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Thema: Lebenshunterhalt aus Vermögen - Wohngeldhöhe - Reisen

  1. #1
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    Lebenshunterhalt aus Vermögen - Wohngeldhöhe - Reisen

    Hi,

    ich habe mich eingelesen, aber doch noch die ein oder andere Frage an euch.

    Zur Situation:
    Ich habe vor meinen Lebensunterhalt fast komplett aus vorhandenem Vermögen zu bestreiten.
    Dieses liegt allerdings noch unter der Wohngeldgrenze von 60.000€.
    An Einkommen habe ich nur maximal 60-70€ an Zinsen.

    (1) Wenn ich das nun richtig verstanden habe, wird das Vermögen NICHT als Einkommen angerechnet, sondern in meinem Falle nur die 60-70€ Zinsen.
    (2) Das würde im Gegenzug bedeuten, dass ich mit einem relativ hohen Wohngeldsatz rechnen kann, da mein anrechenbares Einkommen so niedrig liegt. Stimmt das soweit?
    (3) Die Einkommensuntergrenze greift nicht, da ich von meinem Vermögen lebe, korrekt?

    Nun noch das spezielle an meiner Situation:
    Ich habe noch einen Anspruch auf ALG I.
    Mein Plan ist es allerdings die nächsten Zeit immer mal wieder auf Reise zu gehen.
    Nun möchte ich in der Zeit in der ich zu Hause bin ALG I beziehen (und dann kein Wohgeld, da ALG I zu hoch ist).
    In der Zeit in der ich auf Reisen bin, würde ich allerdings wie oben gesagt vom Vermögen leben und zusätzlich Wohngeld beantragen, die Kosten für die Mietwohnung laufen ja weiter.
    Dies im Wechsel von in der Regel 2 Monaten.

    (4) Wie könnte man dies am besten handhaben? Müßte ich dann im schlimmsten Fall alle zwei Monate nen neuen Wohngeldantrag stellen?

    Ich danke euch für eure Hilfe!

  2. #2
    Profi Avatar von Ophelia
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    AW: Lebenshunterhalt aus Vermögen - Wohngeldhöhe - Reisen

    Richtig ist: Du kannst das Vermögen besitzen und Wohngeld bekommen. Richtig ist auch, dass nicht das Vermögen, sondern nur die Kapitalerträge als Einkommen angerechnet werden.
    Allerdings sehe ich - soweit ich das Gesetz bisher verstanden habe - keine Grundlage dafür, dass bei Dir kein Mindesteinkommen vorausgesetzt werden wird, v.a. da ja Wohngeld dem Gunde nach nicht zur Sicherung des Lebebsunterhaltes vorgesehen ist.

    Vermögen ist kein Einkommen - aber dann doch irgendwie?

    Wo hast Du denn dazu etwas gefunden?

  3. #3
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    AW: Lebenshunterhalt aus Vermögen - Wohngeldhöhe - Reisen

    Hi Ophelia!

    z.B. hier hab ichs gelesen:
    http://www.arbeitslosennetz.de/forum...d.php?t=142959
    Dort schreibt "Janet9":
    ...insofern Du nachweisen kannst, dass Du auch von dem Geld lebst, sprich das Geld oder ein Teil des Geldes darf nicht fest angelegt sein.
    Hab ich so verstanden, dass ich evtl dem Amt nachweisen muss, das ich auch vom Vermögen lebe, das Vermögen aufbrauche. Meinste das stimmt so nicht?

  4. #4
    Benutzer Avatar von Else Kling
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    AW: Lebenshunterhalt aus Vermögen - Wohngeldhöhe - Reisen

    Der Verzicht auf Arbeitslosengeld, damit du in der Zeit reisen kannst, wird so nicht funktionieren. Die Verwaltungsvorschrift zum Wohngeld sagt dazu folgendes:

    "21.32 Missbrauch
    (1) Ein missbräuchliches Verhalten liegt in der Regel vor, wenn vom Standpunkt eines objektiven Betrachters aus eine Rechtsposition ausschließlich zu dem Zweck geschaffen wird, die Voraussetzungen für einen anderenfalls nicht oder nicht in dieser Höhe bestehenden
    Anspruch zu schaffen.
    (2) Ein wohngeldrechtlicher Missbrauch liegt z. B. vor, wenn die Haushaltsmitglieder wegen vorsätzlichen Tuns oder Unterlassens ganz oder teilweise außerstande sind, die Miete zu bezahlen oder die Belastung aufzubringen, und deshalb die Annahme begründet ist, die Grundlage des Wohngeldanspruchs sei (ganz oder teilweise) gleichsam konstruiert."

    Der Verzicht auf ALG dürfte dann unter Missbrauch fallen.

  5. #5
    Profi Avatar von Ophelia
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    AW: Lebenshunterhalt aus Vermögen - Wohngeldhöhe - Reisen

    Erschwerend kommt ja dann noch dazu, wenn man mal davon ausgeht, es würde anerkannt, dass Du von Deinem Vermögen lebst: Wie willst Du dann begründen, dass Du wegen zu geringem Einkommens noch Wohngeld benötigst, bzw. unter die Einkommensgrenze fällst?

    Ich bezweifle, dass Dir das dann überlassen bleibt, Deine monatliche Einkommenshöhe aus Vermögen selbst festzulegen.

    Ich glaube nicht, dass es funktioniert...

  6. #6
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    AW: Lebenshunterhalt aus Vermögen - Wohngeldhöhe - Reisen

    Der Verzicht auf ALG dürfte dann unter Missbrauch fallen.
    Hmm, ich hatte das so verstanden, dass ich nur ALG I bekomme, solange ich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe.
    Nun kann mich aber keine davon abhalten ne Reise zu machen und ich würde mich einfach auf dem Arbeitsamt abmelden und dann natürlich auch kein ALG I mehr bekommen für die Zeit wo ich unterwegs bin.

    Da würde dann die Stunde des Wohngeldes schlagen.

    Ah, aber du meinst, dieses Verreisen wäre dann der Missbrauch, da ich ja dadurch wissentlich verhindere ALG I bekommen zu können?


    Erschwerend kommt ja dann noch dazu, wenn man mal davon ausgeht, es würde anerkannt, dass Du von Deinem Vermögen lebst: Wie willst Du dann begründen, dass Du wegen zu geringem Einkommens noch Wohngeld benötigst, bzw. unter die Einkommensgrenze fällst?

    Ich bezweifle, dass Dir das dann überlassen bleibt, Deine monatliche Einkommenshöhe aus Vermögen selbst festzulegen.
    Tja, das hab cih mich auch schon gefragt.

    Von der Logik her würde ich kein Einkommen haben, bzw. nur die Zinsen, und danach würde das Wohngeld berechnet.
    Das Mindesteinkommen brauche ich nicht, da ich vom Ersparten lebe.

    Aber ich weiß schon was du meinst, es könnte natürlich sein, dass dann "von Amts wegen" ein Mindesteinkommen festgelegt wird, das sich aus der Höhe meines Ersparten und meiner monatlichen Ausgaben ergibt, woraus dann Wohngeld berechnet werden könnte.
    Könnte das passieren?

  7. #7
    Profi Avatar von Ophelia
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    AW: Lebenshunterhalt aus Vermögen - Wohngeldhöhe - Reisen

    Von der Logik her würde ich kein Einkommen haben, bzw. nur die Zinsen, und danach würde das Wohngeld berechnet.
    Das Mindesteinkommen brauche ich nicht, da ich vom Ersparten lebe.
    Es stellt sich nicht die Frage, ob Du es brauchst, sondern Du mußt es nachweisen.

    Sehen wir einmal davon ab, dass ich nicht glaube, dass der Wechsel ALG1 - Wohngeld so funktionieren kann, hier mal Lesestoff zum Nachweis des Mindesteinkommens

    http://www.123recht.net/Wohngeld-set...__a155536.html

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