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Thema: Kein arbeitslosengeld?

  1. #1
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    Kein arbeitslosengeld?

    Hallo zusammen.
    Ich habe 2 Fragen.
    1. Ich wurde am 21.10 zum 04.11.2016 gekündigt.
    Am 31.10.2016 habe ich mich persönlich arbeitslos gemeldet. Nun wurde mir eine Sperrzeit verhängt weil ich mich nicht rechtzeitig gemeldet habe. Meines Wissens muss man sich doch spätestens am ersten tag er Arbeitslosigkeit melden, oder? Ich wäre ja dann noch in der Frist gewesen?!

    2. Ich war 2015 bereits arbeitslos habe jedoch nicht alles ausgeschöpft, hatte also noch resttage.
    Nun wurde mir gesagt ich hätte nur noch diese 49 tage Anspruch.
    Nach meiner Info muss man mindestens 12 monate gearbeitet haben um 6 monate Leistung zu bekommen.
    Nach meiner Rechnung habe ich die letzten 2 Jahre 13 monate gearbeitet.
    Hier die Daten
    13.8.2013 - 13.02.2015 beschäftigt
    14.2.2015-03.01.2016 arbeitslos
    04.01.2016-04.11.2016 beschäftigt

    Ich muss dann die monate die ich gearbeitet habe vom 04.11.14-04.11.2016 ausrechnen oder? Sind doch dann 13 monate oder steh ich total aufn Schlauch?

    Ich hoffe mir kann jemand helfen.

    Liebe grüße

    Asil0510

  2. #2
    Profi Avatar von Pharao
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    Zitat Zitat von Asil0510 Beitrag anzeigen
    1. Ich wurde am 21.10 zum 04.11.2016 gekündigt.
    Am 31.10.2016 habe ich mich persönlich arbeitslos gemeldet. Nun wurde mir eine Sperrzeit verhängt weil ich mich nicht rechtzeitig gemeldet habe. Meines Wissens muss man sich doch spätestens am ersten tag er Arbeitslosigkeit melden, oder? Ich wäre ja dann noch in der Frist gewesen?!
    Hi,

    das ist zwar richtig, allerdings verweselst du hier jetzt Arbeitslosmeldung mit der Arbeitssuchmeldung. Für letzteres gilt (oh man, ist die neue A-Amt-Seite besch...eiden!):
    Zitat "Melden Sie sich drei Monate vor dem Ende Ihrer Beschäftigung arbeitsuchend.".

    Da uns diese Aussage nicht viel nützt, hier der Gesetzestext dazu §38 SGBIII Abs.1:
    "Personen, deren Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis endet, sind verpflichtet, sich spätestens drei Monate vor dessen Beendigung persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend zu melden. Liegen zwischen der Kenntnis des Beendigungszeitpunktes und der Beendigung des Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses weniger als drei Monate, haben sie sich innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes zu melden. Zur Wahrung der Frist nach den Sätzen 1 und 2 reicht eine Anzeige unter Angabe der persönlichen Daten und des Beendigungszeitpunktes aus, wenn die persönliche Meldung nach terminlicher Vereinbarung nachgeholt wird. Die Pflicht zur Meldung besteht unabhängig davon, ob der Fortbestand des Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses gerichtlich geltend gemacht oder vom Arbeitgeber in Aussicht gestellt wird. Die Pflicht zur Meldung gilt nicht bei einem betrieblichen Ausbildungsverhältnis. Im Übrigen gelten für Ausbildung- und Arbeitsuchende die Meldepflichten im Leistungsverfahren nach den §§ 309 und 310 entsprechend."

    Da du auch schon mal Arbeitslos warst, muss man m.E. davon ausgehen, das du diese Regelung kennst. Die Sperre hier beträgt 1 Woche und ist somit überschaubar.


    Zitat Zitat von Asil0510
    2. Ich war 2015 bereits arbeitslos habe jedoch nicht alles ausgeschöpft, hatte also noch resttage.
    Nun wurde mir gesagt ich hätte nur noch diese 49 tage Anspruch.
    Nach meiner Info muss man mindestens 12 monate gearbeitet haben um 6 monate Leistung zu bekommen.
    Nach meiner Rechnung habe ich die letzten 2 Jahre 13 monate gearbeitet.
    Hier die Daten
    13.8.2013 - 13.02.2015 beschäftigt
    14.2.2015-03.01.2016 arbeitslos
    04.01.2016-04.11.2016 beschäftigt

    Ich muss dann die monate die ich gearbeitet habe vom 04.11.14-04.11.2016 ausrechnen oder? Sind doch dann 13 monate oder steh ich total aufn Schlauch?
    Die jetztige Berechnung (der letzten 2 Jahre) behinaltet aber nicht die Zeiten, die schon mal für eine vorgangene Berechnung hergezogen worden sind! Wenn ich das richtig sehe, dann geht aktuell in die Berechnung nur der Zeitraum 04.01.2016-04.11.2016 ein und damit erfüllst du die Voraussetzung für einen neuen Anspruch nicht und es bleibt beim Restanspruch minus die Sperrzeit.

  3. #3
    Profi Avatar von Pharao
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    Nachtrag:

    hier noch der §159 SBGIII Abs.6: "Die Dauer einer Sperrzeit bei Meldeversäumnis oder bei verspäteter Arbeitsuchendmeldung beträgt eine Woche." und §143 SGBIII Abs.2: "Die Rahmenfrist reicht nicht in eine vorangegangene Rahmenfrist hinein, in der die oder der Arbeitslose eine Anwartschaftszeit erfüllt hatte."

  4. #4
    Avatar von Helga40
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    Ich muss dann die monate die ich gearbeitet habe vom 04.11.14-04.11.2016 ausrechnen oder? Sind doch dann 13 monate oder steh ich total aufn Schlauch?
    Na, du bist ja witzig. Für die Arbeitszeiten bis zum 13.2.15 hast du schon Alg 1 erhalten. Die sind quasi bis auf die 49 Tage verbraucht. Für verbrauchte Zwiebelsaft kannst du nicht nochmal Alg 1 bekommen. Du müsstest jetzt ab 4.1.16 wieder 360 NEUE Tage mit versicherungspflichtiger Tätigkeit zusammen bekommen für einen neuen Anspruch auf Alg 1.

    Zur Sperrzeit bei verspäteter Arbeitssuchendmeldung: der Arbeitgeber ist verpflichtet, auf diese gesetzliche Regelung hinzuweisen, im Normalfall sollte also in der Kündigung stehen, dass du dich innerhalb von 3 Tagen bei der Agentur für Arbeit melden musst. Steht da was in deiner Kündigung zu?
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  5. #5
    Profi Avatar von Pharao
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    Zitat Zitat von Helga40 Beitrag anzeigen
    der Arbeitgeber ist verpflichtet, auf diese gesetzliche Regelung hinzuweisen, im Normalfall sollte also in der Kündigung stehen, dass du dich innerhalb von 3 Tagen bei der Agentur für Arbeit melden musst.
    Hi Helga,

    echt jetzt, hast du dazu eine Quelle? Man lernt ja nie aus

  6. #6
    Avatar von Helga40
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    (2) Die Arbeitgeber haben bei ihren Entscheidungen verantwortungsvoll deren Auswirkungen auf die Beschäftigung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und von Arbeitslosen und damit die Inanspruchnahme von Leistungen der Arbeitsförderung einzubeziehen. Sie sollen dabei insbesondere

    1.im Rahmen ihrer Mitverantwortung für die Entwicklung der beruflichen Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Anpassung an sich ändernde Anforderungen sorgen,

    2.vorrangig durch betriebliche Maßnahmen die Inanspruchnahme von Leistungen der Arbeitsförderung sowie Entlassungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern vermeiden,

    3.Arbeitnehmer vor der Beendigung des Arbeitsverhältnisses frühzeitig über die Notwendigkeit eigener Aktivitäten bei der Suche nach einer anderen Beschäftigung sowie über die Verpflichtung zur Meldung nach § 38 Abs. 1 bei der Agentur für Arbeit informieren, sie hierzu freistellen und die Teilnahme an erforderlichen Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung ermöglichen.
    https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__2.html
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  7. #7
    Profi Avatar von Pharao
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    Hi Helga,

    OK, danke!

    Aber ich wäre jetzt beim besten Willen nicht darauf gekommen, das man als AG im SGB suchen muss. Was wäre denn die Konsequenz, falls sich ein AG nicht daran hält, also für den AG und den Arbeitslosen?

  8. #8
    Avatar von Helga40
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    Ich glaube, dann gibt es eventuell keine Sperrzeit. Für den AG: keine Ahnung. SGB III ist ja nicht meine normale Baustelle.
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