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Thema: Wegen Gründungszuschuss & 150-Tage-Regel falsch beraten

  1. #1
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    Wegen Gründungszuschuss & 150-Tage-Regel falsch beraten

    Hallo,

    bei meinem letzten Gespräch mit meinem Vermittler machte mich dieser auf die Möglichkeit der Förderung einer Existenzgründung durch den Gründerzuschuss aufmerksam. Er sah in seinem Computer nach, dass ich noch knapp über 150 Tage Restanspruch auf ALG 1 habe und somit diese Voraussetzung für die Beantragung gegeben sei. Auch war er zuversichtlich, dass der Gründerzuschuss aufgrund meines beruflichen Hintergrunds bewilligt werde.

    Ich solle mich also am nächsten Tag vom ALG 1 abmelden (so dass die 150-Tage-Regel erfüllt ist) und dann den Businessplan ausarbeiten, prüfen lassen, einreichen.

    Meine Abmeldung folgte nach guter Überlegung am nächsten Tage telefonisch.

    Eine Woche später erhalte ich einen Anruf (den ich verpasste) und anschließend eine E-Mail, dass meinem Vermittler auf seinem Computer eine falsche Restdauer angezeigt wurde und ich nun tatsächlich ein paar Tage unterhalb der 150 Tage-Grenze liege.

    Ich bin enttäuscht, da ich schon viel Arbeit in den Businessplan gesteckt habe. Die Selbständigkeit hätte ich ohne Aussicht auf den Zuschuss aber nicht ins Auge gefasst.

    Ich habe nun einen Termin mit dem Vermittler. Steht die Arbeitsagentur für solche Fehler in irgendeiner Weise grade, oder bin ich einfach der Leidtragende? Worauf kann ich noch hoffen, wie kann ich argumentieren?

    1. Idealerweise wäre mir eine Beantragung des Gründerzuschusses am liebsten. Ich habe auch noch einen alten Anspruch auf ALG 1 innerhalb der letzten 4 Jahre. Kann dieser nicht meinem aktuellen Anspruch (1 Jahr; bin 30) hinzugerechnet werden?

    2. Kann die Arbeitsagentur von Amts wegen meine Abmeldung vom ALG 1 rückgängig machen, wenn ich das möchte, damit ich wenigstens lückenlos weiter ALG 1 beziehe?

    Bin für konstruktive Tipps dankbar!

    Gavin

  2. #2
    Profi Avatar von Pharao
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    AW: Wegen Gründungszuschuss & 150-Tage-Regel falsch beraten

    Hi Gavin,

    ich sehe das ganze so, wenn du ein wirklich gutes Konzept für eine Selbstständigkeit hast, dann solltest du das auch ganz ohne Förderung schaffen.

    Klar, eine kurzzeitige Förderung ist sicherlich eine gewisse Hilfe, aber wenn das Konzept letztlich nicht stimmt, weil man was "schön" gerechnet hat oder von falschen Daten ausgegangen ist, ect, dann wird das m.E. mit der Selbstständigkeit auf Dauer eh nix.

    Ich bin enttäuscht, da ich schon viel Arbeit in den Businessplan gesteckt habe. Die Selbständigkeit hätte ich ohne Aussicht auf den Zuschuss aber nicht ins Auge gefasst.
    Naja, ein Businessplan ist m.E. erstmal nur was grobes, also wo man u.a. Sachverhalte annimmt, etc. und daraus sich dann was errechnet. Die Realität kann davon aber gelegendlich schon weit abweichen, denn Papier ist geduldig.

    Je nach dem in was du dich Selbstständig machen willst, wäre eine Lösung vielleicht, das man diese erstmal nur als "Nebenbei" anfängt. Und wenn das gut läuft, dann kann man immer noch wechseln a`la Hauptberuf. Das funktioniert aber m.E. nicht bei jeder Selbstständigkeit, sodass es hier schon etwas darauf ankommt, in "was" du dich Selbstständig machen willst.

    1. Idealerweise wäre mir eine Beantragung des Gründerzuschusses am liebsten. Ich habe auch noch einen alten Anspruch auf ALG 1 innerhalb der letzten 4 Jahre. Kann dieser nicht meinem aktuellen Anspruch (1 Jahr; bin 30) hinzugerechnet werden?
    Das mit dem alten Anspruch versteh ich nicht so ganz. Also, i.d.R. ist es so, das wenn du erneut Arbeitslos wirst und der alte Anspruch noch nicht verfalllen ist, dann wird der dir immer "gutgeschrieben" auf deinen neuen Anspruch. Allerdings kannst du maximal die mögliche Anspruchsdauer für dein Alter erhalten. Guckst du hier ==> Drück mich

    2. Kann die Arbeitsagentur von Amts wegen meine Abmeldung vom ALG 1 rückgängig machen, wenn ich das möchte, damit ich wenigstens lückenlos weiter ALG 1 beziehe?
    Ich vermute mal, das das nicht geht :-?

    Aber bei nur einer Woche Abmeldung, dürfte das m.E. auch kein großes Problem darstellen, da ja Alg1 taggenau abgerechnet wird und dein Anspruch während der Abmeldung ja auch nicht verloren geht. Lediglich bekommst du halt hier dann für den Abmeldezeitraum kein Alg1, aber das wäre ja auch gewesen, wenn du dich jetzt Selbstständig gemacht hättest.

    Im ürbigen, führer hat sich das mit dem Gründerzuschuß oft nur deswegen "gelohnt" (also das ist meine Theorie dazu), weil man damit seine Alg1 Anspruchsdauer verlängen konnte, wenn man das geschickt gemacht hat. Aber seit das a) keine muss-Leistung mehr ist und b) die Anspruchsdauer für den Gründerzuschuß gekürzt wurde, lohnt sich m.E. das nicht mehr.

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