Hallo,

ich werde ab August eine schulische Ausbildung fortführen, ich war jetzt 2 Jahre krankgeschrieben und bezog während dieser Zeit ALG II. Für die Ausbildung steht mir Bafög in Höhe von 465 Euro pro Monat zu, da ich alleine lebe (340€ Miete pro Monat). Zusätzliche erhalte ich normalerweise einen Mietkostenzuschuss in Höhe von 199 Euro und Kindergeld in Höhe von 184 Euro. Und genau da fangen die Probleme an. Der Bafög-Antrag wurde nun endlich nach Monaten bearbeitet und ich hatte heute auch schon das erste Bafög auf meinem Konto, wobei mir mtl. nur 437,50€ statt 465€ ausgezahlt werden, da ich noch offene Bafög-Rückforderungen hatte, die nicht beglichen waren.
Das Kindergeld wurde bereits im Mai von meiner Mutter beantragt, diese würde mir das Geld dann überweisen. Da der Antrag bisher nicht bearbeitet wurde und auch von der Kindergeldkasse nichts kam, annimierte ich meine Mutter mal nachzufragen, dort erzählte man ihr, dass sie von meinem Vater eine Unterschrift brauche, dass dieser auf den Anspruch verzichte damit meiner Mutter das KG ausgezahlt wird (sie leben seit Jahren getrennt und meine Mutter war immer alleinerziehend). Das ist schwierig, weil mein Vater darauf schlichtweg nicht reagiert. Meine Mutter hat ihn zufällig persönlich getroffen und gefragt, aber er hat wohl nur abweisend reagiert. Sie hat ihn nun per Einschreiben kontaktiert, aber eine Antwort wird wohl nicht erfolgen. Bei der KG-Stelle sagte man ihr, dass sie wohl klagen werden müsse, wenn mein Vater nicht antwortet und dass das Geld dann _irgendwann_ nachgezahlt werde... Problem für mich, weil ich auf das Geld zwingend angewiesen bin.
Den Mietkostenzuschuss nach dem SGB II habe ich vor einigen Tagen bereits beantragt (das ging vorher nicht, weil ich ja den Bafög-Beschied mit vorlegen muss) mit der Angabe, dass ich außer dem Bafög kein weiteres Einkommen habe, also auch kein Kindergeld.
Bis der Antrag bearbeitet wird, kann es aber bestimmt auch noch etwas dauern und so stehe ich jetzt ab dem 1.8. da mit 437,50€ und muss davon 340€ Miete und laufende Kosten abziehen, sodass ich spätestens ab dem 5. kein Geld mehr für den Rest des Monats haben werde und das schlimmste ist, dass mit einer Reaktion meines Vaters nicht zu rechnen ist, sodass ich auf das Kindergeld wohl noch viele Monate verzichten werden muss.
Auch weiß ich nicht wie der Mietkostenzuschuss nach dem SGB II jetzt berechnet werden soll, ob das nicht gezahlte Kindergeld als Einkommen berücksichtigt wird oder nicht.
Meine Frage ist nun was ich tun kann und ob ich evtl. Sozialhilfe / Hilfe in besonderen sozialen Lebenslagen oder soetwas in der Richtung beantragen kann. Bisher habe ich etwas im Internet danach gesucht aber überwiegend hörte es sich so an, dass die Gefährung einer Ausbildung durch finanzielle Engpässe kein besonderer Härtefall seien und man auch keine Sozialhilfe oder so erhalte und ALG II auch nicht. :sad:
Für mich ist das ein echtes Problem, ich besitze keinerlei finanzielle Rücklagen und befürchte dass ich den Schulbesuch knicken kann und gleich wieder Hartz4 beantragen darf um nicht zu verhungern bzw. die Wohnung nicht zu verlieren, dank meiner psychisch gestörten Eltern... :danke:

Gibt es irgendetwas das ich tun kann, härtefallmäßig o.Ä.?

Danke für eure Hilfe und sorry dass mein Text vielleicht etwas wirr geschrieben ist.

Mfg