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  #1  
Alt 17.05.2011, 18:56
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Standard zu kurze Anwartschaftszeit ?

Hallo,

ich habe heute meinen Ablehnungsbescheid bekommen, in dem steht dass ich auf Grund §123 die Anwartschaftszeit nicht erfüllt hätte.

Bei mir sieht der Fall aber folgendermaßen aus:

Ich arbeite als Cutter für ein Mediendienstleister und werde da z.B. für die Übertragung der Fussballbundesliga für ein Wochenende gebucht und auch nur für diesen Zeitraum angemeldet.

Jetzt habe ich laut Arbeitsbescheinigung meiner Firma in den letzten zwei Jahren 295 Tage beitragspflichtig gearbeitet.
Und natürlich nicht mehr als diese 30.xxx € verdient.

Nach diesen (meinen) Informationen müsste ich doch trotzdem ALG I-berechtigt sein oder sehe ich das falsch? Wieso wird dann mein Antrag abgelehnt?

Sorry falsch ich das falsche Unterforum erwischt habe aber bin ganz neu hier.

Gruß
Chris
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  #2  
Alt 17.05.2011, 20:44
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Standard AW: zu kurze Anwartschaftszeit ?

Für die reguläre Anwartschaft reichen 295 Tage nicht aus, es müßten 360 Tage sein. Aber vielleicht fällst du ja unter die "kurze" Anwartschaft


Zitat:
Erfüllt der Antragsteller die Regelanwartschaftszeit nicht, kommt ein Anspruch aufgrund der Erfüllung der sogenannten „Kurzen Anwartschaftszeit“ in Betracht. Die Regelung der „Kurzen Anwartschaftszeit“ ist zeitlich befristet bis zum 01.08.2012.

Die kurze Anwartschaftszeit gilt als erfüllt, wenn aufseiten des Antragstellers alle folgenden Voraussetzungen vorliegen und dies gegenüber der Bundesagentur für Arbeit dargelegt und nachgewiesen wird.

1. Innerhalb der Rahmenfrist muss der Antragsteller für mindestens sechs Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis gestanden haben.
2. Hierbei muss es sich überwiegend um Beschäftigungsverhältnisse gehandelt haben, die von vornherein auf nicht mehr als sechs Wochen befristet waren.
3. Der Antragsteller darf in den vergangenen zwölf Monaten vor dem letzten Tag der letzten Beschäftigung ein Bruttoarbeitsentgelt in Höhe der Bezugsgröße nach § 18 Abs. 1 SGB IV nicht überschritten haben. Dies entspricht für das Jahr 2009 einem Betrag von 30.240,00 Euro.
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  #3  
Alt 18.05.2011, 00:50
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Standard AW: zu kurze Anwartschaftszeit ?

Hi Ophelia,

sorry, aber das mit deinem Zitat von der "kurzen Anwartschaftszeit" find ich etwas verwirrend. Ich nehme mal das offizielle von der A-Amt-Seite dazu wo es heißt:


Zitat:
Diese „kurze“ Anwartschaftszeit kann erfüllt werden, wenn
  • Sie in denletzten zwei Jahren vor der Arbeitslosmeldung und dem Beginn der Arbeitslosigkeit (Rahmenfrist) mindestens 6 Monate/180 Tage in Versicherungspflichtverhältnissen gestanden haben und
  • es sich überwiegend um Beschäftigungsverhältnisse gehandelt hat, die von Vornherein auf nicht mehr als sechs Wochen befristet waren, und
  • Ihr Bruttoarbeitsentgelt in den letzten 12 Monaten, gerechnet vom letzten Tag Ihrer letzten Beschäftigung an rückwärts, die Bezugsgröße nach § 18 Abs. 1 SGB IV (2009: 30.240 Euro) nicht überstiegen hat und
  • Sie der Agentur für Arbeit diesen Sachverhalt darlegen und nachweisen.
Wurde also jedes mal ein befristeter Arbeitsvertrag unterzeichnet und war dieser max auf 6 Wochen befristet ? Und das dann bei der ein & selben Firma ?

Klingt ja eher nach Selbstständigkeit als nach Arbeitsverhältnis ....., wobei ja evtl dann noch zu klären wäre, ob man einen Arbeitsvertrag bei ein & der selben Firma so oft kurzzeitig befristen dürfte, denn immerhin wären das bei 295 Tagen mit mal angenommen überwiegend einer Woche Befristung schon ca 42 Arbeitsverträge. Wenn du aber sogar überwiegend nur für`s Wochenende eingestellt worden bist (wie dein Beispiel im Test), dann wäre das ja ein ganzschöner Stapel den du dem Amt vorlegen hättest müssen.
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  #4  
Alt 18.05.2011, 07:51
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Standard AW: zu kurze Anwartschaftszeit ?

Danke erstmal für die schnellen Antworten.

Das Arbeitsverhältnis ist von Rechtswegen absolut gültig und wird vor allem im Medienbereich häufig angewendet.
Da hat sich auch schon mein Finanzamt gewundert als die am Jahresende nen dicken Umschlag von mir bekommen haben, in dem die ganzen einzelnen "Lohnsteuerabrechnungen" drin waren.
Und ja ich habe von meiner Firma auch eine Liste an das Arbeitsbescheinigungsformular gehängt bekommen.

Aber das war ja nicht mein Anliegen.

Meine Frage ist eigentlich:
Ich fall ja eigentlich in das "kurze Anwartschaftszeit"-Profil. Merken die das nicht selber oder muss ich da extra mit dem Finger drauf zeigen?
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  #5  
Alt 18.05.2011, 07:56
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Standard AW: zu kurze Anwartschaftszeit ?

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1. Arbeitsvertrag im klassischen Sinne....NEIN
Aber rein theoretisch unterschreib ich bei jeder Schicht einen neuen.
Ist schwierig zu erklären.

2. JA....immer bei der gleichen Firma.
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  #6  
Alt 18.05.2011, 09:53
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Standard AW: zu kurze Anwartschaftszeit ?

Hi,

gegen den Ablehnungsbescheid kannst du einen Widerspruch versuchen. Ansonsten heißt es ja auch im letzten Satz : "... wenn ... Sie der Agentur für Arbeit diesen Sachverhalt darlegen und nachweisen".
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  #7  
Alt 18.05.2011, 12:37
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Standard AW: zu kurze Anwartschaftszeit ?

Soeben geschehen.

- max. 6 Wochen: Ich hab max. eine Woche am Stück
schriftlich darauf hingewiesen und per Arbeitsbescheinigung
nachgewiesen

- min 180 Tage in den letzten beiden Jahren
auch hier per Arbeitsbescheinigung nachgewiesen

- max. 30.XXX € brutto verdient
siehe Punkt 1 und 2

Zusätzlich habe ich darauf hingewiesen, dass ich für ein Medienunternehmen arbeite das sich hauptsächlich mit der Übertragung der Fussballbundesliga beschäftigt und somit meine Arbeit sich nur an einzelnen Tage pro Monat abspielt.
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  #8  
Alt 18.05.2011, 12:50
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Standard AW: zu kurze Anwartschaftszeit ?

Hi,

wichtig wäre halt hier nur, das du alles gemeinsam erfüllst. Das einzige was ich dir leider nicht sagen kann, ist wie deine Arbeitsverhältnisse zu werten sind, denn es heißt ja: "sich überwiegend um Beschäftigungsverhältnisse gehandelt hat, die von Vornherein auf nicht mehr als sechs Wochen befristet waren".

Ich lese das eben so raus, das es sich hierbei immer um Arbeitsverträge mit einer Befristung gehandeln haben muss und nicht evtl auf Abruf oder ...(keine Ahnung was es sonst noch gibt)....

Der Widerspruch kostet dich ja nur eine Briefmarke, sodas ein Versuch es sicherlich Wert ist, denn im Grunde nach würde ich ja auch sagen das du alle Voraussetzungen erfüllst, so wie du das schreibst. Alternativ zu vorschnellen Widerspruch, gäbe es ja auch beim A-Amt sowas wie eine Beratungspflicht, sodas du einfach mal persönlich dort hingehst und genau nachfragst, warum dein Antrag abgelehnt worden ist bzw was für Voraussetzungen du anscheinend nicht erfüllst für die kurze Anwartschaftszeit.
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  #9  
Alt 18.05.2011, 14:31
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Standard AW: zu kurze Anwartschaftszeit ?

Ja wie gesagt (rein theoretisch) hab ich für jeden einzelnen Einsatz ein neues Arbeitsverhältnis. So wurde es mir auch vom Finanzamt damals wegen der Steuererklärung bestätigt.
Also ist jeder Einsatz ein befristetes Beschäftigungsverhältnis.

Wieso Briefmarke? Ich hab meinen Widerspruch jetzt gefaxt. Ist das falsch?

Das mit der Beratungspflicht wusste ich noch garnicht. Dann werd ich nächste Woche gleich mal bei denen auf der Matte stehen.

P.S. Ein Arbeitskollege von mir hat die gleichen Vorraussetzungen wie ich und hat seinen ALG 1-Bescheid schon zugesagt bekommen.
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  #10  
Alt 18.05.2011, 14:44
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Standard AW: zu kurze Anwartschaftszeit ?

Zitat:
Zitat von Valesko
Wieso Briefmarke? Ich hab meinen Widerspruch jetzt gefaxt. Ist das falsch?
Hi,

schau mal was auf deinem Ablehnungsbescheid steht ! Meisten steht da, das der Widerspruch innerhalb einer First schriftlich erfolgen muss. Faxen ist m.E. nicht schriftlich, deswegen würde ich vorsichshalber das ganze per Post machen oder persönlich abgeben mit Eingangsbestätigung.
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ablehnungsbescheid, antrag, anwartschaftszeit


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