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Thema: Wohnungsnutzung privat + geschäftlich..angemessen!?

  1. #1
    Benutzer
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    Wohnungsnutzung privat + geschäftlich..angemessen!?

    Hallo,
    habe folgendes Problem. Ich (ALG2 Bezieher durch chronische Rückenprobleme) wohne in München in einer 64qm Wohnung (2 Zimmer)...bisher mit Untermieter. Da ich aber die Schnauze gestrichen voll habe vom Untervermieten habe ich nun meinem Untermieter gekündigt. Ich will die Wohnung jetzt alleine nutzen - da ich einen Online-Shop mit Golfprodukten betreibe (trägt sich noch nicht) habe ich tatsächlich den Bedarf an Lagerraum und würde eben gerne das Zimmer des ehemaligen Untermieters als Lagerraum nutzen. Einen zu mieten wäre ja nicht wirklich billiger als eine Wohnung (jedenfalls in München). Der Kellerraum ist nicht gut gesichert mit diesen schwindligen Holzlatten-Türen...ein kleiner Tritt und jemand ist drin und die Ware weg.

    Bekomme ich das durch? Die Rechnung wäre 64qm - 16qm = 48qm und das wäre ja angemessener Wohnraum. Die Mieteinnahmen fallen natürlich weg - was meint Ihr Ihr? Habe ich da eine Chance?

    Viele Grüße

  2. #2
    Avatar von Helga40
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    Wenn du keinen Gewinn erzielst, muss du die Kosten für die 16 qm aber auch selbst aufbringen. Fürs ALG 2 werden dann nur die Kosten für die 48qm berücksichtigt, die Kosten für die 16qm wären Betriebsausgaben. Und Verluste aus dem Gewerbe werden durch das JC nicht ausgeglichen.
    :::: Moderator ::::

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  3. #3
    Benutzer
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    He @Helga40,
    dass ist mir inzwischen auch bewußt geworden. Meinst das JC würde sich auf eine stufenweise Umwandlung Privat- in Gewerberaum einlassen!? Auch wenn mir 64qm als Einzelperson nicht zustehen müsste mir das JC doch zumindest 6 Monate die vollen Mietkosten finanzieren, oder!? Danach könnten Sie mich zwingen wieder unterzuvermieten, oder umzuziehen - sehe ich das richtig?

    Viele Grüße

  4. #4
    Profi Avatar von Pharao
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    Zitat Zitat von shadow2411 Beitrag anzeigen
    Meinst das JC würde sich auf eine stufenweise Umwandlung Privat- in Gewerberaum einlassen!?
    Hi,

    kann ich mir jetzt nicht vorstellen, wie man ein Zimmer mit 16m² in Stufen umwandeln will. Entweder man benutzt das Zimmer privat als Wohnraum oder gewerblich als Lagerraum.

    Zitat Zitat von shadow2411
    Auch wenn mir 64qm als Einzelperson nicht zustehen müsste mir das JC doch zumindest 6 Monate die vollen Mietkosten finanzieren, oder!?
    Also im Gesetzestext heißt es dazu §22 SGBII Abs. 1 Satz 2:

    "Soweit die Aufwendungen für die Unterkunft und Heizung den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang übersteigen, sind sie als Bedarf so lange anzuerkennen, wie es der oder dem alleinstehenden Leistungsberechtigten oder der Bedarfsgemeinschaft nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate"

    Mir stellt sich hier aber die Frage, warum sollte es jetzt auf einmal dir nicht mehr zu zumuten sein das Zimmer unterzuvermieten? Gerade in Anbetracht, das das Zimmer bislang Untervermietet war, bis du dem Untermieter gekündigt hast, nur weil du jetzt dein Gewerbe da einquartieren willst. Grundsätzlich ist das natürlich dein freie Entscheidung, aber dann musst du eben auch ggf. die Konsequenten dafür tragen.

    Zitat Zitat von shadow2411
    Danach könnten Sie mich zwingen wieder unterzuvermieten, oder umzuziehen - sehe ich das richtig?
    "Zwingen" kann dich keiner was, nur (wie oben schon erwähnt) musst du dann eben ggf. mit den Konsequenzen auch leben. Und wenn ich den oben genannten §§ richtig verstehe, dann bist du von Anfang an dazu angehalten die Kosten zu senken und nicht erst nach 6 Monaten. Zudem, wie schnell meinst du findest du eine neue, angemessene Wohnung, wenn du erst dann damit Anfängst zu suchen, wenn die 6 Monate rum sind? Ohne das das jetzt böse klingen soll, aber die meisten Vermieter reisen sich jetzt nicht um dich.

  5. #5
    Avatar von Helga40
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    Die volle Miete muss nur übernommen werden, wenn es noch keine Kostensenkungsaufforderung gab. Wenn es die schon gab, du damals die Kosten mittels Untervermietung und nicht Umzug gesenkt hast, jetzt dein Untermieter aber auszieht, dann ist das dein Risiko, welches du durch die Wahl der Kostensenkung getroffen hast.

    Eine stufenweise Umwandlung von Wohnraum in Geschäftsraum ist völliger Nonsens. Im Übrigen wäre diese zusätzliche weitere Ausgabe sowieso zu prüfen, denn irgendwo hast du ja deine Ware bisher auch gelagert und wenn dein Geschäft nicht eklatant mehr neue Bestellungen aufweist, gibt es auch keinen Grund, mehr Ware als bisher lagern zu müssen.
    :::: Moderator ::::

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