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Thema: Kündigen, krank machen oder durchhalten?

  1. #1
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    Kündigen, krank machen oder durchhalten?

    Hallo, ich habe mir hier schon einige Themen durchgelesen bzgl. meines Problems, aber eine explizite Lösung für mich habe ich bis jetzt noch nicht gefunden.
    Ich bin seit acht Jahren im öffentl.Dienst tätig, zwei davon im gesundheitlichen Sektor, wo ich mich aber gar nicht wohl fühle und einmal auch schon länger (42 Tage) krank war.
    Nun habe ich nach langen bewerben endlich eine neue Stelle ausserhalb des öffentl.Dienst gefunden, die würden mich auch nehmen- leider schon zum 01.01.2017 und ich habe eine viermonatige Kündigungsfrist. Die Frage nach einem Aufhebungsvertrag blieb erfolglos, aufgrund Personalmangels etc. kann man mich nicht gehen lassen.
    Nun bin ich völlig am Boden zerstört, da ich nicht bis zur Rente dort arbeiten wollte, wo ich jetzt bin ( und diesen Gedanken habe ich schon seit einem Jahr), jedoch die Chancen auf etwas neues sind sehr gering- welcher Arbeitgeber wartet schon vier Monate auf einen neuen Mitarbeiter?! Ich habe auch Bedenken, meine Hausärztin um irgendetwas zu bitten, was nicht rechtens ist...im Moment steht nur die Kündigung für mich zu Debatte und die muß bis zum 30.11. erfolgen, damit ich wenigstens Ende März draussen bin, denn ich habe Angst, das mir dieses bei der nächsten Bewerbung wieder passiert...wiederum habe ich bedenken, das ich bis Ende März nichts finde.
    Mir würde auch ein Teilzeitjob ausreichen, da ich manchmal denke, dass unser Leben zu kostbar ist, um sich tot zu schuften und man auch nicht viel im Leben benötigt, um glücklich zu sein!
    Ich weiß einfach nicht, welcher der beste Weg wäre, da ich dann ja auch vom AA die Sperrfrist bekomme etc.

    Habt ihr einige Tipps für mich?

  2. #2
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    Normalerweise muss man als AN damit rechnen das man die normale Kündigungsfrist einhalten muss und auf das Wohlwollen des jetzigen AG angewiesen ist wenn man eher kündigen muss. Sicherlich hast Du doch bei der Bewerbung im Lebenslauf angegeben wie lane Du bei Deinem bisherigen AG warst. Also müsste auch der zukünftige AG wissen das Du eine längere Kündigungsfrist einhalten musst als wenn Du Dich aus Arbeitslosigkit oder kurzer Beschäftigung heraus bewirbst.

    Unter der Gefahr das es nun mit Deiner zukünftigen Arbeit Essig ist, würde ich mit dem zukünftigen AG reden ihm die Lage schildern und um Verschiebung der Einstellung bitten damit Du Deine Kündigungsfrist einhalten kannst. Sollte dann diese Arbeit futsch sein, muss ich Dir sagen selbst schuld.

    Ich z.B. würde ich mich bewerben (müssen) würde ich immer dem pot. AG mitteilen das ich gerne unter der Beachtung meiner Kündigungsfrist 2 Monate nach jeweiligen Monatsende beim nächsten AG anfangen könnte.

    Angela

  3. #3
    Benutzer
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    Danke für deine Antwort, Angela1968, aber hast du überlesen, dass ich eine viermonatige Kündigungsfrist habe? Und die endet leider auch nur zum Quartal.
    Es ist also gar nicht so leicht, einen Arbeitgeber zu finden, der sooo lange wartet.
    Ich würde ja auch gerne eher Tipps bekommen, wie man in Zukunft damit umgehen kann, den bei solch einer Kündigungsfrist ist nie die Auswahl an neuen Jobs nie groß, die meisten Arbeitgeber warten höchstens zwei Monate.

  4. #4
    Profi Avatar von Pharao
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    Zitat Zitat von Schokobroesel Beitrag anzeigen
    Nun habe ich nach langen bewerben endlich eine neue Stelle ausserhalb des öffentl.Dienst gefunden, die würden mich auch nehmen- leider schon zum 01.01.2017 und ich habe eine viermonatige Kündigungsfrist. Die Frage nach einem Aufhebungsvertrag blieb erfolglos, aufgrund ....
    Hi,

    der neue AG wird aber auch Wissen (u.a. aus deiner Bewerbung), das man eben oft nicht so hopp la hopp aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis raus kann. Wenn er dafür kein Verständnis hat, dann sei lieber froh das es nix wird!

    Zitat Zitat von Schokobroesel
    Die Frage nach einem Aufhebungsvertrag blieb erfolglos, aufgrund Personalmangels etc. kann man mich nicht gehen lassen.
    Das mag vielleicht für dich unschön sein, aber bei einer freiwilligen Vereinbarung müssen eben auch immer beider zustimmen. Und wenn was freiwillig ist, dann muss man eben auch mit so was rechnen.

    Zitat Zitat von Schokobroesel
    Ich bin seit acht Jahren im öffentl.Dienst tätig, zwei davon im gesundheitlichen Sektor, wo ich mich aber gar nicht wohl fühle und einmal auch schon länger (42 Tage) krank war.
    In der heutigen Zeit ist die Frage nach einem sicheren Arbeitsplatz aber auch nicht ganz unwichtig! Und das die Arbeit nicht immer Spaß macht, das geht vielen so. Klar, wenn die Arbeit dich auf Dauer wirklich krank macht, dann solltest du m.E. daran was ändern, denn die Gesundheit geht vor. Nur bitte jetzt nicht die Gesundheit mit fadenscheinigen Begründungen vorschieben, weil einem eine andere Tätigkeit eher liegen würde.

    Zitat Zitat von Schokobroesel
    Nun bin ich völlig am Boden zerstört, da ich nicht bis zur Rente dort arbeiten wollte, ....
    Zwingt dich auch keiner! Es steht dir jederzeit frei sich auf andere Stellen zu bewerben. Nur weil es ggf. jetzt mit einer Stelle nicht klappt (Grund völlig egal), deswegen geht die Welt auch nicht unter.

    Zitat Zitat von Schokobroesel
    Ich habe auch Bedenken, meine Hausärztin um irgendetwas zu bitten, was nicht rechtens ist...
    Du erwartest hoffentlich nicht ernsthaft, das dir irgendjemand dazu rät, oder? Ich mein, die Bedeutung von "nicht rechtens" ist dir ja bekannt.

    Zitat Zitat von Schokobroesel
    im Moment steht nur die Kündigung für mich zu Debatte und die muß bis zum 30.11. erfolgen, damit ich wenigstens Ende März draussen bin, denn ich habe Angst, das mir dieses bei der nächsten Bewerbung wieder passiert.
    Problem bei dem Argument wird wohl nur sein, das das für´s A-Amt evtl. keine Begründung darstellt. Zudem solltest du hierbei auch mitbedenken, was ist wenn du dann nix findest in der angepeilten Zeit bzw. ein Jahr geht manchmal schneller rum als einem lieb ist. Desweiteren ist dem A-Amt das i.d.R. auch völlig egal, ob ein Job dir Spaß macht oder nicht. Hier geht es i.d.R. nur darum, was man dir offiziell zumuten kann.

    Sorry, der sichere und m.E. bessere Weg ist, erst zu kündigen wenn auch ganz sicher ein neuer Arbeitsplatz vorhanden ist. Zumal du hier m.E. dann auch in der besseren Verhandlungsposition bist, weil du hier nicht unter Druck steht was annehmen zu müssen.

    Zitat Zitat von Schokobroesel
    Mir würde auch ein Teilzeitjob ausreichen, da ich manchmal denke, dass unser Leben zu kostbar ist, um sich tot zu schuften und man auch nicht viel im Leben benötigt, um glücklich zu sein!
    Wenn du mit einem Teilzeitjob dein Leben eigenständig finanzieren kannst, dann spricht nix dagegen. Ansonsten könnte dir das JC einen stricht durch deine Rechnung machen und da sind die Zumutbarkeiten nochmals etwas "krasser" als bei Alg1. Desweiteren sollte man auch mal an`s Alter denken, denn bei einem geringen Verdienst wird man i.d.R. auch wenig Vorsorge betreiben können.

  5. #5
    Avatar von Helga40
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    Es hindert dich niemand, vorzeitig zu kündigen. Es kann dann zwar sein, dass der Arbeitgeber versucht, eine Vertragsstrafe durchzusetzen, aber wenn du da raus willst und es dir leisten kannst, dann mach das doch einfach.
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  6. #6
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    Hallo Schokobrösel,

    ich habe nur die 4 monatige Kündigungsfrist mitbekommen. Habe dies, wie es ja auch sein wird auf Deine lange Anstellung dort geschoben. Und wenn man sich eben aus Arbeit heraus bewirbt und das auch durch den Lebenslauf bzw. in der Bewerbung bekannt gibt müsste der pot. AG das auch wissen das Du eine längere Kündigugnsfrist hast. Denn auch er wird Mitarbeiter haben wo er, wenn er diese kündigen muss/möchte bzw. diese kündigen, eine entsprechende Kündigugnsfrist einhalten muss bzw. drauf besteht

    Offenbar hast Du ja eine Art Sonderkündigungsfrist. Wenn das nunmal so ist muss man so ehrlich ein und bei der nächsten Bewerbung drauf aufmerksam machen. Da gibt es eben für die Zukunft keine andere Lösung.

    Tja wenn die meisten AG nur 2 Monate warten wollen ist das eben nunmal so. Dann kannst Du dort eben nicht anfangen wenn man Deine Kündigungsfrist nicht anerkennt. Solltest Du "vorsorglich" selbst kündigen um für AG frei zu sein und bekommst dann trotzdem Du nun keine Kündigungsfrist mehr einhalten musst keine Arbeit wird es eine Sperre geben. Und aus Arbeitslosigkeit heraus eine Arbeit zu finden wird genauso schwer werden für Dich wie jetzt.

    Obwohl mich das daran erinnert das mir mein AG vor Jahren schon telefonsch mitteilte das er mich in 3 Wochen fristgemäß zum XXX kündigen müsse. Also bewarb ich mich schon ganz fleissig nach diesem Telefongespräch noch aus ungekündigter Stellung. Da wurde mir dann gesagt, Tut uns leid wir benötigen sofort jemanden. Man sicherte mir zu, sollte ich nicht mehr in Arbeit, also Arbeitslos sein könne ich dort sofort anfangen. Nachdem ich dann auch offiziell arbeitslos war und trotz intensivster Suche immer noch keine Arbeit hatte, stellte ich mich noch mal bei den Firmen vor die mich einstellen wollten wenn ich arbeitslos wäre. Da hieß es plötzlich, arbeitsose stellen wir grundsätzlich nicht ein.

    Wollte mit meiner Geschichte nur Dir zu bedenken geben das man Dich eigentlich evtl. soweso nicht einstellen wollte, aber durch eine Sonderkündigungsfrist einen Grund gefunden hat um Dir das nicht ins Gesicht sagen zu müssen. Meine Erfahrung ist das AG in Ausreden warum sie jemaden nicht einstellen wollen sehr erfinderisch sind. Da ist von Überqualifiziert bis das man nur fertige Menschen einstelle bei mir alles dabei gewesen.

    Angela

  7. #7
    Avatar von Helga40
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    Wieso Sonderkündigungsfrist? Das ist die normale Frist im ÖD, wenn man 8 Jahre beschäftigt war/ist.
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  8. #8
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    Entschuldige Helga. Ich habe auch hier schon oft von meiner Arbeit und meinem Leben erzählt. Daher müssstest Du wisssen das ich nie im ÖD Gearbeitet habe und somit die dortigen Kündigungsfristen nicht kenne. Habe gerade meine Mutter danach gefragt. Sie hat selbst bis 2004 im ÖD gearbetet und da galten schon wieder andere Kündigungsfristen als die von Dir genannt.

    Ich weis ja auch nicht wo Schokobrösel sich bewirbt. Da ist es dann offenbar um so angebrachter das er/sie seine (n) pot. AG über seine Kündigungsfrist in der Bewerbung informeirt.

    Angela

  9. #9
    Avatar von Helga40
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    Wie bereits geschrieben, kann sie auch einfach den neuen Job anfangen und abwarten, ob der alte Arbeitgeber überhaupt was unternimmt in Richtung Vertragsstrafe. Und selbst wenn, muss die im Verhältnis zu dem stehen, was der "Verlust" ist. Wenn sie unbedingt da raus will, gibt es durchaus Wege. Was ich mich eher frage, ist, ob sie es denn tatsächlich bei einem normalen Arbeitgeber besser haben wird als im ÖD. Die Arbeit dort mag einem aufgrund der hierarchischen Verhältnisse durchaus mal ankotzen, aber von der Sicherheit her ist es mit das beste, was man bekommen kann. Mich würde eher interessieren, was genau sie so an dem Job stört. Vielleicht kann man ja seine Einstellung zur Arbeit auch ändern.
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    Danke für eure Antworten, nun sehe ich schon etwas klarer.

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