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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Finanziert mir der Rententräger oder Arbeitsagentur Umschulu


puschel2004
11.09.2008, 17:01
Hallo.
ich hab hier schon mal einen Beitrag geschrieben,
da ich nicht weiß, wie es bei mir weitergeht.

Nun hätte ich noch folgende Frage:
Ich kann in meinem jetzigen Beruf (Büro) nicht mehr arbeiten, da ich
das nervlich und körperlich nicht mehr packe.
Mein Therapeut meint, ich sollte irgendetwas machen, wo ich in Bewegung
bin, ohne schwer zu heben.
Da ich sehr sportlich bin (obwohl ich 60% GdB habe), könnte ich mir vorstellen,
selbst mit 37 nochmals eine Ausbildung zum Physiotherapeuten zu machen.
Zur Zeit bin ich krankgeschrieben. Mein jetziger AG hat mich noch nicht gekündigt. Das ist aber so gut wie sicher.

Könnte ich von der Arbeitsagentur (wenn ich in ALG1 falle), mir eine Umschlung zum Physiotherapeuten finanzieren?
Oder läuft das über den Rententräger?
Ein Attest vom Arzt erhalte ich, dass ich das packe.

Wer entscheidet sowas???

Danke
frank

Codeman
11.09.2008, 17:11
Hallo,

eine Umschulung wird dann finanziert wenn es dir nicht mehr möglich ist in deinen erlernten Beruf bzw. aktuellen Beruf zu arbeiten.Das scheint bei dir der Fall zu sein.

Ansprechpartner ist in allererster Linie für dich bei ALG I Bezug die Agentur f. Arbeit.Dort wirst du dann ggf. von Amtsärztlichen Dienst noch einmal untersucht werden und der wird dann eine Prognose an Hand der Befunde von Ärzten aber auch vom Eindruck von dir erstellen.Sollte die Prognose auf "Umschulung" lauten,so wird dir die Umschulung von der Agentur f. Arbeit finanziert.

MfG
Codeman

puschel2004
11.09.2008, 18:07
Hallo Codeman,

danke für deine schnelle Antwort.
Aber wie sieht es aus, wenn ich noch nicht in ALG1 bin!
Ich bin doch bis auf weiteres krankgeschrieben und beziehe
Krankengeld!
Wer wäre dann zuständig?

Und:
Falls das Amt die Umschulung zahlt, was bedeutet das?
Die Ausbildung dauert ja 3 Jahre!
Bekomme ich während dieser Zeit ALG1? Mir stehen ja nur 12 Monate zu!
Oder wie werde ich unterstützt?
Ich kanns mir doch nicht leisten, 3 Jahre ohne Gehalt zu leben!

Danke
puschel

Marsleuchte
11.09.2008, 18:28
Hallo Puschel,

hast du jemals schon eine Rehamaßnahme über Deinen Rententräger gemacht?


MfG
Marslicht

puschel2004
11.09.2008, 21:33
hallo marslicht!
ja, ich hab das ganze programm schon durch.
war auch schon auf reha.
hab eine stufenweise wiedereingliederung abgebrochen.
ich weiß halt nicht, wer mich beraten muss!
die agentur (bin ja nicht arbeitslos), die Kasse (beziehe ja grad krankengeld)
oder der rententräger...

ganz schön schwierig.

danke
puschel

Marsleuchte
11.09.2008, 21:46
In Deinem Fall der Rententräger!

Weil Du eine Reha hattest und in Verbindung mit der Reha steht dir ein Rehaberater bis zu Deiner Altersrente zu und mit dieser Reha wurden Dir auch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bewilligt.
Darunter fällt unter anderem auch eine Umschulung, Weiterbildung oder eine Neuorientierung sprich Berufsausbildung.

Im Fall Du bekommst also was bewilligt, zahlt Dein Rententräger Dir eine Art Übergangsgeld wärend der Maßnahme, genau gleich als Du in Reha gewesen bist.
Kannst Du Dich daran erinnern, da hast Du für die 3 oder 4 Wochen Geld von Deinem Rententräger erhalten.

puschel2004
11.09.2008, 22:47
hallo marslicht!
super! danke! echt nett von dir, dasst du mir hilfst!
bin eh schon am verzweifeln.

ja, ich hab während der reha übergangsgeld erhalten.
6 wochen lang. nach der abgebrochenen wiedereingliederung (auch übergangsgeld) hab ich nun das zum glück höhere krankengeld.

nun bin ich aber bis auf weiteres krankgeschrieben, da ich ja die wiedereingliederung in meinem bürojob nicht gepackt hab.
zur info:
ich habe rheuma und das ständige sitzen schmerzt mir sehr.
außerdem hab ich auch psychische probleme (ängst wg. der krankheit etc.).
deshalb werde ich zu meinem arbeitgeber (dort bin ich seit 1 jahr. zuvor 20 jahre beim ausbildungsbetrieb, welcher geschlossen hat) nicht mehr zurückkehren.
ich laß mich dann kündigen, oder kündige krankheitsbedingt, falls ich weiß
wie es bei mir weitergeht.

hab ja nur folgende alternativen:
neuen job suchen, welchen ich hoffentlich packe. gefahr, jedoch wieder "rückfällig" zu werden...
oder halt die umschulung, um einen neustart zu schaffen.

ich würde von meinen ärzten unterstützung für eine neue ausbildung (bin 37!) erhalten.
aber so eine ausbildung dauert 3 jahre!!!!

meine erneute frage an dich:
bekomme ich also ganze3 jahre das übergangsgeld??? oder nur 1 jahr?
ich kann doch keine neue ausbildung machen, ohne etwas zu verdienen!

ps: ich möchte mich zum physiotherapeuten ausbilden lassen.
Hier hätte ich ständig bewegung und könnte so meine krankheit auch besser
verarbeiten. ich bin lt. ärzten sehr sportlich und beweglich. trotz meines rheumas! so könnte ich sozusagen als betroffener selbst kranken helfen!

was meinst du?
kann mir hier ein rehaberater helfen???

danke
frank

Marsleuchte
12.09.2008, 06:46
nun bin ich aber bis auf weiteres krankgeschrieben, da ich ja die wiedereingliederung in meinem bürojob nicht gepackt hab.
zur info:
ich habe rheuma und das ständige sitzen schmerzt mir sehr.
außerdem hab ich auch psychische probleme (ängst wg. der krankheit etc.).
deshalb werde ich zu meinem arbeitgeber (dort bin ich seit 1 jahr. zuvor 20 jahre beim ausbildungsbetrieb, welcher geschlossen hat) nicht mehr zurückkehren.


Hast Du mal an eine innerbetriebliche Versetzung gedacht? Das wäre auch eine Möglichkeit die man nicht immer ausschließen sollte.


ich laß mich dann kündigen, oder kündige krankheitsbedingt, falls ich weiß
wie es bei mir weitergeht.

hab ja nur folgende alternativen:
neuen job suchen, welchen ich hoffentlich packe. gefahr, jedoch wieder "rückfällig" zu werden...
oder halt die umschulung, um einen neustart zu schaffen.


Na mit dem kündigen ist immer so eine sache, davon rate ich in der heutigen Zeit eigetnlich jeden ab. Da wäre es besser andere Möglichkeiten zu finden.

Bei einen neuen Job oder einer Umschulung steht Dir auf alle Fälle Dein Rehaberater zur Seite. Den würde ich mal anrufen.


ich würde von meinen ärzten unterstützung für eine neue ausbildung (bin 37!) erhalten.
aber so eine ausbildung dauert 3 jahre!!!!

meine erneute frage an dich:
bekomme ich also ganze3 jahre das übergangsgeld??? oder nur 1 jahr?
ich kann doch keine neue ausbildung machen, ohne etwas zu verdienen!


Ich weiß 3 Jahre ist in Deinem Alter eine lange Zeit und wenn man bedenkt das die anderen die es machen viel jünger sind und es bei denen leichter von der Hand geht das lernen würde ich auch so meine Zweifel haben. Aber es nicht zu versuchen wäre auch falsch.

Ja Dein Rentenversicherer zahlt die Umschulung und das Übergangsgeld. Auch Geld für Fahrkosten, Bücher usw usw. Nein das ist klar, aber ich bin mir nicht mehr sicher wie das war, ich glaube der zahtl dann als Übergansgeld wärend der Umschulung oder Ausbildung so ca 70 - 75 % vom letzten Nettolohn, aber da kannst ja den Reheaberater noch einmal ausfragen.


ps: ich möchte mich zum physiotherapeuten ausbilden lassen.
Hier hätte ich ständig bewegung und könnte so meine krankheit auch besser
verarbeiten. ich bin lt. ärzten sehr sportlich und beweglich. trotz meines rheumas! so könnte ich sozusagen als betroffener selbst kranken helfen!

was meinst du?
kann mir hier ein rehaberater helfen???


Ich kenne dass, meine Cousine hatte auch schweres Rheuma und sie brauchte auch einige Zeit am Morgen bis sie in Schwung gekommen war und dann ging es, Allerdings nur Mühevoll. Aber wenn Dich Deine Ärzte begleitend dabei unterstützen, dann ist es ja auch von den richtigen Leuten richtig begründet.

Also wie schon gesagt, Dein Rehaberater ist im Augenblick der wo Dir schnell weiterhelfen kann, hier solltest nicht mehr so lange bummeln, weil ja gerade das Schuljahr neu begonnen hat und wenn Du Glück hast kommst vielleicht auf Februar irgendwo mit rein.


MfG
Marslicht