Sommerblumen
22.08.2008, 09:50
Hallo!
Ich habe folgendes Problem: Ich habe bei meinem letzten AG in einem Projekt gearbeitet (über ein Jahr; bin deshalb ALG I-Empfänger). Ich habe vom letzten November ein gutes Zwischenzeugnis (Note ca. 1- bis 2), da meine Probezeit ne Weile rum war und ich das als Begründung angeführt habe.
Nun lief das Projekt am 01.07.2008 aus, die Personalplanung bei dem kleinen "Verein" lief aber so, als wenns kein morgen gibt.
Zusammengefasst: Ich habe viele Aufgaben für andere Projekte übernommen, sollte eine Woche vor Ende "noch schnell" jemanden in einer anderen Filiale anlernen, und wusste kaum, wo mir eine Woche vor Ende der Kopf steht.
Eigentlich sollte ich - da sie mich nach GL nicht mehr bezahlen konnten (nichtmal 20 Stunden!) - mit einem Honorarvertrag abgespeist werden, und dann quasi die Arbeit, die ich begonnen hatte, weiterführen (es ging um Coaching, Training, vor allem Module und deren Durchführung für externe Auftraggeber). Erstmal hatte ich mündlich gesagt, dass ich es will - zu der Zeit war die Stimmung noch gut - mir dann aber, nachdem ich am letzten Arbeitstag überfrachtet wurde überlegt, warum ich eigentlich so doof bin, für die zuzuarbeiten, wenn die sich nicht mal bequemen, 15-20 Stunden aus dem Kreuz zu leiern. Immerhin - und das wurde mir erst da klar - brauchen DIE MICH, und ich war diejenige, die um einen Job gebeten hat! :patsch:
Da habe ich denen dann geschrieben, dass ich von weiteren Arbeiten absehen möchte und ganz sachlich ein "Nein" gesendet. Es wurden nämlich auf einmal Nacharbeiten gefordert, ich sollte zu Terminen erscheinen usw.usf. Und ich hab mir gedacht: "Ich mache mich doch nicht zum Deppen, arbeitet in meiner ARBEITSLOSIGKEIT noch für die nach?? Wenn die keine Personalplanung hinbekommen??"
Ich habe in dem Moment beschlossen, mich nicht mehr ausbeuten zu lassen. Hab in dem 1,5 Jahren Wochenenddienst auf Messen gemacht, war nach Feierabend noch wegen Akquise oder Projektvorstellungen unterwegs etc. (das es meinen Kollegen genauso geht, macht es ja nu auch nicht besser). Ich rede hier von mind. 1-2 Stunde pro Woche Standard mehr! Unbezahlt!
So. Dementsprechend sieht mein Zeugnis aus. Ich habe angeblich schwierige Situationen durch "Durchhaltevermögen" überwunden etc. Das Zeugnis habe ich 1,5 Monate NACH MEINEM AUSSCHEIDEN auf meine Anfrage und auf meine Mahnung hin bekommen. Auch meine anderen Papiere.
Ich habe denen jetzt das Zeugnis per Einschreiben zurückgesandt (Kopie hab ich natürlich behalten) und sie aufgefordert, sie sollen bestimmte Passagen ändern, da ein AG verpflichtet ist, zumindest ein neutrales Zeugnis (=3) auszustellen...die sollen mal beweisen, warum ich eine 5 verdienen. Zumal ich mich in einem halben Jahr komplett gewandelt haben müsste.
So. Es ist eine Woche ohne Antwort vergangen. Wie lange kann man warten, bis man vors Arbeitsgericht müsste?
Ich bin mir über die nächsten Schritte noch nicht im klaren. Was mich aufregt ist, dass es meine erste Arbeitsstelle ist. Ich kann mich nicht für immer mit dem Zwischenzeugnis bewerben und wenn das Abschlusszeugnis so stehenbleibt, versauen die mir meine gesamte berufliche Karriere.
Ich finde es eine Sauerei, dass sich dieser kleine Scheiß-Bildungsträger wie ein Gutherr benehmen kann. Mündlich war die GL immer sehr verständnisvoll, ich hab auch noch den gesamten Mailverkehr, wo ich auf Verzögerungen hinwies, mal eine Arbeitsplatzbeschreibung wollte (weil ich irgendwo an allen Ecken und Kanten eingesetzt wurde und mich fragte wie ich da so "nebenbei" das Projekt durchführen soll, für das ich ja eigentlich von der öffentlichen Hand - via dem Verein - bezahlt werde...) Die haben das Projekt als Geldgeber benutzt, um mich bezahlen zu können, haben mich aber zusätzlich vollkommen woanders eingesetzt. :confused: Ich habe sogar mails, die beweisen, dass ich dies mehrmals der GL schrieb...ich kann die Arbeit von 1 Stunde nur in einer Stunde machen und nicht 2 Arbeiten (jemand anders hier im Forum schrieb mal dass wenn eine Frau 9 Monate für ein Kind braucht, es 9 Frauen auch net schneller können....)
Ich will mich mit denen nicht anlegen, ich will einfach nur ein neutrales Zeugnis (auch wenns leider nicht der Realität entspricht), dass mich nicht in meiner Karriere behindert.
Die sollen meinetwegen bleiben wo der Pfeffer wächst.
Aber anscheinend denken die, vor allem die GL, sie wären am längeren Hebel.
Sollte ich denen nach 2 Wochen eine Mahnung schicken?
Wie teuer kann ein Gang zum Arbeitsgericht werden und gibts dafür Beihilfen/Versicherungen oder irgendwas?
Gibt es Alternativen, wie ich mit dieser Gutsherrenart umgehen kann? (persönlich reden kann ich nicht mehr, da geht mir die Galle über wenn ich an alle die Abende, Wochenende und "freiwilligen Einsätze" denke und dann an mein Zeugnis)
Was würdet ihr tun?
Immerhin hab ich das AA soweit, dass die meine Daten diesen ******* nicht mehr vorlegen werden, wenn die - was so sicher ist wie das Amen in der Kirchen - ab September evtl wieder neue Mitarbeiter suchen, die sie ausbooten können. :wut:
Ich habe folgendes Problem: Ich habe bei meinem letzten AG in einem Projekt gearbeitet (über ein Jahr; bin deshalb ALG I-Empfänger). Ich habe vom letzten November ein gutes Zwischenzeugnis (Note ca. 1- bis 2), da meine Probezeit ne Weile rum war und ich das als Begründung angeführt habe.
Nun lief das Projekt am 01.07.2008 aus, die Personalplanung bei dem kleinen "Verein" lief aber so, als wenns kein morgen gibt.
Zusammengefasst: Ich habe viele Aufgaben für andere Projekte übernommen, sollte eine Woche vor Ende "noch schnell" jemanden in einer anderen Filiale anlernen, und wusste kaum, wo mir eine Woche vor Ende der Kopf steht.
Eigentlich sollte ich - da sie mich nach GL nicht mehr bezahlen konnten (nichtmal 20 Stunden!) - mit einem Honorarvertrag abgespeist werden, und dann quasi die Arbeit, die ich begonnen hatte, weiterführen (es ging um Coaching, Training, vor allem Module und deren Durchführung für externe Auftraggeber). Erstmal hatte ich mündlich gesagt, dass ich es will - zu der Zeit war die Stimmung noch gut - mir dann aber, nachdem ich am letzten Arbeitstag überfrachtet wurde überlegt, warum ich eigentlich so doof bin, für die zuzuarbeiten, wenn die sich nicht mal bequemen, 15-20 Stunden aus dem Kreuz zu leiern. Immerhin - und das wurde mir erst da klar - brauchen DIE MICH, und ich war diejenige, die um einen Job gebeten hat! :patsch:
Da habe ich denen dann geschrieben, dass ich von weiteren Arbeiten absehen möchte und ganz sachlich ein "Nein" gesendet. Es wurden nämlich auf einmal Nacharbeiten gefordert, ich sollte zu Terminen erscheinen usw.usf. Und ich hab mir gedacht: "Ich mache mich doch nicht zum Deppen, arbeitet in meiner ARBEITSLOSIGKEIT noch für die nach?? Wenn die keine Personalplanung hinbekommen??"
Ich habe in dem Moment beschlossen, mich nicht mehr ausbeuten zu lassen. Hab in dem 1,5 Jahren Wochenenddienst auf Messen gemacht, war nach Feierabend noch wegen Akquise oder Projektvorstellungen unterwegs etc. (das es meinen Kollegen genauso geht, macht es ja nu auch nicht besser). Ich rede hier von mind. 1-2 Stunde pro Woche Standard mehr! Unbezahlt!
So. Dementsprechend sieht mein Zeugnis aus. Ich habe angeblich schwierige Situationen durch "Durchhaltevermögen" überwunden etc. Das Zeugnis habe ich 1,5 Monate NACH MEINEM AUSSCHEIDEN auf meine Anfrage und auf meine Mahnung hin bekommen. Auch meine anderen Papiere.
Ich habe denen jetzt das Zeugnis per Einschreiben zurückgesandt (Kopie hab ich natürlich behalten) und sie aufgefordert, sie sollen bestimmte Passagen ändern, da ein AG verpflichtet ist, zumindest ein neutrales Zeugnis (=3) auszustellen...die sollen mal beweisen, warum ich eine 5 verdienen. Zumal ich mich in einem halben Jahr komplett gewandelt haben müsste.
So. Es ist eine Woche ohne Antwort vergangen. Wie lange kann man warten, bis man vors Arbeitsgericht müsste?
Ich bin mir über die nächsten Schritte noch nicht im klaren. Was mich aufregt ist, dass es meine erste Arbeitsstelle ist. Ich kann mich nicht für immer mit dem Zwischenzeugnis bewerben und wenn das Abschlusszeugnis so stehenbleibt, versauen die mir meine gesamte berufliche Karriere.
Ich finde es eine Sauerei, dass sich dieser kleine Scheiß-Bildungsträger wie ein Gutherr benehmen kann. Mündlich war die GL immer sehr verständnisvoll, ich hab auch noch den gesamten Mailverkehr, wo ich auf Verzögerungen hinwies, mal eine Arbeitsplatzbeschreibung wollte (weil ich irgendwo an allen Ecken und Kanten eingesetzt wurde und mich fragte wie ich da so "nebenbei" das Projekt durchführen soll, für das ich ja eigentlich von der öffentlichen Hand - via dem Verein - bezahlt werde...) Die haben das Projekt als Geldgeber benutzt, um mich bezahlen zu können, haben mich aber zusätzlich vollkommen woanders eingesetzt. :confused: Ich habe sogar mails, die beweisen, dass ich dies mehrmals der GL schrieb...ich kann die Arbeit von 1 Stunde nur in einer Stunde machen und nicht 2 Arbeiten (jemand anders hier im Forum schrieb mal dass wenn eine Frau 9 Monate für ein Kind braucht, es 9 Frauen auch net schneller können....)
Ich will mich mit denen nicht anlegen, ich will einfach nur ein neutrales Zeugnis (auch wenns leider nicht der Realität entspricht), dass mich nicht in meiner Karriere behindert.
Die sollen meinetwegen bleiben wo der Pfeffer wächst.
Aber anscheinend denken die, vor allem die GL, sie wären am längeren Hebel.
Sollte ich denen nach 2 Wochen eine Mahnung schicken?
Wie teuer kann ein Gang zum Arbeitsgericht werden und gibts dafür Beihilfen/Versicherungen oder irgendwas?
Gibt es Alternativen, wie ich mit dieser Gutsherrenart umgehen kann? (persönlich reden kann ich nicht mehr, da geht mir die Galle über wenn ich an alle die Abende, Wochenende und "freiwilligen Einsätze" denke und dann an mein Zeugnis)
Was würdet ihr tun?
Immerhin hab ich das AA soweit, dass die meine Daten diesen ******* nicht mehr vorlegen werden, wenn die - was so sicher ist wie das Amen in der Kirchen - ab September evtl wieder neue Mitarbeiter suchen, die sie ausbooten können. :wut: