang wurden ca. 500 Stellen gemeldet. Nur dort, wo Pflegeeinrichtungen konkreten Bedarf melden, werden entsprechend dem konkreten Anforderungswunsch auch Vermittlungsvorschläge für Bewerber unterbreitet. Die Pflegeeinrichtungen entscheiden eigenständig, ob und wen sie für ihre Pflegeeinrichtung einstellen.
Um rechtzeitig auf eine höhere Bedarfsmeldung der Pflegeeinrichtung reagieren zu können, prüfen die Arbeitsagenturen und ARGEn bereits aktuell, ob in ihrem Bewerberbestand Arbeitsuchende mit Vorkenntnissen im Bereich der Pflege oder anderer Eignung für solche Betreuungstätigkeiten zu finden sind und merken diese Kandidaten für eine mögliche Vermittlung vor. Dabei ist es unerheblich, wie lange die Personen arbeitslos sind. Es geht nicht speziell um Langzeitarbeitslose. Bei den Agenturen und ARGEn sind zur Zeit ca. 35.000 Altenpfleger und Altenpflegehelfer arbeitslos gemeldet, 63.000 Menschen aus diesen Berufen sind als arbeitsuchend registriert.
Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Eine Gesamtübersicht der bisher erschienenen Presseinformationen
der Bundesagentur für Arbeit finden Sie im Internet unter
http://www.arbeitsagentur.de/nn_26976/Navigation/zentral/Presse/Presseinformationen/Presseinformationen-Nav.html
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Dieser Pressedienst wird herausgegeben von:
Bundesagentur für Arbeit
Presseteam
Regensburger Strasse 104
D-90478 Nürnberg
E-Mail: zentrale.presse@arbeitsagentur.de
Tel.: 0911/179-2218
Fax: 0911/179-1487
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Obwohl mir der Glaube fehlt, dass es überwiegend um die Reaktivierung der Berufsgruppe von Altenpflegern und Altenbetreuern geht.
Dieser Glaube fehlt mir allerdings auch, denn die Praxis sieht ja schon anders aus, als die BfA es mitzuteilen versucht.
(...)
In der Dülmener Familienbildungsstätte werden schon seit zwei Jahren Arbeitslose zu Pflegekräften ausgebildet: Nach einem halben Jahr sind sie so genannte Betreuungsassistenten, die sich auch um Demenzkranke kümmern. Bereits das Vorgängerprojekt, das "Dülmener Modell", das Ehrenamtliche für die Altenpflege schulte, war ein Riesenerfolg und wurde von rund 160 Kommunen übernommen. Jetzt hofft die Leiterin der Dülmener Familienbildungsstätte Irmgard Neuss, dass auch die neue Idee, Langzeitarbeitslose fortzubilden, Schule macht.
(...)
Quelle: wdr.de (http://www.wdr.de/themen/politik/deutschland/hartz/demenz_betreuung/interview.jhtml)
Betroffener
25.08.2008, 14:00
Zum von "effge" angebotenem Link zu
Existenzsicherung und Erwerbsanreiz
Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen
wäre anzumerken, dass das sogenannte "WorkFare-Modell von Hilmar Schneider (IZA) - leider auch eine Arbeitgeberveranstaltung und vom Bundesministerium für Wirtschaft präferiert - seit 2006 durch Medien und Politikerköpfe geistert.
Leider haben diese Modelle alle mehrere massive "Schönheitsfehler".
Die berücksichtigten Zahlen zur Arbeitslosigkeit stimmen in keiner dieser "Studien", da sich diese sämtlich auf die "amtlichen Zahlen" der BA stützen, die anerkannterweise offiziell um 49% zu niedrig ermittelt werden, wie die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131).
HiB: Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert (http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2008/2008_088/02.html)
FTD: Regierung schönt Arbeitsstatistik (http://www.ftd.de/politik/deutschland/306218.html)
FTD: Absurde Arbeitsstatistik (http://www.ftd.de/meinung/kommentare/306255.html)
Bei allen bislang bekannten Studien (immer von Arbeitgeberbezahlten Institutionen) handelt es sich um die Angebots-Theorien von Milton Friedmann & Co., das ausreichendes Angebot die Preise von Waren - hier "Arbeit" senkt (und umgekehrt). Nach dieser Theorie gibt es umso mehr Arbeitsplätze, je billiger die "Ware" Arbeit wird. Wie dieser ungebremste Raubtierkapitalismus (eben nicht) funktioniert, haben gerade erneut die Hypothekenkrise und Energiepreise klar gemacht.
Wovon allerdings die so förmlich "enteigneten" Leben sollen bei nicht auskömmlichen Einkommen, wird nicht direkt beantwortet, sondern auf den Sozialstaat verwiesen.
FTD: 2 Millionen Deutsche schuften für 5 Euro (http://www.ftd.de/politik/deutschland/344830.html)
Hartz IV wirkt: Das Wunder am deutschen Arbeitsmarkt (http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E82D433338D5645B3A840358A2D92518C~ATpl~Ecommon ~Scontent.html)
bejubelt hier die FAZ vom 25.08.08 systemkonform die neoliberalen "Ökonomen. Die Leser sehen das allerdings mehr als nur zwiespältig.
Und die Niedriglöhner sollen natürlich noch viel mehr werden. Auch bei der noch Bundesbahn, wo Mehdorn gerade Gesellschaften gründet, die Lokführer für 7,50 beschäftigen will, statt der 12,65 von der GDL erstrittenen Löhne.
Dabei wird allerdings ganz bewusst unterdrückt, das es gar nicht genug Arbeit für alle gibt - solche "Anreiztheorien" also ins Leere stossen müssen und nur einem Zweck dienen. Den Wert der Ware "Arbeit" stetig zu verbilligen.
Natürlich möchten Industrie und Wirtschaft zu Lasten der Steuerzahler (also des Staates) Lohn und Sozialversicherungsbeiträge möglichst niedrig halten, wobei sie auch sehr gerne an staatlich bezahlten und zur Arbeit (indirekt) gezwungenen Menschen partizipieren möchten. Denn das hilft bei der Absenkung des ganzen Lohnniveaus.
Sueddeutsche Zeitung: Arbeitsmarkt: Mehr Entlassungen als Neueinstellungen (http://hbxtracking.sueddeutsche.de/redirector?hb=DM561212ELFB71DU3&cv.c1=alles&cd=1&hec=1&vjs=HBX0201R&target=http%3A%2F%2Fwww.sueddeutsche.de%2Fwirtscha ft%2Fartikel%2F556%2F166081%2F)
John Maynard Keynes (http://de.wikipedia.org/wiki/John_Maynard_Keynes) vertritt hingegen die entgegengesetzte, richtigere Position, das der Staat an etlichen Stellen gezielt eingreifen muss:
Die zentrale Botschaft seiner „General Theory“ besteht darin, dass das marktwirtschaftliche System auch bei flexiblen Preisen und Löhnen nicht automatisch zur Vollbeschäftigung tendiert wie es das Saysche Theorem behauptet. Vielmehr kann es auch langfristig in einem Zustand der Unterbeschäftigung verharren; in diesem Fall soll der Staat (Regierung und Notenbank) zu finanz- und geldpolitischen Mitteln greifen, um die gesamtwirtschaftliche Nachfrage wieder an das Niveau heran zuführen, bei dem Vollbeschäftigung herrscht. Eine wichtige Einsicht ist, dass mikroökonomisch sinnvolle Verhaltensweisen im makroökonomischen Kontext völlig falsch sein können.
Durch die makroökonomische Politik soll die Nachfrage beeinflusst werden, da diese das Niveau von Produktion und Beschäftigung begrenzt. Erst bei Vollbeschäftigung werden diese durch die vorhandenen Ressourcen begrenzt. Dies ist der Fall, auf den sich die neoklassische Theorie bei ihren gesamtwirtschaftlichen Aussagen bezieht.
Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage setzt sich aus dem privaten Konsum, den privaten Investitionen (gemeint sind immer: Sachinvestitionen), den Exporten und der staatlichen Nachfrage zusammen.
Einwänden, seine Theorie beziehe sich nur auf kurzfristig wirkende Maßnahmen, hielt er entgegen: In the long run we are all dead. (Langfristig gesehen sind wir alle tot.)
Aber genau dieses Keynesianische Muster würde den nationalen Binnenmarkt und kleine und mittlere Betriebe stützen - was seit vielen Jahren in der auch von Milton Friedmann geprägten Politik sträflichst vernachlässigt wird. Der Einzelhandel z.B. wird immer kränker, weil die Menschen nicht mehr genug Geld für den Konsum ausserhalb von Energie und Nahrung haben - auch und gerade durch diese neoliberale Politik.
Da bleibt einem nur noch dieser Kommentar von Astrid Hölscher in der Frankfurter Rundschau vom 17.08.2008:
FR: Kommentar: Billig und respektlos (http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/meinung/kommentare/1547892_Billig-und-respektlos.html)
und natürlich der immer wieder gute Robert von Heusinger in der Frankfurter Rundschau vom 14.08.08:
FR-Leitartikel: Der törichte deutsche Widerstand (http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/meinung/kommentare/1486110_Der-toerichte-deutsche-Widerstand.html)
... das hier im ALN-Robot-Forum gelesen:
Arbeitslose sollen Kinder schützen (http://news.google.com/news/url?sa=T&ct=de/1-0&fd=R&url=http://www.morgenpost.de/printarchiv/panorama/article874264/Arbeitslose_sollen_Kinder_schuetzen.html&cid=1248466572&ei=k-rBSL6gLYj2wAG5lfnADQ&usg=AFQjCNG0u2SKusHr8uJPC5sJHrXVKyyRMg)
Sag mal ... sonst noch ein Wünsch? Was denken die sich dabei, dass wir im Besitz von irgendjemand sind und man über uns verfügen kann, wann immer es einem beliebt? Und wir nichts zu melden hätten?
Betroffener
07.09.2008, 02:39
Monika,
Dein Denkansatz ist schon der richtige.
Es hätte wohl niemand etwas dagegen, wenn 10.000 Menschen regulär ausgebildet und sozialversicherungspflichtig mit auskömmlichem Lohn eingestellt werden, um z.B. Demenzkranke zu pflegen oder eben auch als "Wachschutz" für den Schulweg oder als Begleiter im ÖPNV.
Wer weiß noch, wie ein Schaffner in Bus und Bahn aussah?
Gibt es nicht mehr.
Polizei auf Streife zu Fuß oder Fahrrad?
Gibt es praktisch nicht mehr.
Polizei wird immer weiter abgebaut und ist kaum noch präsent.
Wo ein Vakuum ist, fließt etwas anderes hinein. Und meist etwas unerwünschtes.
Tja - und dann gibt es über 5 Mio vom Staat mit ALG2 alimentierte Menschen, die von Staat und Wirtschaft entsorgt wurden und leider keine Arbeit haben, weil eben dieser Staat und diese Wirtschaft gemeinsam beschlossen haben, das das so in Ordnung ist. Leider ist das teuer bei 100 Milliarden Steuergeschenken jährlich an die verbrüderte Wirtschaft.
Also kommt man auf die Idee dieses eh bezahlte Heer von wehrlosen Überflüssigen dort einzusetzen, wo man gerade erst die letzen Menschen wegrationalisiert hat und sich große Lücken auftun - nach dem Motto: Keine Leistung ohne Gegenleistung. Nur war so der Sozialstaat nicht gedacht, das er wie in einem Feudalsystem funktioniert.
Aber keine Angst: Arbeitsdienst ist nicht mehr weit entfernt. Heisst dann Bürgerarbeit oder sonstwie (weil Bürgerarbeit ist als Begriff auch schon verbrannt).
Naja, den FPD (Freiwilligen Polizeidienst) gibt es ja so ziemlich in ganz Deutschland, wenn also wer da Handlungsbedarf verspürt, kann er sich ja ggfs. selbst dazu bewerben.
Allerdings halte ich dieses Projekt mit Ausnahme der Form wie sie in BaWü umgesetzt wurde mehr als fraglich.
Die Schaffner und Kontrolleur-Nummer im ÖPNV würde ich auch nicht sonderlich toll finden als dazu zwangsverdonnerter ALG II`ler, denn ich stehe nicht so drauf mich anspucken zu lassen und nix dagegen unternehmen zu dürfen, weils dem Dienstherren nicht gefällt.
Dies passiert den Kollegen in Frankfurt am HBF täglich und die bekommen noch "Kohle" dafür.
Betroffener
07.09.2008, 13:24
@Roady,
mir ging es um reguläre sozialversicherungspflichtige Arbeit mit auskömmlichem Lohn.
Da aber genau dieses immer weiter abgebaut wird und auch die Wirtschaftslage (überwiegend selbst verschuldet von Politik und Wirtschaft spätestens seit Anfang 2000) rapide nach unten geht, werden wohl solche Konzepte demnächst überhand nehmen.
Denn an ein Umdenken bei der falschen Wirtschaftspolitik ist wohl mit diesen Politikern nicht zu rechnen.
Siehe auch:
jjahnke.net: Immer mehr schlechte Nachrichten von der Wirtschaftsfront: Industrieaufträge brechen ein (http://www.jjahnke.net/rundbr44.html#wi)
Auch mal ein bisschen nach oben rollern auf der Seite.
Ganz wichtig: Die Grundlagen sind offizielle Zahlen - nur im richtigen Kontext gegenübergestellt.
Wenn man diese Zahlen und Kurven sieht im Gegensatz zum regierungsamtlichen "Schönsprech", kann einem nur noch schlecht werden.
Nachtrag:
Gerade im Focus veröffentlicht.
Focus: Sozialforscher Miegel
„Nonsens-Debatte über Armut“ (http://www.focus.de/politik/deutschland/sozialforscher-miegel-nonsens-debatte-ueber-armut_aid_331697.html)
Da treffen natürlich gleich zwei krude Dinge zusammen. Der Focus als INSM-Medienpartner ist eh auf der neoliberalen Schiene und der gute Herr Miegel als typischer Lobbyist der Banken- und Versicherungsbranche. Sozialforscher war er nie und seine Gutachten trieften die letzten Jahrzehnte nur so von neoliberaler Denkweise.
Das sein so genanntes Institut geschlossen wurde, hat auch Gründe.
Wikipedia schreibt unter anderem zu Meinhard Miegel:
Kritiker wie etwa die Nachdenkseiten[3], das Sachverständigenratsmitglied Peter Bofinger und LobbyControl[4] sehen Miegel wegen seiner engen Verbindungen zur Versicherungsindustrie und insbesondere wegen der finanziellen Bedeutung, die Auftraggeber aus der Banken- und Versicherungsbranche für das Deutsche Institut für Altersvorsorge haben, als Lobbyisten, der eine sachfremd überzogen negative Sicht auf die Gesetzliche Rentenversicherung verbreite und den Nutzen privater Vorsorge unkritisch überpositiv sehe.
Und das ist noch sehr vorsichtig und freundlich formuliert.
Ich möchte auf die von "Betroffener" gepostete Mitteilung der Arge antworten, wo es heißt, die Arbeitslosen sollen Pflegekräfte nicht ersetzen, sondern mit Sonderdiensten, die diese nicht erfüllen können, unterstützen.
Tatsache aber ist, dass es dafür schon existente Begrufsgruppen gibt, wie z.B. Ergotherapeuten, die zu Billiglöhnen eingestellt werden und dann doch zu Pflegeeinsätzen herangezogen werden, da das Pflegepersonal einfach überlastet ist, die Heimleitung aber mit dem Titel "Ergotherapie" werben kann.
Es gibt - wie hier schon mehrfach erwähnt - ausreichend Arbeitskräfte für die Altenpflege, nur gibt es nicht ausreichend Heimleiter, die die anfallende Arbeit entsprechend entlohnen können (oder wollen). Da ist es doch bequem, wenn man das günstiger haben kann...
Mit anderen Worten schafft die Arge (Alg2 Gesetzgebung, MiniJobsRegelung usw. so nur neue Arbeitslose aus den Bereichen Neuropädagogik, Geriopädagogik, Ergotherapie usw.
Der einzig richtige Ansatz an dieser Stelle wäre, die Kranken- und Pflegekassen vernünftig zu reformieren.
stummelbeinchen
17.09.2008, 19:32
Nur, um das klarzustellen. Diese neue Betreuungsrichtlinie war keine Idee der Agentur für Arbeit. Fakt ist: die Gesetzesänderung ist beschlossen. Man benötigt pro 25 Demenzkranke eine weitere Betreuungskraft. Damit ist nicht der Altenpfleger an sich gemeint. Vielmehr geht es um die soziale Betreuung älterer Menschen. Dafür haben die Altenpfleger nämlich keine Zeit. Da ein großer Bedarf an potentiellen Arbeitskräften da ist, hat man sich an die Agenturen und ARGE gewand. Ich persönlich finde das eine gute Sache, gerade für diejenigen, die es schwerer auf dem Arbeitsmarkt haben (Langzeitarbeitlose, Mütter mit kleinen Kindern, Ältere).
Was ist schlecht daran? Und warum es nicht den Arbeitslosen anbieten? Das ist doch besser als arbeitslos zu sein, oder?
Vielmehr geht es um die soziale Betreuung älterer Menschen. Dafür haben die Altenpfleger nämlich keine Zeit.
Gutes Argument. :sensationell:
Und wenn der Pastor in meiner Gemeinde mal keine Zeit hat, werde ich bei der nächsten Beerdigung einfach die Rede am Grab halten und den letzten Segen spenden.
Da gefällt mir das was heute hier in den News stand von Magdeburg doch wesentlich besser, das is mal ein EEJ den sogar ich befürworten würde.
Beim Arzt las ich heute in einem Focus oder Stern, das es diese Helfer schon gibt.In einem Altenheim im östlichen Teil Deutschlands (Stadt hab ich schon wieder vergessen). Der Bruttolohn soll ca 1100 Euro betragen für Vollzeit.
Man muss gar nicht in den Osten reisen, ein Blick in den Westen reicht schon, denn seit 2 Jahren wird dies schon in Dülmen umgesetzt.
In Dülmen werden Langzeitarbeitslose zu Betreuungsassistenten (http://www.wdr.de/themen/politik/deutschland/hartz/demenz_betreuung/interview.jhtml)
Sehr interessant finde ich das Interview des DLF mit der Gerontologin Elisabeth Steinhagen-Thiessen...
Eine Krankenschwester lernt drei Jahre lang, ein Altenpfleger oder eine Altenpflegerin auch. Nun sitzen die ja nicht drei Jahre herum und drehen Däumchen. Wenn sie dann fertig ausgebildet sind, muss man oft sagen, sind sie noch nicht mal gut ausgebildet für das Thema Demenz, was ein immer größeres Problem bei uns wird und immer drängender.
Zum gesamten Interview (http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/834066/)
Der Bruttolohn soll ca 1100 Euro betragen für Vollzeit.
Bei wieviel Stunden und welchem genauen Aufgabengebiet ?
ich hab die ersten 4 seiten dieses beitrags gelesen und mußte mir schon an den kopf fassen....
ich bin zwar arbeitslos mußte mich aber mit der arge duisburg um die schulung zur pflegeassistentin prügeln!
und meine weitere ausbildung zur gesundheits- und krankenpflegerhelferin mit staatlichem examen (die es ab nächstem jahr nicht mehr geben soll) werd ich mich wohl auch wieder mit ihnen prügeln müssen, weil ich ja dann auf die dumme idee komme, 2 bildungsgutscheine in einem jahr in anspruch zu nehmen (nachdem ich mich nun schon 2 jahre mit der arge streite!)
zurück zum thema:
der unterschied zwischen mir und einigen hier ist nur, daß ich sowohl physisch als auch psychisch dazu in der lage bin mit dementen umzugehen.
springt mich nicht gleich an!
die arbeit mit dementen menschen erfordert ein hohes mass an vor allem psychischer stabilität.
meine dozentin sagt immer wieder: in dem pflegeberuf können nur idealisten arbeiten....sie hat selbst 20jahre in einem heim für demente gearbeitet, sie weiß also wovon sie spricht.
und jeder einzelne MUß selbst entscheiden, ob er in der lage ist, der belastung in diesem beruf standzuhalten.
und ganz ehrlich: es ist besser, wenn jemand sagt "nein, ich kann das nicht" als wenn er versucht die aufgaben zu erfüllen und ihnen nicht gerecht wird.
irgendwo hier hab ich was von 15.000 erwerbslosen altenpflegern gelesen....ich kenne 1 grund für ihre erwerbslosigkeit: sie dürfen nicht mehr das machen was sie mal gelernt haben: alte menschen pflegen! nicht wie am fließband abfertigen sondern pflegen!
was ein examinierter an aufgaben hat, bei einer fast lächerlich wirkenden bezahlung...nein es wundert mich nicht, daß viele nach 5-15 jahren ausgebrannt sind und von sich sagen, daß das nicht die arbeit ist, die sie machen wollten und gelernt haben.
und ich kann jeden einzelnen verstehen, der sich dieser arbeit nicht gewachsen fühlt...egal ob bei dementiell erkrankten oder "normalen" alten
Betroffener
28.09.2008, 00:45
Genau darum geht es doch bei dem Thema. Die Agentur für Arbeit hat 63.000 ausgebildete Pflegekräfte unter ALG1 und ALG2 im "Bestand" lt. eigenen Angaben. Davon brauchten nur welche ganz offiziell eingestellt werden gemäß ihren Möglichkeiten in der Pflege dementer Menschen.
Leider passiert genau das nicht, sondern es sollen "irgendwelche" ALG2 Empfänger möglichst billig diese Aufgabe übernehmen, der sie erwartungsgemäß weder physisch noch psychisch gewachsen sein können - und das für einen Hungerlohn zu Lasten der ALG2 Empfänger, zu Lasten der vorhandenen Pflegekräfte und am schlimmsten: zu Lasten der zu pflegenden Menschen und Angehörigen, die vielfach trotz Pflegeversicherung und höchster Pflegestufe noch zuzahlen müssen für eine überwiegend unsachgemässe und unprofessionelle Pflege durch überforderte Amateure.
Dekubitus lässt grüssen.
Die Agentur für Arbeit hat 63.000 ausgebildete Pflegekräfte unter ALG1 und ALG2 im "Bestand" lt. eigenen Angaben. Davon brauchten nur welche ganz offiziell eingestellt werden gemäß ihren Möglichkeiten in der Pflege dementer Menschen.
das ist das, was ich angesporchen habe: ja, die pflegekräfte sind im bestand vorhanden.
aber frag mal nur knapp 10% davon, ob sie wieder in der pflege arbeiten wollen....wahrscheinlich wollen von den 10% maximal 2% das überhaupt noch.
und ich kann sie verstehen: pflege ist nicht unbedingt ein beruf in dem man ewig arbeiten kann...irgendwann fressen einen der streß, die psychische belastung und oft ein kaum noch vorhandenes familienleben auf.
wenn die pflegekräfte wenigstens angemessen bezahlt würden, würden´s sich vllt sogar einige noch überlegen....aber dafür ist in dem tollen neuen gesundheitssystem kein geld da.
und was die pflegekassen dazu zahlen ist ein witz verglichen mit den tatsächlichen kosten.
was wiederum auf kosten der vorhandenen pflegekräfte geht.
die katze beißt sich im schwanz :wut:
Hallo,
zu diesem Treahd kann ich ebenfalls indirekt ein Liedchen singen.
Meine Frau "durfte" einen EEJ in einen Seniorenheim machen. Meine Frau hat schon ein dickes Fell, aber denoch mußte Sie manchmal auf ihrer Arbeitsstelle Tränen vergießen.
Sie laß den Senioren die Zeitung täglich vor, machte dies und jenes. Alles auch noch im Rahmen der zusätzlichkeit.
Aber wenn man heute mit den übelsten Schimpfwörtern betitelt wird und am nächsten Tag ist man wieder die nette und liebe Frau...., dann ist das Nerverkostüm bald nicht mehr vorhanden.
Tja, so ist es halt mit Demenzkranken.
Und nun soll meine Frau laut unserer SB den Pflegeschein machen um sich gar völlig aufzuopfern, nur weil Sie eben mal eine EEJ in so einer Einrichtung machte.
Ich rate Ihr nur davon ab.
Und was die ARGE da mit den ALGII Empfängern vor hat, finde ich geradezu erbärmlich.
Sich einzubilden, man könne nun jeden, bzw 10.000 Hartzler loslassen und in die Pflegeneinrichtungen für billig Geld schuften zu lassen.:sdagegen::wut:
Gruß
Dirk
Und was die ARGE da mit den ALGII Empfängern vor hat, finde ich geradezu erbärmlich.
Sich einzubilden, man könne nun jeden, bzw 10.000 Hartzler loslassen und in die Pflegeneinrichtungen für billig Geld schuften zu lassen.:sdagegen::wut:
Gruß
Dirk
Hallo Dirk - nur weil de ARGE was vorhat, heißt es noch lange nicht, dass die ARGE das auch durchsetzen kann.
LG,
Monika
mischell
07.10.2008, 08:29
Hallo,
zu diesem Treahd kann ich ebenfalls indirekt ein Liedchen singen.
Meine Frau "durfte" einen EEJ in einen Seniorenheim machen. Meine Frau hat schon ein dickes Fell, aber denoch mußte Sie manchmal auf ihrer Arbeitsstelle Tränen vergießen.
Sie laß den Senioren die Zeitung täglich vor, machte dies und jenes. Alles auch noch im Rahmen der zusätzlichkeit.
Aber wenn man heute mit den übelsten Schimpfwörtern betitelt wird und am nächsten Tag ist man wieder die nette und liebe Frau...., dann ist das Nerverkostüm bald nicht mehr vorhanden.
Tja, so ist es halt mit Demenzkranken.
Und nun soll meine Frau laut unserer SB den Pflegeschein machen um sich gar völlig aufzuopfern, nur weil Sie eben mal eine EEJ in so einer Einrichtung machte.
Ich rate Ihr nur davon ab.
Und was die ARGE da mit den ALGII Empfängern vor hat, finde ich geradezu erbärmlich.
Sich einzubilden, man könne nun jeden, bzw 10.000 Hartzler loslassen und in die Pflegeneinrichtungen für billig Geld schuften zu lassen.:sdagegen::wut:
Gruß
Dirk
warum dies aufregung ich finde es eine gute sache,ihr werdet auch mal alt bitte das nicht zu vergessen.ich habe mich freiwillig dafür gemeldet.mache jetzt eine zwei monatliche schulung und bin erst 7 wochen arbeitslos durch krankheit.und schuften im pflegeheim ist gelogen..essen anreichen,vorlesen,spazieren gehen dass nennt ihr schuften.trauriges deutschland
mischell
07.10.2008, 08:32
Beim Arzt las ich heute in einem Focus oder Stern, das es diese Helfer schon gibt.In einem Altenheim im östlichen Teil Deutschlands (Stadt hab ich schon wieder vergessen). Der Bruttolohn soll ca 1100 Euro betragen für Vollzeit.
ist einfacher vom stadt zu leben????????
mischell
07.10.2008, 08:33
ist einfacher vom staat zu leben????????
lieber arbeiten als zuhause rumsitzen
Genau, dann vernichte mal schön weiter reguläre Jobs und belästige die armen Patienten mit Deinem nicht vorhanden Fachwissen, ich hoffe es geht dabei was schief und die entsprechende Strafe folgt auf den Fuß.
Hurra Deutschland, ein Land voller unqualifizierter Hobbypfleger.
Genau, dann vernichte mal schön weiter reguläre Jobs und belästige die armen Patienten mit Deinem nicht vorhanden Fachwissen, ich hoffe es geht dabei was schief und die entsprechende Strafe folgt auf den Fuß.
Hurra Deutschland, ein Land voller unqualifizierter Hobbypfleger.
NEU!!! HEILMELDUNG!!!
"Arbeitslose sollen Bankenmanagers betreuen"
Wetten, dass Arbeitslosen mehr Ahnung von Geld haben als Bankenmanagers?
mischell
07.10.2008, 13:25
Genau, dann vernichte mal schön weiter reguläre Jobs und belästige die armen Patienten mit Deinem nicht vorhanden Fachwissen, ich hoffe es geht dabei was schief und die entsprechende Strafe folgt auf den Fuß.
Hurra Deutschland, ein Land voller unqualifizierter Hobbypfleger.
ihr sollt nicht pflegen betreuen...aber es gibt immer leute die sich gerne auf der faulen haut legen.
Und Essen anreichen gehört zu den standartmäßigen Aufgaben in Pflegeberufen da gibts nix wegzuleugnen, ergo vernichtest Du damit reguläre Arbeitsplätze.
Davon mal ab, ist es nun mal nicht jedermanns Sache, wenn Du Dich dazu berufen fühlst ist das doch schön für Dich, nur frage ich mich dabei warum machst den Job dann nicht hauptberuflich, anstatt den Aushilfskasper zu geben ?
mischell
07.10.2008, 17:52
Und Essen anreichen gehört zu den standartmäßigen Aufgaben in Pflegeberufen da gibts nix wegzuleugnen, ergo vernichtest Du damit reguläre Arbeitsplätze.
Davon mal ab, ist es nun mal nicht jedermanns Sache, wenn Du Dich dazu berufen fühlst ist das doch schön für Dich, nur frage ich mich dabei warum machst den Job dann nicht hauptberuflich, anstatt den Aushilfskasper zu geben ?
ich bin kein kasper nur zu alt für eine neue ausbildung 62:razz:
nun da du hier so schön auf den leuten rumprügelst, die sich nicht zur altenpflege berufen fühlen mischell: wenn du wirklich so blauäugig bist und denkst die hartz´ler würden nicht in der pflege eingesetzt hast du dich verdammt tief geschnitten!
ich hab anfang dieses jahres 6 wochen praktikum gemacht, in diesen 6 wochen hätte ich nichts anderes als betreuung machen dürfen...
schön weiterlesen der spannende teil kommt noch!
tatsache ist, daß ich wochentags 15 leute morgens in der pflege hatte (regulär sollten ja auch 5mitarbeiter auf dem wohnbereich mit 45 bewohnern sein und nicht nur 3, mich eingeschlossen) u.a. viele schwerst-pflegefälle
und am wochenende (frühschicht mit insgesamt 2 leuten, die exam und ich) hatte ich dann 22-24 je nachdem was die exam noch machen mußte (z.b. medis stellen)
du willst mir nicht ernsthaft erzählen, daß es mal eben so easy-going ist 22-24 leute morgens zu pflegen....neben medis verteilen (darf ich eigentlich nicht, weil´s offiziell nur die examinierte darf) und essen reichen.
in 6 wochen (in denen ich eigentlich ausschließlich hätte betreuung machen dürfen, weil mir jegliche qualifikation fürs pflegen gefehlt hat!) hatte genau 1 tag zeit spazieren zu gehen.
genau das ist die realität in der pflege! wer, wie du, dann auf andre einprügelt mit "ja legt euch mal schön auf die faule haut" hat´s nicht anders verdient als in eines der pflegeheime zu kommen, die unter chronischem personalmangel leiden.
und beschwer dich dann bitte nicht, wenn die praktikanten/hartz´ler dir dann die falschen medis geben, weil sie garnicht dafür geschult sind die medikamente auseinanderzuhalten oder wenn dich einer davon fallen läßt und du dir den oberschenkelhals brichst, weil sie nicht die ausbildung dafür haben.
in diesem sinne
mischell
18.10.2008, 07:50
nun da du hier so schön auf den leuten rumprügelst, die sich nicht zur altenpflege berufen fühlen mischell: wenn du wirklich so blauäugig bist und denkst die hartz´ler würden nicht in der pflege eingesetzt hast du dich verdammt tief geschnitten!
ich hab anfang dieses jahres 6 wochen praktikum gemacht, in diesen 6 wochen hätte ich nichts anderes als betreuung machen dürfen...
schön weiterlesen der spannende teil kommt noch!
tatsache ist, daß ich wochentags 15 leute morgens in der pflege hatte (regulär sollten ja auch 5mitarbeiter auf dem wohnbereich mit 45 bewohnern sein und nicht nur 3, mich eingeschlossen) u.a. viele schwerst-pflegefälle
und am wochenende (frühschicht mit insgesamt 2 leuten, die exam und ich) hatte ich dann 22-24 je nachdem was die exam noch machen mußte (z.b. medis stellen)
du willst mir nicht ernsthaft erzählen, daß es mal eben so easy-going ist 22-24 leute morgens zu pflegen....neben medis verteilen (darf ich eigentlich nicht, weil´s offiziell nur die examinierte darf) und essen reichen.
in 6 wochen (in denen ich eigentlich ausschließlich hätte betreuung machen dürfen, weil mir jegliche qualifikation fürs pflegen gefehlt hat!) hatte genau 1 tag zeit spazieren zu gehen.
genau das ist die realität in der pflege! wer, wie du, dann auf andre einprügelt mit "ja legt euch mal schön auf die faule haut" hat´s nicht anders verdient als in eines der pflegeheime zu kommen, die unter chronischem personalmangel leiden.
und beschwer dich dann bitte nicht, wenn die praktikanten/hartz´ler dir dann die falschen medis geben, weil sie garnicht dafür geschult sind die medikamente auseinanderzuhalten oder wenn dich einer davon fallen läßt und du dir den oberschenkelhals brichst, weil sie nicht die ausbildung dafür haben.
in diesem sinne
ist doch lödsinn was du da schreibst...alles übertrieben.an medikamente darfst du nicht dran nur mit examen.ich kann das jammern nicht mehr lesen
mischell
18.10.2008, 07:53
Und Essen anreichen gehört zu den standartmäßigen Aufgaben in Pflegeberufen da gibts nix wegzuleugnen, ergo vernichtest Du damit reguläre Arbeitsplätze.
Davon mal ab, ist es nun mal nicht jedermanns Sache, wenn Du Dich dazu berufen fühlst ist das doch schön für Dich, nur frage ich mich dabei warum machst den Job dann nicht hauptberuflich, anstatt den Aushilfskasper zu geben ?
lach ich vernichte keine arbeitsplätze,mach nur die arbeit die andere nicht machen wolle.ist nicht jedermanns sache das stimmt.
mischell
18.10.2008, 07:54
Genau, dann vernichte mal schön weiter reguläre Jobs und belästige die armen Patienten mit Deinem nicht vorhanden Fachwissen, ich hoffe es geht dabei was schief und die entsprechende Strafe folgt auf den Fuß.
Hurra Deutschland, ein Land voller unqualifizierter Hobbypfleger.
keine ahnung große sprüche
Hallo Mischell,
mal ganz einfach gesagt, jeder hat seine Meinung, die Er auch haben soll. Aber du kannst doch wohl nicht abstreiten, das die Pläne der BA was die Altenpflege betrifft sehr fragwürdig ist. Und vor allem unter dem Aspekt, daß das alles EEj sein sollen.
Und nur weil man offiziell keine Medis ohne exam verteilen darf, denkst du die Altenheime halten sich auch daran??????.
Ziemlich kurzer Gedankengang, finde ich.
ich kann das jammern nicht mehr lesen
Na dann lies es doch nicht mehr!
Gruß
Dirk
Dirk gibs auf, der Troll ist nur zum rumstänkern hier. Den haben sie wahrscheinlich daheim nicht mehr lieb gehabt und jetzt meint er, er könnte hier die ihm so fehlende Aufmerksamkeit bekommen.
Und @ Mischell,
ganz genau, ich hab garkeine Ahnung von nix und Du hast die Weißheit mit Löffeln gefressen, hoffe die nächste Ladung davon bleibt Dir im Halse stecken, damit hier endlich wieder Ruhe einkehrt.
Aber da Du ja auch schon jenseits von Gut und Böse bist, was das Alter angeht, könntest Dir eigentlich schon mal nen Platz in dem Pflegeheim aussuchen, oder ?
ist doch lödsinn was du da schreibst...alles übertrieben.an medikamente darfst du nicht dran nur mit examen.
meine grade in der ambulanten pflege durchgeführtes praktikum hat mir wieder gezeigt, daß theorie und praxis grade in der pflege ein unterschied wie tag und nacht sind: ich durfte mich sogar im medi´s stellen (für 1 woche) üben.
mir soll´s doch recht sein, jede form der berufserfahrung bringt mich vorwärts.
ich kann das jammern nicht mehr lesen
zeig mir die stelle an der ich gejammert habe...
ich bin dankbar, daß ich die miesen seite der pflege kennenlerne,
dann weiß ich wenigstens wie ich niemals pflegen will und werde.
im übrigen ging´s doch eigentlich um deine aussage, daß hartz IV bezieher sich lediglich drücken würden, wenn sie nicht in der pflege arbeiten wollen, weil sie sich nicht dazu berufen fühlen.
dazu sind dir scheinbar keine neuen argumente eingefallen oder?
falls doch...laß mal hören!
Bin durch Zufall über diesen Thread gestolpert, da ich eine Mitteilung der ARGE bekommen habe, ich möchte mich doch mal bitte melden.
Ich bin seit September als EEJ im Fachbereich BtG tätig und mache da eigentlich so ziemlich alles was mit Betreuungen zu tun hat. Ich fungiere nicht nur als Fahrdienst -Arzt, Einkaufen, Behördengänge- sondern habe auch das Glück, dass die Leute in der Einrichtung mich auch in den aktiven Alltag einbinden, so dass ich viel Einblick in die Materie genießen kann und auch öfters um meine Meinung gefragt werde.
So habe ich also beschlossen, dass ich eine Qualifikation zum Berufsbetreuer nach dem BtG machen möchte und mich um ein Seminar gekümmert. Da mal als ALG'ler nicht mal eben 660€ für ein Grundseminar unter Matratze hat, habe ich bei meiner FM angefragt und die hat mir dann erklärt, "Dafür haben wir aber im Moment kein Geld -Ich habe mir schon mein Fernstudium vom Munde abgespart- Aber die Seminare finden ja öfters statt und da schauen wir dann mal, vielleicht kann man das ja übernehmen." Anscheinend hat sie das weiter gegeben und jemand glaubt, BtG und Pflegeassistent für Demenzkranke wäre das Gleiche, also so richtig optimal.
Im BtG hat man verschiedene Leute mit unterschiedlichen Krankheiten/Problemen, die auf Grund ihrer Probleme/Erkrankungen unter gesetzliche Betreuung gestellt werden und ich kann, auf Grund der gemachten Erfahrung sagen, dass es teilweise nicht gerade sehr einfach ist und ich manchmal, auch wenn ich nur eine Stunde mit jemandem zusammen bin, mich am liebsten selbst unter Betreuung stellen lassen möchte, denn manche sind total leicht zu handhaben und andere sind so psychotisch, dass man im Kontakt nicht weiß wie man damit umgehen soll.
Wenn ich nun also höre, dass man unbedingt Langzeitarbeitslose in einem "Schnellkurs" -und man mir das anbieten will- zu einer "Pflegefachkraft" umschulen möchte, dann setzt es bei mir aus. Im Rahmen meiner Tätigkeit habe ich einige Pflegefachkräfte kennen gelernt die nach ihrer Ausbildung im sozialen Bereich -Krankenschwester/Pfleger, Sozialarbeiter- sich auf Demenzkranke spezialisiert haben und Zusatzqualifikationen besitzen, darüber klagen wie schwer manchmal die Arbeit ist, dann frage ich mich, was sich das Gesundheitsministerium davon erhofft. Demenzkranke kann man nicht mal eben so "hopplahopp" betreuen und die Vorstellung, "da machen wir ein paar Spiele, lesen denen aus der Zeitung vor, oder aus einem Buch und singen ein kleines Liedchen, oder basteln einen Bibabutzemann," klingen für mich völlig abgedreht, da Demenz unterschiedliche Verläufe nimmt und nicht wie ein Beinbruch behandelt werden kann. Wir haben in der Betreuung mehrere Demenzkranke die ihre Umgebung völlig unterschiedlich wahrnehmen. Der eine erkennt nicht mal mehr die eigene Frau und die andere kann sich noch an Dinge aus der Kindheit erinnern, aber was vor 5 Minuten war, das weiß sie nicht mehr.
Wie soll das also gehen, wenn man jemanden mit ein bisschen Praktikum und 160 Stunden Theorie -ist eigentlich die normale Monatsarbeitszeit- auf solche Menschen loslassen möchte? Das ist einfach nur wieder der typische deutsche Versuch Gerhard Hauptmann in die Moderne zu bringen, "Der Mensch definiert sich über Arbeit. Spaß darf es dabei nicht geben. Egal was Du machst, Hauptsache Du machst was und es nutzt dem Staat."
Wer es machen mag, gerne. Nur sollte man sich dann umfassend über das Thema Demenz informieren und man sollte sich klar darüber sein, dass man wirklich nur als Kanonfutter für wenig Geld eingesetzt wird und auf Grund der knappen Kassen ziemlich schnell nicht den lieben langen Tag an der frischen Luft mit seinen Betreuten verbringt, oder Freizeitaktivitäten gestaltet, sondern vom Heimträger auch in andere Bereiche eingespannt wird, die in den 160 Stunden Theorie gar nicht vorgekommen sind.
Irgendwie lustig, die Medizin forscht wie verrückt um dem geheimnis Demenz auf die Spur zu kommen und eine Gesundheitsministerin die von Medizin einzig die Kenntnis besitzt, dass man Kopfschmerztabletten in der Apotheke erhält, glaubt sie hätte die Eierlegendewollmilchsau geschaffen und löst mal eben im Vorbeigehen sämtliche sozialen Probleme.
Hajom
Ps.: Mischell: Wenn Du schon trollen möchtest und die Leute beleidigen, dann wäre es besser, man würde Rechtschreibung, Aussprache und Orthographie einigermaßen beherrschen. Man muß nicht perfekt sein und Flüchtigkeitsfehler unterlaufen jedem, aber Deine Beiträge sind dermaßen peinlich, da würde ich lieber die Finger bei mir behalten, sondern kann man schnell der Forenkasper werden.
vBulletin® v3.8.7, Copyright ©2000-2012, vBulletin Solutions, Inc.