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ALG II - Wohnung - Miete Fragen zur zu Eigenheimen, Nebenkosten, Heizung, Warmwasser usw.

 
 
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Alt 17.04.2012, 09:48
Bunnyhase Bunnyhase ist offline
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Standard verlängerter Räumungsschutz

Hallo,

ich hatte die Tage schon einmal einen längeren Beitrag verfasst, leider wurde er gelöscht, weil ich nicht wußte, dass hier noch viel Wert auf Groß und Kleinschreibung gelegt wird.
Ich weiß, dies ist vielleicht nicht das richtige Forum, aber ich habe bisher hier immer tolle Tipps und Hilfen bekommen und vielleicht hat ja jemand mit meinem Problem Erfahrung.

Ich lass mal die Vorgeschichte weg und beschränke mich aufs Nötigste.
Ich zog vor 3 Jahren von Niedersachsen nach Offenburg aufgrund eines Jobangebotes. Hier angekommen konnte mich der Arbeitgeber nicht mehr einstellen. Bei der Wohnungssuche habe ich geschaut, dass die Miete meinem Lohn angemessen ist, der jedoch dann ja ausfiel.
Die Wohnung liegt mit 550 Euro warm ca 150 Euro über der Angemessenheit, die mir dann als Arbeitslose zustand. Da ich diese Differenz nicht tragen konnte, liefen jeden Monat Mietschulden auf.

Ich bekam eine Kündigung, jedoch kam mein Vermieter etwas später zu mir und bot mir an, diese Mietschulden bei ihm sowohl im Privathaushalt als auch in seinem Objekten zb durch Treppenhausreinigung abzuleisten. Das Angebot habe ich gern angenommen. Er meldete mich sogar auf 120 €-Basis an. In den ersten Monaten arbeitete ich jedoch bis zu 6 Stunden am Tag bei ihm, immer mit der Aussage, mein Arbeitslohn wüde gleich von den Schulden abgezogen werden. Ich bekam also nie einen Cent. Mehrfach ( an die 15 bis 20 mal ) bat ich um eine genaue Aufstellung, zum Einen über meine Schulden, zum Anderen über meine geleisteten Arbeitsstunden, um einen genaueren Überblick zu bekommen. Jedoch wurde ich ( wie auch wenn es umd ie Beseitigung einiger Mängel und anderen Dingen ging ) immer wieder vertröstet.

Ich wurde immer weniger "angefordert" und irgendwann hieß es, man hätte gerade keine Arbeit mehr, würde sich jedoch melden, wenn wieder etwas anliegt. Einige Zeit später erreichte mich eine Nebenkostenabrechnung. Anbei ein Schreiben, dass ich doch zu der Nachzahlung auch gleich mal meine Mietschulden begleichen soll.
Ich schrieb eine Mail an den Vermieter, dass in der Auflistung jedoch meine Arbeitsstunden gar nicht gegen gerechnet seien und bat um Korrektur.
Darauf bekam ich eine ziemlich beleidigende Antwort, indem ich als frech, dreist, unverschämt betitelt wurde und es hieß "sowas wie mich" will man nicht im Haus haben, ich soll unverzüglich ausziehen. Tage danach bekam ich ein Anwaltschreiben mit einer 14 Tägigen Frist zum Auszug.

Ich war vorstellig bei einem Anwalt, der mir sagte, er würde mich nicht vertreten, da ich keinerlei Belege über meine Arbeitszeiten hätte und er nicht sehen würde, dass es einen Sinn machen würde gegen alles anzugehen, egal wie ich das menschlich finden würde und das Beste wäre, die Klage so anzunehmen und Räumungsschutz zu beantragen.

Das tata ich. Mir wurde ein Räumungsschutz von 8 Wochen zugestanden.
In den letzten Monaten habe ich über 150 Mails auf Immobilienangebote geschrieben, auf jede denkbar passende Anzeige geantwortet, selbst Anzeigen aufgegeben, bin bei jeder Wohnungsbaugesellschaft als suchend gemeldet usw usw usw.
Trotzdem war nichts zu finden. Ich bin alleinstehend mit 15 jährigen Sohn, alleinverdienend auf 3/4 Basis mit einem geringfügigen Lohn und die Vorraussetzungen sind eben nicht gerade die Besten.

Der Räumungsschutz lief am 15. April aus. Da keine Wohnung in Sicht ist, schrieb ich dem Gericht am 10.und stellte einen Antrag auf eine Verlängerung des Räumungsschutzes.

Am Samstag bekam ich Antwort:Ich hätte meinen Antrag viel zu früh gestellt, ich müsse erst einmal ein Schreiben vom gerichtsvollzieher mit einem Termin zur Räumung abwarten, bevor ich diesen stellen könne. Zudem könne man mir gleich sagen, dass ein Antrag wahrscheinlich eh abgelehnt wird, da ich mich war ausreichend bemüht habe, wie man an den beigefügten Belegen ja erkennen könne, aber da mir vom ordnungsamt ja eine Notunterkunft zur Verfügung gestellt werden würde, wär ja wohl keine Rede mehr davon,d dass ich dann kein Dach mehr über dem Kopf hätte und obdachlos sei. Somit träfen die eng gestecktenBbedingungen für einen verlängerten Räumungsschutz auf mich nicht mehr zu.

Ich hatte in meinem Antrag geschrieben, dass ich sogar bei der Stadt vorstellig war und nachgefragt habe zwecks einer Übergangswohnung. Da wurde mir gesagt, eine "sogenannte Übergangswohnung" wären 40 qm im Obdachlosenheim.

Ich bin mit den Nerven völlig am Ende und mir fehlt langsam jede Kraft ..ich habe solange gekämpft,damit wir hier Fuss fassen können, habe 1 Euro Jobs gemacht, mich auf jeden Mist beworben, ich hab gemacht und getan, -... um nun, nur weil ich so blöd und naiv war und dachte, bei so einem hier angesehenden Geschäftsmann wird schon alles seine Richtigkeit haben und nicht die Kraft hatte, mich allein einer Gerichtsverhandlung zu stellen..soll ich jetzt in ein Obdachlosenheim ziehen ? Mit einer solchen Adresse im Hintergrund brauch ich mich doch gar nicht mehr auf irgendwas bewerben oder bei einem Makler vorsprechen

War jemand hier schon einmal in einer ähnlichen Situation? Weiß jemand, welche Vorraussetzungen erfüllt werden müssen, um noch einmal Räumungsschutz zu bekommen?
Ich habe zwar gegoogelt, aber ganz unterschiedliche Aussagen gefunden.Mal wurde zb geschrieben, bei Gefahr von Suizid und aktuellen Erkrankungen bekäme man noch einen Fristaufschub, dann wiederum hieß es, das würde nicht ausreichen ??

Ich würde mich freuen über jeden noch so kleinen Tipp oder Ratschlag.
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