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Thema: Arbeitgeber-Praktikumsangebot ablehnen

  1. #1
    Aktiver Benutzer Avatar von stef123
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    Arbeitgeber-Praktikumsangebot ablehnen

    Hallo,

    ich bin, nach einer gescheiterten Selbstständigkeit, seit kurzem ALGII-Empfänger. Nach eigenen Bemühungen wurde mir von einem Arbeitgeber eine Eignungsfeststellung/Praktikum mit "Option auf Übernahme" bei Eignung angeboten. Prinzipiell bewerbe ich mich auf eine Tätigkeit, die ich vor über 15 Jahren mit Abschluss erlernt habe und kann sehr gute Zeugnisse bzw eine nahezug durchgängige Tätigkeit in einem Unternehmen mit einem sehr umfangreichem Tätigkeitsfeld vorweisen. Im Regefall, um es vernünftig zu sehen, müsste ich mich selbst mit Sicherheit um mindestens 1000 Euro Brutto teurer verkaufen, als was ich derzeit (im Sinne einer Jobfindung) verlange. Prinzipiell war ich drei Monate langALG1-Empfänger und nun seit gut 14 Tagen Hartz4-Empfänger.


    Für mich löst das "Praktikum" eher das Gefühl von "lass dich mal vom Jobcenter bezahlen und wir fordern deinen vollen Arbeitseinsatz, aber übernehmen dich nicht" aus. Wie sind bei euch die Erfahrungswerte bei so einer (im Verhältnis gesehen) kurzfristigen Arbeitslosigkeit und "Praktika", und kam es auch dann wirklich zu einer Einstellung? Man hört ja so einiges über Leistungsmißbrauch.

    Ich für meinen Teil möchte eigentlich vermeiden, für einige Wochen so vereinnahmt zu werden, so das ich nicht mal die Möglichkeit dazu besitze, alternativ vorstellig zu werden; das würde bei einem Praktikum auch sicherlich kein gutes Licht abgeben. Mit einer Probezeit hätte ich kein Problem gehabt, auch für "null" zu arbeiten ist für mich kein Thema, aber irgendwie steht für mich die Qualifikation im krassen Gegensatz zur Anforderung des potentellen AG; zumal das Praktikumsangebot auch erst zur Sprache kam, als ich angeben musste, das ich H4ler bin.

    Annehmen -muß- ich das Praktikum -nicht-; würde aber gerne aus den vorangegangenen Gründen und aus der Tatsache heraus, das ich eigeninitativ diese Stelle gesucht und mich beworben habe, in Erfahrung bringen, ob das mit Sanktionen verknüpft werden könnte, falls ich dieses, (im übrigen gegenüber dem Jobcenter noch nicht zur Ansprache gebrachten, aber als laufenden Bewerbungsprozess bei der Arbeitsagentur registriertem Verfahren) nicht antreten sollte.

    VBesten Dank & viele Grüsse

  2. #2
    Profi Avatar von bockenlg
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    AW: Arbeitgeber-Praktikumsangebot ablehnen

    Zitat Zitat von stef123 Beitrag anzeigen
    Wie sind bei euch die Erfahrungswerte bei so einer (im Verhältnis gesehen) kurzfristigen Arbeitslosigkeit und "Praktika", und kam es auch dann wirklich zu einer Einstellung? Man hört ja so einiges über Leistungsmißbrauch.
    Erfahrungen sagen leider nix über das Verhalten "deines" Arbeitgebers aus.

    Zitat Zitat von stef123 Beitrag anzeigen
    Ich für meinen Teil möchte eigentlich vermeiden, für einige Wochen so vereinnahmt zu werden, so das ich nicht mal die Möglichkeit dazu besitze, alternativ vorstellig zu werden; das würde bei einem Praktikum auch sicherlich kein gutes Licht abgeben.
    Wie lange soll das "Praktikum" denn sein? War es ein Vermittlungsvorschlag? Steht etwas über "Praktikum anbieten" in deiner EGV?

  3. #3
    Aktiver Benutzer Avatar von stef123
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    AW: Arbeitgeber-Praktikumsangebot ablehnen

    Hallo,

    die Eignungsfeststellung soll vier Wochen dauern. Auffällig ist es zudem, das die Stelle beim Arbeitgeber immer noch als vakant geführt ist. Das mag ja sein gutes Recht sein, aber ich hätte bei einer vorübergehenden Arbeitsplatzbesetzung durch die Eignungsfeststellung eigentlich das Gegenteil erwartet.

    Prinzipiell möchte ich nicht vier Wochen, in denen ich eventuell richtiges Geld verdienen könnte, wie ein bekloppter arbeiten und anderen potentiellen Arbeitgebern absagen, wenn im Endeffekt schon "von vorneherein" feststeht, das ich nicht übernommen werden würde. Es hätte prinzipiell, aus meiner Sicht, eigentlich nichts gegen eine Anstellung gesprochen und ich fühle mich eher gerade so, als wie wenn ich auf Staatskosten der Lückenfüller werde. Nachdem ich von der Agentur für Arbeit eigentlich ständig nur "virtuelle" Zeitarbeits-Stellenangebote bekam, bei welchen ich mich eigentlich eher als Datenlieferant, anstatt als Arbeitssucher gefühlt habe, da kaum eine angebotene Stelle real existiert hat ("wir bieten sie dann mal an"), habe ich mich auf die jetzige Stelle, wie bei X anderen potentiellen Arbeitgebern auch, selbst darauf beworben und alles weitere selbst eingefädelt. Die Agentur für Arbeit; ergo auch das Jobcenter, haben diese Stelle in ihren Unterlagen geführt.

    Viele Grüsse

  4. #4
    Avatar von Step
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    AW: Arbeitgeber-Praktikumsangebot ablehnen

    Zitat Zitat von stef123 Beitrag anzeigen
    Für mich löst das "Praktikum" eher das Gefühl von "lass dich mal vom Jobcenter bezahlen und wir fordern deinen vollen Arbeitseinsatz, aber übernehmen dich nicht" aus.
    Wenn es nur um eine Eignungsfeststellung geht, ist ein Praktikum ungegeinet! Hier würde ein richtiges Probearbeiten für 2-3 Tage völlig ausreichen. Für alles Andere kann eine kurze Kündigungsfrist innerhalb der Probezeit vereinbart werden.

    Ein Praktikum dient lediglich der Vertiefung bereits bestehender Kenntnisse und in einem Praktikum dürfen Dir auch keine Arbeiten aufgetragen werden, womit der Arbeitgeber letztendlich Geld verdient, Dir aber dafür nichts zahlt. Wird dies doch gemacht, könntest Du im Nachhinein gerichtlich ein Arbeitsverhältnis feststellen lassen.
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