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  #1  
Alt 10.11.2012, 18:05
Benutzerbild von Josef1
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Standard Freibetrag vs. Sachwert

Hallo, ich hab für ein Typen seine Software auf Vordermann gebracht (nicht wirklich aufwendig, aber für ihn war es ein Segen) und nun will er mich mit einem Smartphone bezahlen. (Wert:400€)

Die Idee fand ich ganz zu Anfang gar nicht mal so schlecht, da ich mir sonst eh kein aktuelles Smartphone leisten könnte.

Nun stellt er mir jedoch die Frage was soll er in seiner Steuererklärung schreiben. Ich weiß das ich ein Freibetrag von 100 Euro monatlich habe, er möchte dagegen das Smartphone dort mit einem Sachwert als Bezahlung angeben. (irgendwie so)

400 Euro Sachwert, wäre ein bisschen viel... also wäre es wohl sinnvoller wenn er es in Raten über die Monate aufteilt.

Aber immer noch stellt sich die Frage, was soll er in der Steuererklärung angeben? Und ich frage mich ob ich für die Gefälligkeit, das Smartphone als Bezahlung anmelden muss bei dem Jobcenter.

Bin ehrlich gesagt in dem Punkt etwas überfragt.
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  #2  
Alt 10.11.2012, 19:08
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Standard AW: Freibetrag vs. Sachwert

Hi Josef1,

hier mal meine Überlegungen die ich mir gerade machen:

War das eine gewerbliche Tätigkeit von dir oder fällt das evtl unter Freudschaftsdienst, wenn du jemanden der Gewerblich tätig ist seine Software auf Vordermann bringst ? Leider kann ich dir das schon nicht sagen, könnte aber für´s Finanzamt wichtig sein Denn "Schenken" darf man durchaus mehr als 400€ steuerfrei, aber wenn das in dem Sinne keine Schenkung ist, sondern anders bewertet wird, dann zählen natürlich auch die Schenkungssetze nicht.

Desweiteren muss man auf jeden Fall unterscheiden, was du dem JobCenter und was du dem Finanzamt mitteilen musst/darfst/kannst/solltest.

Leider ist die Hilfe/FAQ´s nicht mehr so auf den aktuellen Stand, trotzdem hier mal was aus der Hilfe/FAQ`s dazu (also nur für Alg2 interessant):
Zitat:
Zum Vermögen zählen alle für den Lebensunterhalt verwertbaren Vermögensgegenstände, die einem selbst oder einem anderen Mitglied der Bedarfsgemeinschaft gehören,- und zwar zu Beginn des Alg II-Bezuges. "Vermögenszuwächse" während des Alg II-Bezuges sind hingegen Einkommen und werden als solches angerechnet. Zum Vermögen gehören z.B.
* Bargeld
* Bankguthaben
* Aktien und ähnliche Anteilsscheine
* Bausparverträge
* Wertvolle Geschenke, die man innerhalb der vergangenen 10 Jahre erhalten hat
* Lebensversicherungen
* Immobilien oder
* Schmuck
Das bedeutet m.E. auf jeden Fall schon mal, das du theoretisch dem JobCenter das mitteilen müsstest, da das Handy ja einen Wert von 400€ besitzt. Hier aber noch die Aussahmen, wobei das ggf. meines Erachtens das JobCenter zu entscheiden hat, ob das dazu zählt:
Zitat:
Nun aber zu den wirklichen Ausnahmen, den Einnahmen, die nicht als Einnahmen gelten: Das sind
  1. einmalige und gelegentliche (seltener als einmal monatlich) Einnahmen, die zusammengerechnet im Jahr unter 50 Euro bleiben (z.B. Geschenke)
  2. sog. zweckbestimmte Einnahmen.
    Das ist eine etwas schwierige Sache: Es geht um Zuwendungen von anderen (z.B. Geschenke); nicht angerechnet werden sie nur dann, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind:
a) Sie müssen einem anderen Zweck dienen als die Alg II-Leistungen.

Das ist oft schwierig zu entscheiden, weil das Alg II den kompletten normalen Lebensunterhalt abdecken soll. Ausgenommen sind also nur "Extras", Beispiel: Geschenke zum Geburtstag oder vergleichbaren Anlässen und Leistungen, die entweder eine Art Entschädigung oder Ersatz für eigene Aufwendungen darstellen. Beispiele: Pflegegeld aus der gesetzlichen Pflegeversicherung, Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Tätigkeit z.B. in einem Sportverein.
Zu diesen zweckbestimmten Einnahmen gehören auch die Eigenheimzulage, wenn man sie tatsächlich zur Finanzierung seines Eigenheims verwendet und Kindergeld, wenn es an ein volljähriges Kind weitergeleitet wird, das nicht im eigenen Haushalt lebt.

b) Es darf nicht "zu üppig" sein, also Betrag und Zweck müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen. Damit soll verhindert werden, dass z.B. als Aufwandsentschädigung "getarnter" Lohn an der Anrechnung quasi vorbeigeschmuggelt wird.

c) Kindergeld für volljährige Kinder, die nicht mehr im eigenen Haushalt leben, wenn es nachweislich an diese Kinder weitergeleitet wird (man erspart sich Arbeit, wenn man es direkt an die Kinder auszahlen lässt!)

d) eine Reihe von speziellen, selten vorkommenden Überbrückungs- und Übergangsbeihilfen

Zitat:
Zitat von Josef1
da ich mir sonst eh kein aktuelles Smartphone leisten könnte
Ist normalerweise nicht der Tarif das teure ? Ich mein, wenn ich Telefon und "Knebel-" Tarif in einem Bestelle, dann kostet doch das Telefon fast nix, oder ? Sorry, ich hab kein "Apfelei" oder sowas Bin aber auch der Meinung das man ohne gut auskommen kann
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  #3  
Alt 11.11.2012, 03:22
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Standard AW: Freibetrag vs. Sachwert

Ich war nur am Quellcode eines alten Programms von ihn bei. (hat er sich mal programmieren lassen) Das hatte nicht mehr richtig funktioniert seit Windows Vista und 64bit. (veraltete Runtime)

Ich habe also nichts anderes gemacht als den Code den er noch hatte, aufzuräumen, kleine Sachen hinzuzufügen und mit aktuellem Compiler compiliert.

Der Aufwand an sich hat eher nur ein Abend gekostet. (4-6 Stunden)

Gewerblich mache ich sowas nicht, das war eine einmalige Sache auf die wir während eines Skype Gesprächs kamen. Natürlich war ich Feuer und Flamme als er mir sogar dafür sein altes Smartphone als Belohnung anbot.

Aber wie gesagt, er will das gerne als Ausgabe deklarieren. Ich versuch mich mal anhand der Informationen die du mir gegeben hast zu orientieren.

Danke für die schnelle Hilfe!

Zu deiner letzten Frage: Prepaid + Fyve = '******** Surfen und das für 10 Euro. Da kann man selbst als Arbeitsloser nicht meckern.

Geändert von Step (11.11.2012 um 12:10 Uhr) Grund: Firmenklarname entfernt, bei nächster Klartextnennung wir dder Thread gelöscht!
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  #4  
Alt 11.11.2012, 11:32
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Standard AW: Freibetrag vs. Sachwert

@ Josef1

Zitat:
er will das gerne als Ausgabe deklarieren.
Dein Auftraggeber ist zu dusselig, um zu begreifen, wie Nachbarschaftshilfe funktioniert, nämlich auf der Basis gegenseitiger Gefälligkeiten.

Wenn er etwas offiziell macht, musst du das auch machen.

Wie willst du denn einem Jobcenter vertickern, dass du auf der Basis einer Naturalentlohnung tätig geworden bist?

Eine Arbeitsaufnahme musst du melden, eine Einnahme auch. Für die Einnahme interessiert sich schlussendlich auch das Finanzamt und die Krankenkasse.

Mein Rat: vergiss das alles, vergiss das Smartphone, hast dann eben umsonst geholfen.

Oder dieser Mensch beschäftigt dich per Minijob gegen Cash Kralle und du kaufst ihm das Ding ab. Dann kann er auch alles über die Bücher laufen lassen, was aber für ihn nicht unbedingt billig sein dürfte.

Fang da keine halbgaren Sachen an, sonst hast du nur Ärger und Verlust.
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