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Thema: Midijob oder alternativ halbe Stelle

  1. #1
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    Midijob oder alternativ halbe Stelle

    Hallo zusammen,

    seit Anfang April erhalte ich ALG II. Ich bin Single und 59 Jahre alt.

    Heute erhielt ich ein Angebot für eine Stelle für die ich in der letzten Woche zur Bewerbung war.
    Ich könnte täglich 3,5 Std arbeiten und würde monatlich brutto 812,00 EUR (netto 647,77 EUR) verdienen - oder alternativ - 4 Std. täglich arbeiten für monatlich brutto 928,00 EUR (netto 740,31 EUR)

    Beide Beträge habe ich jeweils in einen Aufstocker-Rechner eingegeben und ich könnte laut diesem Rechner zwischen 393,36 EUR und 324,02 EUR zusätzlich als Aufstockung zu erhalten.

    Hierzu habe ich 3 Fragen:

    1.
    Das erste Angebot wäre ein "Midi-Job" das 2. Angebot "eine halbe Stelle" - macht es rechtlich einen Unterschied ob ich 17,5 Std oder 20 Std. wöchentlich arbeite für meinen ALG II-Bezug, die Aufstockung oder in anderer Hinsicht?

    2.
    Die Höhe der Aufstockung (lt. Rechner) würde mir, je nach meiner Entscheidung, zu einem Geldeingang von netto 1041,13 EUR -1064,33 EUR verhelfen statt bisher zu monatlich 798,73 EUR - das kommt mir viel vor - kann das sein?

    3.
    Wie wäre die richtige Vorgehensweise um richtig "aufzustocken"? Wohin muss ich gehen, was muss ich tun, was muss ich beibringen was nicht eh schon für meinen ALG II Beitrag bekannt gemacht wurde?

    Vielen Dank für Eure Antworten vorab. Falls ich eine Problematik übersehen habe - bitte darauf hinweisen.

    Gruß
    Cimbal

  2. #2
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    AW: Midijob oder alternativ halbe Stelle

    Also ich hatte auch erst einen 300 Euro Job. Heisst , ich habe 60 Stunden im Monat, also 3 Stunden täglich bzw. 15 Wochenstunden gearbeitet.

    Als man mir dann aber 20 Wochenstudnen anbot, griff ich sofort zu. Erst mal war ich nämch wieder rentenversichert, was ja bei ALG II nicht ist und bei mir fiel nun wegen anerkannter Schwerbehinderung die Bewerbungspflicht weg. Außerdem waren die höheren Einkommensfreibeträge auch nicht zu verachten und das ich dadurch mehr Geld in der Tasche hatte.

    Für mich war auch ausschlaggebend das ich wieder mehr verdiene und weniger Sozalleistungen benötigte.

    Angela

  3. #3
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    AW: Midijob oder alternativ halbe Stelle

    Hallo Angela,

    danke für deine Antwort.
    natürlich ist es mir auch wichtig weniger Sozialleistungen zu erhalten.

    In meinem Fall sind beide Jobs sozialversicherungspflichtig und ich bin natürlich auch froh, dass was in die Rentenkasse kommt.

    Zusätzlich hat man aber auch die Möglichkeit aufzustocken und das werde ich nutzen wenn es mir zusteht und ich dadurch monatlich um die 1050,00 EUR in der Tasche habe netto.
    Ich will dabei nur keinen Fehler machen - der Umstand, dass ich mich dadurch auch weiterhin regelmäßig am Jobcenter melden muss und meine Einnahmen belegen - stört mich persönlich nicht weiter - ich habe mich darauf eingestellt.

    Heidi

  4. #4
    Profi Avatar von Pharao
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    AW: Midijob oder alternativ halbe Stelle

    Zitat Zitat von Cimbal
    1. Das erste Angebot wäre ein "Midi-Job" das 2. Angebot "eine halbe Stelle" - macht es rechtlich einen Unterschied ob ich 17,5 Std oder 20 Std. wöchentlich arbeite für meinen ALG II-Bezug, die Aufstockung oder in anderer Hinsicht?
    Hi,

    rechtlich unterscheidet man zwischen Mini-Job (bis 450€) und Midi-Job (ab 450,01€ bis 850€). Letztlich geht es beim MidiJob darum, wer in welcher Höhe welche Anteile bezahlt. Um so mehr wir uns zu den 850€ nähern, um so mehr nähern wir uns zu 50% AG und 50% AN. Wie man das jetzt genau berechnet, das kann ich dir auf die schnelle auch nicht erklären. Letztlich spielt für dich wohl eher der Nettolohn eine Rolle, unabhängig wer welchen Anteil bezahlt.

    Für`s Alg2 ist das nicht wichtig, da kommt es auf deinen monatlichen Bedarf und auf dein anrechenbares Einkommen drauf an.

    Zitat Zitat von Cimbal
    Beide Beträge habe ich jeweils in einen Aufstocker-Rechner eingegeben und ich könnte laut diesem Rechner zwischen 393,36 EUR und 324,02 EUR zusätzlich als Aufstockung zu erhalten.

    2. Die Höhe der Aufstockung (lt. Rechner) würde mir, je nach meiner Entscheidung, zu einem Geldeingang von netto 1041,13 EUR -1064,33 EUR verhelfen statt bisher zu monatlich 798,73 EUR - das kommt mir viel vor - kann das sein?
    Also ich komme da auf andere Werte (360€ bzw. 286€ Alg2-Aufstockung), aber im groben kommt`s schon hin. Grundfreibetrag wären die 100€ und alles über 100€ bis 1000€ sind es nur noch 20%.

    Zitat Zitat von Cimbal
    3. Wie wäre die richtige Vorgehensweise um richtig "aufzustocken"? Wohin muss ich gehen, was muss ich tun, was muss ich beibringen was nicht eh schon für meinen ALG II Beitrag bekannt gemacht wurde?
    Sobald du den Arbeitsvertrag unterschrieben hast, teilst du dem JC umgehend mit, das du eine Arbeit aufgenommen hast die zB am 01.06 beginnt. Falls das JC hier nicht von sich aus weiter fragt um was für einen Job es sich dabei handelt, insbesondere was der Verdienst dort ist, dann stellst du ggf. eben nochmals einen Alg2 Antrag.

    Zitat Zitat von Cimbal
    der Umstand, dass ich mich dadurch auch weiterhin regelmäßig am Jobcenter melden muss und meine Einnahmen belegen - stört mich persönlich nicht weiter - ich habe mich darauf eingestellt.
    Naja, kommt darauf an wie man das sehen will. Um so mehr Geld du vom JC bekommst, um so abhängiger bist du letztlich auch vom JC.

    Zitat Zitat von Cimbal
    In meinem Fall sind beide Jobs sozialversicherungspflichtig und ich bin natürlich auch froh, dass was in die Rentenkasse kommt.
    Ohne dir deine Träume zu zerstören, aber wenn du mit 59 Jahren bislang keine große Rente zu erwarten hast, wird es das m.E. auch nicht mehr "rausreisen". Also mir persönlich wäre hier wesendlich wichtiger, das ich letztlich monatlich mehr Geld zu Verfügung hätte, als der reine Alg2 Satz und, das es sich viel angenehmer irgendwo bewirbt, wenn man in Arbeit ist. Denn letztlich sollte ja schon das Ziel sein, ganz von Alg2 weg zu kommen.

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