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  #1  
Alt 02.11.2005, 17:24
sigma sigma ist offline
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sigma Nullposter
Standard Krankheitsbedingt 4-Jahresfrist für ALG-1 überschritten

Ich habe mich erstmals per 1. August 2001 arbeitslos gemeldet und hatte
als über 58-jähriger Anspruch auf die Maximaldauer (900+ Tage) ALG-1.
Mehrfach konnte ich die Arbeitslosigkeit wg. selbständiger Tätigkeit unterbrechen, so dass mir Mitte Februar 2005 noch ein Restanspruch von rund 3-1/2 Monate blieb.

Seither bezog ich allerdings - bis zum 22. September - Krankengeld.
Mein Antrag auf Weiterzahlung des ALG im Anschluss daran wurde zu meinem grössten Erstaunen abgelehnt (inzwischen auch schon der Widerspruch): Weil der Anspruch am 2. August auf Grund einer 4-Jahresfrist seit Entstehen verfallen sei.

Ich werde wohl auf jeden Fall dagegen klagen: Hätte meine (gravierende, wie man sich denken kann) Erkrankung sich noch drei oder vier Monate geduldet, oder wäre ich mich acht Wochen früher gesund geworden, dann hätte ich den Restanspruch noch nutzen können. Das scheint mir eine unzulässige Härte zu sein, zumal ich kein ALG II bekommen werde.

Auf jeden Fall interessiert mich sehr,
A) ob irgendjemand etwas zu der Problematik weiss (?), und
B) wie es bei Leuten, die keinen ALG-II-Anspruch haben, mit der Krankenkasse steht: Man liest gelegentlich, die werde doch vom AA bezahlt. Ist da 'was dran???
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  #2  
Alt 02.11.2005, 20:55
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Betroffener Betroffener ist offline
 
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sigma,

ich glaube, da muss ich Dich enttäuschen. Die Mühe und Kosten einer Klage kannst Du Dir ersparen.

Der maximale 4-jährige Leistungsanspruch ist ein fester Parameter, der meines Wissens durch nichts - auch nicht durch Krankheit - unterbrochen wird.
Zitat:
Verjährung/Erlöschen des Anspruchs
Der erworbene Anspruch auf Arbeitslosengeld bleibt Ihnen nach seiner Entstehung vier Jahre lang erhalten. Das bedeutet, dass Sie innerhalb dieser Frist auf eine nicht verbrauchte Anspruchsdauer zurückgreifen können, falls Sie durch ein neues Beschäftigungsverhältnis oder durch andere Zeiten nicht erneut die Anwartschaftszeit erfüllen.

Beispiel:
Herrn S. wird ab 01.07.1998 erstmals Arbeitslosengeld für 360 Kalendertage bewilligt. Nach einem Leistungsbezug für 35 Tage nimmt er eine Beschäftigung für 6 Monate auf. Durch diese Beschäftigung erfüllt er nicht erneut die Anwartschaftszeit (dafür wären 360 Kalendertage Beschäftigung erforderlich). Herr S. meldet sich sofort nach Beschäftigungsende arbeitslos und beantragt die Wiederbewilligung von Arbeitslosengeld. Die Leistung wird ihm für die noch nicht verbrauchte Anspruchsdauer von 325 Kalendertagen in der bereits für die Zeit ab 01.07.1998 festgestellten Höhe bewilligt, da seit der Entstehung des Anspruchs am 01.07.1998 noch nicht 4 Jahre vergangen sind. Ob er während der befristeten Beschäftigung mehr oder weniger verdient hat als vorher, ist unerheblich.
Bei allen anderen Regelungen geht es um die Erlangung und Verlängerung der Anwartsschaftszeiten - wobei auch Krankheiten, Mutterschaft usw. berücksichtigt werden.
Rahmenfrist

Warum solltest Du für ALG II nicht in Frage kommen?
Zuviel (verwertbares) Vermögen?

Ohne ALG II gibt es auch keine Krankenversicherung oder Rentenzahlung.
Und wenn es kein ALG II gibt, wird es auch mit der Krankenversichung über das Sozialamt schwierig.

Siehe auch hier:
Anrechnung von Einkommen
Anrechnung von Vermögen

Ich wünsche trotz allem viel Erfolg
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