Chris193
30.08.2006, 17:53
Hallo liebes Forum, Mitbetroffenen und Moderatoren.
Ich beziehe seit 01/05 ALG II, dies erstmal als 1. Information.
Ich versuche mal mein Leidensweg mit dem AA zu schildern.
1996 beendete ich meine Ausbildung zum Koch erfolgreich. Nachdem ich 6 Monate nichts fand, arbeitet ich für 6 Monate in einer Grossküche.
Wurde aber zum Glück auch wieder entlassen, das verhältnis zw. den Kollegen und mir war recht "eisig", ich fühlte mich absolut nicht wohl.
Ich machte dann, da ich jung und faul war, erstmal nichts mehr bis auf eine ABM von 97-98 und ein paar Nebenjobs damals.
98 machte ich ein Auffrischungskurs für Jungköche, ich wusste aber schon während der Ausbildung, dass der Beruf nicht mein Lebensziel ist.
Meine Eltern drängten damals darauf, die Ausbildung zu beenden.
99/2000 versuchte ich mir mit der amtsärztlichen Untersuchung die Berufsunfähigkeit attestieren zu lassen, leider erfolglos. ich soll doch abwechselnd stehend und sitzend in der Küche arbeiten...
Ausserdem wurde mir ein Alkoholproblem "attestiert", meine Leberwerte seien sehr bescheiden. In Teilen "stimmt" das vielleicht, hatte am Vorabend der Untersuchung den geburtstag meines besten Freundes gefeiert. Hatte deswegen scheinbar noch ein wenig Restalkohol intus, der Hinweis darauf fruchtete allerdings auch nicht.
Auch die Tatsache des Übergewichts und er falschen Ernährung galt nicht als Grund der schlechten Leberwerte - nein ich war für die ein Alki!
Erst im Frühjahr 2000 stellte ich für mich fest, dass ich in die IT will. Das Problem war allerdings, dass ich nur einen Hauptschulabschluss habe - wieder einmal meine Faulheit, mein Mathe-Lehrer meinte ich würde das Abi mit 1.er Schnitt schaffen....
Ok., ich fing nun an mir über meine Zukunft Gedanken zu machen und legte mich auf die IT fest. Schliesslich habe ich seit meinem 14 Lebensjahr ständig Computer, später dann PC´s gehabt.
Ich fragte damals bei dem für mich zuständigen AA nach einer Umschulung, Ablehnung wg. Schulbildung folgte sogleich.
Ich bekam eine Weiterbildung für den ECDL (europ. Computerführerschein - was für DAU´s) und absolvierte die natürlich auch.
Ich fragte danach, Ende 2001-Anfang 2002 wieder beim Amt an, hatte sogar einen Bildungsträger gefunden der mich ausbilden wollte. Damals noch zum IT-Systemelektroniker,
ein Berufsbild welches heute so kaum noch existiert.
Wiederum eine Ablehnung, Stress mit dem Amt.
Begründung war, ich sei u.a. zu jung (23) und noch nicht lange genug aus dem Beruf raus.
Im Jahr 2002/03 stand der Umzug nach Bremerhaven an, auch dort fragte ich das ein oder andere Mal nach einer Umschlung.
Die jedoch wie erwartet abgelehnt wurde. Hatte dann auch keine Lust mehr auf alles und verkroch mich wieder in meiner Höhle.
2005 zogen wir dann nach Leipzig, ich fragte natürlich wieder nach einer Umschulung und siehe da, mir wurde eine halbwegs in Aussicht gestellt.
O-Ton des Vermittlers:
"Suchen sie sich einen Bildungsträger, dann reden wir darüber."
Im Frühjahr 06 hatte ich dann etwas gefunden, ein Job der mir Spass machen würde:
Fachinformatiker/Systemintegration oder IT-Systemkaufmann, würde aber lieber FiSi machen.
Schon erraten?
Das liebe Amt lehnte wiedermals ab, die neuerliche Begründung war: "Keine finanziellen Mittel". etc. :-x
Ich schrieb daraufhin einen Widerspruch an die ARGE Leipzig, nach Nürnberg und an die Regionaldirektion Sachsen.
Fruchtlos erhielt ich einen Termin woraufhin die Umschulung wieder abgelehnt wurde, ihr ahnt es bestimmt: Kein Geld!
Ich habe eine Firma (Bildungsträger) die mich umschulen will, eine Firma die mit mir das Praktikum durchführen würden und mich !viiiiieeelicht!!! auch mal einstellen würden.
Habe heute erneut Widerspruch gegen die Entscheidung des Amtes eingelegt, auch Nürnberg und Chemnitz bekommen ein Brief von mir. Der Kurs geht ab nächster Woche los....
Vor einer Woche kam dann im TV/Radio:
Arbeitsagentur hat zw. 6-9 Milliarden Überschuss!
Das war wie ein Faustschlag ins Gesicht.
Inzwischen fühle ich mich fast schon willkürlich behandelt, weiss aber das es anderen hier genauso geht. Habe mit dem Bildungsträger Kontakt, dort wurde mir gesagt andere Teilnehmer stehen vor dem gleichen oder ähnlichen Problemen.
Ich habe bei dem BT eine Eignungsfeststellung gemacht und überdurchschnittlich gut abgeschnitten, bin als Koch nicht mehr vermittelbar (körperlich und fachlich nicht dazu geeignet, zu lange raus - seit 97) und voll Willens die angestrebte Umschulung durchzuziehen.
Was kann ich noch machen, um an die begehrte Umschulung zu kommen.
Der BT teilte mir mit, dass die eventuell - wenn genug finanz. mittel vorhanden sind - im Februar die nächste "Schicht" beginnt. Falls es jetzt nichts mehr wird, vielleicht ja dann.
Habe aber nun Bedenken einen befristeten Job bei Amazon (Weihnachtsgeschäft bis max. März 07) anzunehmen,
sonst darf ich noch einmal Jahre auf eine gute Chance warten.
Ich möchte meinen 4 Monate alten Sohn aber nicht das "La dolce vita" eines ALG II Emgfänger vorleben.
Wir habe Pläne und Wünsche in unseren Leben die man nur mit einem Job erreichen kann.
Habe heute erneut einen Widerspruch, der 2. zu dieser Umschulung, geschrieben und werde den auch wieder an die Regionaldirektion sowie nach Nürnberg schicken.
Erhoffe mir dabei Druck von oben.
Kann mir jemand noch einen Tip geben? Sind langsam so richtig am verzweifeln.
So long,
Christian
Ich beziehe seit 01/05 ALG II, dies erstmal als 1. Information.
Ich versuche mal mein Leidensweg mit dem AA zu schildern.
1996 beendete ich meine Ausbildung zum Koch erfolgreich. Nachdem ich 6 Monate nichts fand, arbeitet ich für 6 Monate in einer Grossküche.
Wurde aber zum Glück auch wieder entlassen, das verhältnis zw. den Kollegen und mir war recht "eisig", ich fühlte mich absolut nicht wohl.
Ich machte dann, da ich jung und faul war, erstmal nichts mehr bis auf eine ABM von 97-98 und ein paar Nebenjobs damals.
98 machte ich ein Auffrischungskurs für Jungköche, ich wusste aber schon während der Ausbildung, dass der Beruf nicht mein Lebensziel ist.
Meine Eltern drängten damals darauf, die Ausbildung zu beenden.
99/2000 versuchte ich mir mit der amtsärztlichen Untersuchung die Berufsunfähigkeit attestieren zu lassen, leider erfolglos. ich soll doch abwechselnd stehend und sitzend in der Küche arbeiten...
Ausserdem wurde mir ein Alkoholproblem "attestiert", meine Leberwerte seien sehr bescheiden. In Teilen "stimmt" das vielleicht, hatte am Vorabend der Untersuchung den geburtstag meines besten Freundes gefeiert. Hatte deswegen scheinbar noch ein wenig Restalkohol intus, der Hinweis darauf fruchtete allerdings auch nicht.
Auch die Tatsache des Übergewichts und er falschen Ernährung galt nicht als Grund der schlechten Leberwerte - nein ich war für die ein Alki!
Erst im Frühjahr 2000 stellte ich für mich fest, dass ich in die IT will. Das Problem war allerdings, dass ich nur einen Hauptschulabschluss habe - wieder einmal meine Faulheit, mein Mathe-Lehrer meinte ich würde das Abi mit 1.er Schnitt schaffen....
Ok., ich fing nun an mir über meine Zukunft Gedanken zu machen und legte mich auf die IT fest. Schliesslich habe ich seit meinem 14 Lebensjahr ständig Computer, später dann PC´s gehabt.
Ich fragte damals bei dem für mich zuständigen AA nach einer Umschulung, Ablehnung wg. Schulbildung folgte sogleich.
Ich bekam eine Weiterbildung für den ECDL (europ. Computerführerschein - was für DAU´s) und absolvierte die natürlich auch.
Ich fragte danach, Ende 2001-Anfang 2002 wieder beim Amt an, hatte sogar einen Bildungsträger gefunden der mich ausbilden wollte. Damals noch zum IT-Systemelektroniker,
ein Berufsbild welches heute so kaum noch existiert.
Wiederum eine Ablehnung, Stress mit dem Amt.
Begründung war, ich sei u.a. zu jung (23) und noch nicht lange genug aus dem Beruf raus.
Im Jahr 2002/03 stand der Umzug nach Bremerhaven an, auch dort fragte ich das ein oder andere Mal nach einer Umschlung.
Die jedoch wie erwartet abgelehnt wurde. Hatte dann auch keine Lust mehr auf alles und verkroch mich wieder in meiner Höhle.
2005 zogen wir dann nach Leipzig, ich fragte natürlich wieder nach einer Umschulung und siehe da, mir wurde eine halbwegs in Aussicht gestellt.
O-Ton des Vermittlers:
"Suchen sie sich einen Bildungsträger, dann reden wir darüber."
Im Frühjahr 06 hatte ich dann etwas gefunden, ein Job der mir Spass machen würde:
Fachinformatiker/Systemintegration oder IT-Systemkaufmann, würde aber lieber FiSi machen.
Schon erraten?
Das liebe Amt lehnte wiedermals ab, die neuerliche Begründung war: "Keine finanziellen Mittel". etc. :-x
Ich schrieb daraufhin einen Widerspruch an die ARGE Leipzig, nach Nürnberg und an die Regionaldirektion Sachsen.
Fruchtlos erhielt ich einen Termin woraufhin die Umschulung wieder abgelehnt wurde, ihr ahnt es bestimmt: Kein Geld!
Ich habe eine Firma (Bildungsträger) die mich umschulen will, eine Firma die mit mir das Praktikum durchführen würden und mich !viiiiieeelicht!!! auch mal einstellen würden.
Habe heute erneut Widerspruch gegen die Entscheidung des Amtes eingelegt, auch Nürnberg und Chemnitz bekommen ein Brief von mir. Der Kurs geht ab nächster Woche los....
Vor einer Woche kam dann im TV/Radio:
Arbeitsagentur hat zw. 6-9 Milliarden Überschuss!
Das war wie ein Faustschlag ins Gesicht.
Inzwischen fühle ich mich fast schon willkürlich behandelt, weiss aber das es anderen hier genauso geht. Habe mit dem Bildungsträger Kontakt, dort wurde mir gesagt andere Teilnehmer stehen vor dem gleichen oder ähnlichen Problemen.
Ich habe bei dem BT eine Eignungsfeststellung gemacht und überdurchschnittlich gut abgeschnitten, bin als Koch nicht mehr vermittelbar (körperlich und fachlich nicht dazu geeignet, zu lange raus - seit 97) und voll Willens die angestrebte Umschulung durchzuziehen.
Was kann ich noch machen, um an die begehrte Umschulung zu kommen.
Der BT teilte mir mit, dass die eventuell - wenn genug finanz. mittel vorhanden sind - im Februar die nächste "Schicht" beginnt. Falls es jetzt nichts mehr wird, vielleicht ja dann.
Habe aber nun Bedenken einen befristeten Job bei Amazon (Weihnachtsgeschäft bis max. März 07) anzunehmen,
sonst darf ich noch einmal Jahre auf eine gute Chance warten.
Ich möchte meinen 4 Monate alten Sohn aber nicht das "La dolce vita" eines ALG II Emgfänger vorleben.
Wir habe Pläne und Wünsche in unseren Leben die man nur mit einem Job erreichen kann.
Habe heute erneut einen Widerspruch, der 2. zu dieser Umschulung, geschrieben und werde den auch wieder an die Regionaldirektion sowie nach Nürnberg schicken.
Erhoffe mir dabei Druck von oben.
Kann mir jemand noch einen Tip geben? Sind langsam so richtig am verzweifeln.
So long,
Christian