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Thema: 3 Monate Sperrzeit legitim nach gescheiterter Selbstständigkeit? Wg. vorh. Eigenkünd

  1. #1
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    3 Monate Sperrzeit legitim nach gescheiterter Selbstständigkeit? Wg. vorh. Eigenkünd

    Hallo miteinander,

    zuerst mal Danke das die Betreiber einen Austausch auf dieser Plattform ermöglichen.

    Hier meine Geschichte ob 3 Monate Sperrzeit gerechtfertigt sind oder nicht:

    Nach meiner damaligen Ausbildung war ich weitere 5 Jahre in dem Beruf angestellt.
    Ich habe dann von meiner Seite aus gekündigt, da für das kommende Jahr meine Filiale geschlossen geschlossen werden sollte und ich danach einen schlechteren Posten bekommen sollte. Inoffiziell war das schon fix, offiziell behauptet der frühere Arbeitgeber lt. dem Schreiben vom Amt, das die Planung noch nicht fest stand und ich das so gar nicht behaupten kann.
    Darauf begründet der Sachbearbeiter die Sperrzeit da Aussage gegen Aussage.

    Zum 1.1.2016 habe ich mich selbstständig gemacht als Handelsvertreter für zwei Firmen was auch gut lief und insgesamt ca. 40.000,- Gewinn wurden erwirtschaftet. In die Arbeitslosenversicherung habe ich während dieser Zeit nicht einbezahlt.
    Im Herbst 2016 erhielt ich eine fristlose Kündigung von beiden Firmen. Kündigung ohne Angaben von Gründen seitens der Auftraggeber. Im Hintergrund wurde von den Auftraggebern ein grober Schnitzer gemacht und so blieb nur die fristlose Kündigung an mich. Pech gehabt.

    Von da an meldete ich mich zum ALG1 und meine Zeit als Selbstständiger wird ausgeblendet und ich erhielt eine Kürzung um 90 Tage wegen der damaligen Eigenkündigung.
    Der Bescheid war vom Oktober 2016.

    Ist dies legitim? Kann ich da noch was tun trotz abgelaufener Anspruchsfrist?
    Hintergrund ist ein geplanter Antrag auf Zuschuss zur Existenzgründung, problematisch ist, das ich da aktuell nicht die geforderten 150 Tage Restanspruch ALG1 habe. Diese würde ich wieder "auffüllen" indem ich irgendwo einen befristeten Arbeitsvertrag eingehe oder die 90 Tage wieder bekomme.

    MfG
    Kollege

  2. #2
    Profi Avatar von Pharao
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    Zitat Zitat von einkollege Beitrag anzeigen
    Nach meiner damaligen Ausbildung war ich weitere 5 Jahre in dem Beruf angestellt.
    Ich habe dann von meiner Seite aus gekündigt, da für das kommende Jahr meine Filiale geschlossen geschlossen werden sollte und ich danach einen schlechteren Posten bekommen sollte. Inoffiziell war das schon fix, offiziell behauptet der frühere Arbeitgeber lt. dem Schreiben vom Amt, das die Planung noch nicht fest stand und ich das so gar nicht behaupten kann.
    Darauf begründet der Sachbearbeiter die Sperrzeit da Aussage gegen Aussage.
    Hi,

    da du selber gekündigt hast, obwohl die Planung deiner damaligen Firma anscheinend nicht offiziell war bzw. es m.E. auch fraglich wäre, ob eine Eigenkündigung wegen einem "schlechteren Posten" gerechtfertigt gewesen wäre, ist m.E. die Sperre wegen Arbeitsaufgabe hier durchaus berechtigt. Letztlich hast du deine jetzige Arbeitslosigkeit damit vorsätzlich bzw. grob fahrlässig herbeigeführt.

    Zitat Zitat von einkollege
    Von da an meldete ich mich zum ALG1 und meine Zeit als Selbstständiger wird ausgeblendet ....
    Da du u.a. in dieser Zeit auch nicht in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt hast, was hätte man da "miteinblenden" sollen? Diese Tätigkeit hast du nicht lang genug ausgeübt, damit dein "voriges Vergehen" nicht mehr geahndet werden kann.

    Zitat Zitat von einkollege
    Der Bescheid war vom Oktober 2016. (...) Kann ich da noch was tun trotz abgelaufener Anspruchsfrist?
    M.E. kannst du jetzt dagegen nichts mehr machen, da anscheinend ja die Fristen für einen Widerspruch abgelaufen sind.

    Fraglich wäre hier m.E. eh gewesen, ob dir ein Widerspruch was gebracht hätte, denn nach deiner Schilderung sehe ich die Sperre durchaus als gerechtfertigt an. D.h. du hattest ja schon mal Gelegenheit dich zu diesem Vorfall zu äußern. Was für neue Argumente hättest du bei einem Widerspruch dann eingebracht, die die Sachlage geändert hätte?

    Zitat Zitat von einkollege
    Hintergrund ist ein geplanter Antrag auf Zuschuss zur Existenzgründung, problematisch ist, das ich da aktuell nicht die geforderten 150 Tage Restanspruch ALG1 habe. Diese würde ich wieder "auffüllen" indem ich irgendwo einen befristeten Arbeitsvertrag eingehe oder die 90 Tage wieder bekomme.
    Naja, da der Gründerzuschuss nur noch eine "kann-Leistung" ist, wäre hier auch nicht 100% sicher, ob man dir das Gewähren würde.

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