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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Absage wegen befristeten Arbeitsvertrag - Sperrzeit?


AvantGarden
02.09.2008, 18:13
Hallo,

ich bin ganz neu hier und hab mal eine Frage:

Ich bin seit Jahresanfang arbeitslos, aber aus Krankheitsgründen (Depressionen) erst seit einigen Monaten so richtig auf der Suche. Ich suche auch deutschlandweit und hab nun ein Jobangebot aus Berlin bekommen. Das Stellenangebot kam nicht vom Arbeitsamt, sondern wurde von mir selbst durch Initiativbewerbungen "gefunden". Nun wurde mir mitgeteilt, dass der Arbeitsvertrag auf 1 Jahr befristet ist, was natürlich ein anderes Licht auf die ganze Sache wirft. Ich möchte nicht für 1 Jahr nach Berlin ziehen -ich wohne in der Nähe von Osnabrück- und dann kann ich sehen, wo ich bleibe. Sicherlich kann ich auch Glück haben, aber das ist mir alles zu unsicher.
Das Ding ist nur, dass auf dieser AA-Bescheinung, auf der die Firmen bestätigen müssen, dass man sich dort vorgestellt hat (wegen Fahrtkosten), vermerkt wurde, dass ich für eine Einstellung zum 01.10. vorgesehen bin. Einen Vertrag hab ich noch nicht bekommen /unterschrieben.

Wenn ich jetzt diese Stelle aufgrund der Befristung nicht annehme, kann mir das AA dann das ALGI kürzen? Ich hab mir, wie gesagt, die Stelle selbst gesucht.
Und was ist mit den Fahrkosten? Hatte vom AA bereits das Bahnticket bekommen und musste mir in Berlin ein Hotelzimmer nehmen, weil das Gespräch früh morgens war. Muss ich das zurückbezahlen?

Vielen Dank schon mal für Eure Antworten.

Gruß

restart
07.09.2008, 17:54
Hallo AvantGarden,

ohne eine Rechtsfolgebelehrung kannst du das Angebot in jedem Fall erst mal ablehnen, ohne eine Sperrzeit befürchten zu müssen. Etwas anders stellt sich die Sache allerdings dar, wenn die Agentur dann auf die Idee kommt, dir genau dieses Angebot mit Rechtsfolgebelehrung vorzulegen. Siehe dann dazu § 121 SGB III - Zumutbare Beschäftigungen (http://bundesrecht.juris.de/sgb_3/__121.html)

Fusseli
09.09.2008, 10:11
Erklärender Ansatz Stichw. zumutbare Beschäftigung:

Welchen vernünftigen Grund gibt es, diesen Job nicht anzunehmen, wenn ein entsprechendes Angebot vom Arbeitgeber kommt, und sich dann AUS UNGEKÜNDIGTER POSITION für die Folgezeit zu bewerben, anstatt aus der Arbeitslosigkeit heraus und diese sich immer weiter ausbreiten zu lassen?

Berlin ist keine schlechte Ausgangsposition für weiteres Bewerben.

Hast du Kinder? Ein Haus? Irgendeinen Grund, nicht nach Berlin ziehen zu wollen?