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Thema: Wenn erst der Job arm macht

  1. #1
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    Wenn erst der Job arm macht

    Ein gutes Beispiel dafür, wie ein 450-Euro-Job zur Armut beiträgt. Die Fahrt kostet so viel, dass wenig Geld über bleibt.

    http://www.lvz.de/Region/Geithain/Ar...ter-den-Fuesse

    Was müsste Stephanie B. anders machen? Was können wir daraus lernen?

    Sollte man nicht Fahrtgeld bekommen?

  2. #2
    Profi Avatar von Pharao
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    Zitat Zitat von TomHo Beitrag anzeigen
    Ein gutes Beispiel dafür, wie ein 450-Euro-Job zur Armut beiträgt. Die Fahrt kostet so viel, dass wenig Geld über bleibt.

    http://www.lvz.de/Region/Geithain/Ar...ter-den-Fuesse

    Was müsste Stephanie B. anders machen? Was können wir daraus lernen?
    Hi,

    leider geht dein Link bei mir nicht

    M.E. stimmt deine pauschale Aussage hier nicht, das ein 450€ Job zur Armut beiträgt.

    Erstens mal ist ein 450€ Job i.d.R. eher ein Nebenjob, wo man u.a. auch nicht drüber Krankenversichert ist. Ansonsten, wenn man einen 450€ Job annimmt, dann sollten die Bedingungen (wie u.a. Gehalt, Fahrtkosten, usw.) m.E. einem schon bewusst sein. Ich mein, ich kann doch nicht was schlechtes annehmen und hinterher dann rum jammern. Wenn es keine Möglichkeit gibt die Fahrtkosten zu senken, zB mit Mitfahrgelegenheiten, öffentliche Verkehrsmittel, Roller oder Fahrrad, etc, dann könnte man ggf. ja auch mal an einen Umzug denken. Und wenn das auch keine Alternative ist für einen 450€ Job gleich umzuziehen: es ist nicht verboten sich während eines Arbeitsverhältnisses was besseres zu suchen, wo einem die Bedingungen besser gefallen!

    [QUOTEE=TomHo]Sollte man nicht Fahrtgeld bekommen?[/QUOTE]
    Nö, warum? Jeder kann seine Fahrtkosten doch ggf. bei der Steuer geltend machen. Warum sollte man das nochmals extra Bezuschussen? Wäre hier nicht auch eher der AG gefragt, weil Arbeitsbedingungen reine Verhandlungssachen sind?

  3. #3
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    Tja was sollte Stefanie anders machen? Evtl. ihre Einstelung ändern.

    Ic z.B. habe meinen heutigen SV-pflichtigen Job bekommen weil ich mich auf einen Minijob eingelassen habe. Dort bekam ich für 60 Stunden im Monat 300 Euro und rbeitete also für 5 Euro die Stunde. Mich störte es nichtdas ich rein rechnerisch "nur" 140 Euro zuzüglich meinem ALG II hatte. Erst mal war ich glücklich wieder eigenes Geld zu verdienen. Und mine Fahrtksten waren niedriger als cie 140 Euro. Auch wenn ich mal das Pech hatte einen Monat lang jeden Tag nur ein paar Stunden eingesetzt zu werden.

    Ich habs so gesehen das ich für Bewerbungen mal wieder einen AG zu stehen hatte, anstatt "Orientierung auf dem Arbeitsmark". Die Hoffnung war auch groß das dieser Minijob einen Einstieg in einen SV-pflichtigen Job bedeuten könnte. Und das Geld zusätzlich war ja auch nicht zu verachten.

    Mir hat der Erfolg recht geeben udn ic habe dadurch eine SV-pflichtige Arbiet gefunden und das obwohl ich über 40 war, schwerbehinert und langzeitarbeitslos war.

    Angela

  4. #4
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    Das soll der Job an sich (Geringverdiener ) auch machen. Seit 20 Jahren ist klar, dass Geringverdiener die großen Verlierer der Gesellschaft sind. Doch die Politik hat es bis heute nicht geschaft die finanziellen Nachteile durch den Staat auszumerzen.

  5. #5
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    Ich habe im Dezember Arbeit aufgenommen, und auch schon eine Woche Geld verdient. Ende Dezember kam dann das ALG II noch für Januar, der Zahlungslauf war eh schon angestoßen. Das erste Gehalt Dezember kam auch erst im Januar, damit bleibt die Dezemberzahlung vom 31.11. eh komplett unberührt.

    Unter Anrechnung eines Freibetrages wurde angekündigt, dass jetzt ein Teil des Dezembergehaltes zurückgezahlt werden muss.

    Hinzu kam, dass das Gehalt für Januar dann aber am 31. Januar ankam, somit das Gehalt von Dezember und Januar im Januar kam, für das ja das Hartz IV von Ende Dezember relevant ist.

    Also ist es so, dass ich jetzt unter Anrechnung des Freibetrages (zum Glück wird der noch zugebilligt!) 3/4 der Zahlung vom Ende Dezember zu erstatten habe.

    Wohlgemerkt will ich ja mit dem Januargehalt eigentlich im Februar leben...

    Was haltet Ihr davon? Wäre das Januar Gehalt nicht am 31.1. sondern am 1.2. gekommen, hätte ich allein aus dieser Tatsache 600 - s e c h s h u n n d e r t - €uro verdient.

    Kann ich mich aus der Nummer rauswinden?

    Wobei ich den Jobcenter auch verstehen kann, und denke auch, dass die mir mit den Zahlungsmodalitäten bestimmt entgegenkommen.

  6. #6
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    Grundsätzlich interessante Punkte, die anzurechnendes Einkommen im Fall von ALG II Bezug mindern können:

    Gemäß § 11 Abs. 1 Nr. 5 SGB II:
    Die mit der Erzielung des Einkommens verbundenen notwendigen Ausgaben sind vom anzurechnenden Einkommen abzusetzen.
    Z.B. Fahrtkosten!

    Pauschale von 30 € für private Versicherungen monatlich könnte vom Einkommen absetzbar sein (§ 6 Absatz 1 Nr. 1 Alg II-V).

    Anteilige KFZ-Haftpflichtversicherung (reine Haftpflicht) absetzbar gemäß § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 SGB II.

    Bestimmte Einmalzahlungen aus dem letzten Monat die im betreffenden Monat zufließen, können, falls der ALGII Bezug
    für den betreffenden Monat sonst wegfallen würde, gemäß § 11 (3) SGB II (oder evtl, § 82 (7) SGB XII) auf sechs Monate oder einen angemessenen Zeitraum verteilt werden.

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